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Stammbaum der Ducks (Volker Reiche): Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 21. Januar 2026, 21:00 Uhr

© Disney Achtung! Der Titel dieses Artikels hat mehrere Bedeutungen. Dieser Artikel behandelt die durch Volker Reiche gestaltete Illustration Stammbaum der Ducks. Für andere Artikel mit dem Titel „Stammbaum der Ducks“ siehe Stammbaum der Ducks.


Der Stammbaum der Ducks aus dem DDSH 110. (Fotomontage; © Egmont Ehapa)

Der Stammbaum der Ducks ist ein von Volker Reiche im Jahr 1984 ausgearbeiteter und erstveröffentlichter Stammbaum der Familie Duck.

Entstehung und Varianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stammbaum der Ducks von Grobian Gans. (© Rowohlt)

Als Donald Duck 1984 sein 50. Jubiläum feierte, wurde ein Stammbaum der vielen Verwandten Donalds ausgearbeitet. Als die Person, welche die Daten für den Stammbaum an sich ausarbeitete, wird von manchen Webseiten der niederländische Comiczeichner Ed van Schuijlenburg genannt,[1][2] der zu dem Zeitpunkt für den Verlag Oberon Zeichner schulte.[3] Jedoch ist der von van Schuijlenburg gezeichnete Stammbaum von Reiches im gleichen Jahr gezeichneten Stammbaum unabhängig zu betrachten. Daher entbehren die Daten, die auf diversen Seiten[4][2] kursieren, jeglicher Grundlage.

Dass Reiche den Stammbaum auch für sich alleine gestaltete, bestätigte er auch im November 2025 in einem Interview mit den Machern für die 60. Ausgabe des Bertel-Express’. Des Weiteren gab er dort zu Protokoll, dass er den Namen Ed van Schuijlenburg bis dato noch nie gehört habe.[5]

Zur Recherchegrundlage diente der Stammbaum der Ducks, den Michael Czernich und Carl-Ludwig Reichert 1970 unter dem Pseudonym Grobian Gans in ihrem Werk „Die Ducks – Psychogramm einer Sippe“ veröffentlichten.[6] Van Schuijlenburg ergänzte Gans’ Stammbaum der Ducks um mehrere Figuren, nämlich um Davidchen, Franz Gans, Gipfel-Duck, Wastel Duck, Willibald Wasserhuhn, Don Dugo und Alexander. Aus den beiden Figuren Freddy und Dussel Duck von Gans’ Stammbaum machte er eine (Freddy Duck), er recherchierte den Namen von Donalds Schwester Della, außerdem ergänzte er die Schottische Linie des Gans-Stammbaums noch um die deutsch-holländische Linie (mit Emil Erpel), die griechische Linie (mit Alexander) und die spanische Linie (mit Don Dugo).[4]


Premiere im Stern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Duckenburgh. (© Disney)
Der Stammbaum der Ducks von Volker Reiche aus dem Stern-Magazin. (© STERN Magazin)

Volker Reiche arbeitete diese Daten zeichnerisch aus. Hinter dem Stammbaum zeichnete er die Duckenburgh, deren Namen er auch auf die Zeichnung ergänzte, um trotz verschiedener Linien der Familie die schottischen Wurzeln zu betonen. Dafür übernahm er die Darstellung der Burg, die Carl Barks für den Comic „Das Gespenst von Duckenburgh“ schuf, aus diesem Comic genau.

Zudem lässt Reiche Donald den Drillingen den Stammbaum stolz präsentieren, Tick lässt sich zu dem Wortspiel „Das ist ja eine unentliche Geschichte!“ hinreißen. Links steht Donalds 313 mit aufgeklappten Schwiegermuttersitz, die Abbildung ist wie üblich bei Disney-Comics der Zeit mit einer eher flachen Kolorierung ohne viele Schattierungen eingefärbt.

Zusätzlich zu der großen Illustration zeichnete Reiche auch die einzelnen Portraits der Verwandtschaft, die er ebenfalls teilweise aus ihren jeweiligen Comics abzeichnete. Die Einteilung in Generationen ist teilweise etwas unklar, weshalb bei sehr frühen Vorfahren Jahreszahlen eingefügt wurden, die aus den Comics bekannt sind. Jakob Jungerpel wurde zum Beispiel in derselben Zeile eingefügt, in der bereits seine namentlich unbekannten Eltern sind. Schwindolar Schwan, bei Grobian Gans’ Stammbaum noch der Vater von Gustav, wurde hier zu einem Vorfahr unbekannten Grades der Eltern von Jakob, Dagobert und Oma. Die klaren Verwandtschaften wurden mit durchgezogener und die ungefähren mit Strichlinien dargestellt. Leider sind diese durchgezogenen Linien nur gering: Donalds Verwandtschaft zu seinen Neffen und seinem Onkel Dagobert ist klar gekennzeichnet, Jakob wurde als Donalds Onkel und Oma Duck als Donalds Tante eingetragen. Daisy wurde klar zur Tante von Dicky, Dacky und Ducky. Viele Verbindungen verlaufen hingegen im Sande: Primus von Quack ist mit keiner der anderen Figuren verbunden, die genaue Verwandtschaft von Gustavs Neffen Golo zu ihm geht verloren, außerdem verlieren sich die griechischen und spanischen Linien im Sande. Interessant ist, dass Bottervogel der deutsch-holländischen Linie entstammt, sein Vorgesetzter Sir Dagobert aber der schottischen Linie.

Veröffentlicht wurde Reiches Umsetzung des Stammbaums erstmalig am 29. März 1984 im Rahmen des im Stern-Magazin 14/1984 enthaltenen Junior-Journals. Der Stammbaum bebilderte ein (fiktives) Interview mit Donald Duck und wurde zudem mit einem Familienwappen inklusive Wappenspruch ergänzt: „Et tu frustratus e pluribus exasperatum“, laut Stern auf Deutsch „Du bist frustriert und wirst von vielen enttäuscht“.


La dinastia dei Paperi[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stammbaum der Ducks in Italien. (© Mondadori)

In Italien erschien am 9. Juni 1984 in der Fernsehzeitung „TV Sorrisi & Canzoni“ eine national angepasste Version des Reiche-Stammbaums der Ducks. Die Abbildung wurde von Federico Fiecconi komplett neu gezeichnet, wodurch Track einen ganz anderen Gesichtsausdruck bekam. Tick fragt darin frech Donald nach dem schwarzen Schaf der Familie, die erheblich weniger Mitglieder aufweist als noch die deutsche Fassung. Dieser Stammbaum weist nur noch Tick, Trick und Track, Dicky, Dacky und Ducky, Franz Gans, Gustav Gans, Donald Duck, Daisy Duck, Dussel Duck, Dagobert Duck, Oma Duck, Primus von Quack, Jakob Jungerpel, Schwindolar Schwan, Dorian Duck, Detlef Duck, Bootsmann Bottervogel, Sir Dagobert Duck, David Fürchtegott Duck, Emil Erpel, Don Dugo, Sir Dümpelfried Duck, Sir Daunenstert Duck und Alexander auf, dafür wurden noch Klaas Klever und Gundel Gaukeley ergänzt.[7]

Der Inhalt der italienischen TV Zeitschrift, der sich um Donalds 50. Jubiläum dreht, ist dabei dem des deutschen Stern-Magazins in Teilen ähnlich.

Die erste Seite, wie sie im Stern-Magazin im März 1984 erschien…
STERN Magazin)
…und wie sie im italienischen Sorrisi e canzoni drei Monate später, im Juni 1984, veröffentlicht wurde.
Mondadori)


Alles neu macht Ehapa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Veröffentlichung von Reiches Stammbaum der Ducks beim Ehapa-Verlag erfolgte im August 1984 im Disney-Sonderalbum 1. Diese Version des Stammbaums weist zwar Änderungen zum Stammbaum im Stern-Magazin vor, wurde anders als diese aber noch mehrfach abgedruckt.

Der Stammbaum der Ducks, nun als Airbrush. (Fotomontage; © Egmont Ehapa)

Diese neue Fassung hat für die große Illustration farbige Konturen und Airbrush-Schattierungen eingebaut, Donalds Position hat sich etwas nach vorne rechts verschoben, weshalb der 313 nun vor der Duckenburgh zu sehen ist. Der Pfad zum Schloss ist nun etwas verschlungener, die Wurzeln des Stammbaums enden früher.
Die kleinen Portraits der Verwandten blieb hingegen fast gleich, nur ihre Farbgebung hat sich geändert. Anders als das Airbush-Motiv sind diese wie auch die Namensschilder noch getuscht und separat von der Illustration.
Die nun roten Pfeile sind alle durchgezogen und weisen keine Strichlinien mehr auf. Das verändert den Stammbaum auch inhaltlich: Freddy, Wastel und Gipfel-Duck, die vorher alle ungefähr von demselben Nebenzweig der Familie abstammten, sind nun Brüder. Jakob, Dagobert und Oma haben durch die Strichänderung eine Schwester mehr bekommen, welche die Mutter von Gustav und Willibald wurde.

Diese Fassung des Reiche-Stammbaums wurde mehrfach abgedruckt. Nach der Veröffentlichung 1984 im Disney-Sonderalbum folgte 1990 der Abdruck als Poster im DDSH 110, 1991 in Der Donaldist 77 und 2010 der Abdruck in „Die Ducks – Eine Familienchronik“.[8]

De stamboom van de Ducks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stammbaum der Ducks in den Niederlanden. (© Oberon)

Die Arbeit Ed van Schuijlenburgs fand noch auf einem anderen Weg ihren Weg in eine Illustration: Im November 1984 erschien in den Niederlanden als Backcover des Comicalbums „Donald Duck 50 jaar in beeld“ ein von van Schuijlenburg vermutlich selbst gezeichneter Stammbaum der Ducks. Die große Illustration um den Stammbaum an sich unterscheidet sich dementsprechend von der Reiche-Fassung: Statt eines stolzen Donalds, der den Drillingen seine Herkunft präsentiert, möchte Donald den Stammbaum fällen. Beide Illustrationen entstanden 1984 und zeigen neben dem Stammbaum auch die Duckenburgh. Die Portraits auf dem Stammbaum selbst sind teilweise die von Reiche gezeichneten Bilder, teilweise aber aus Barks-Comics oder anderen Quellen übernommene Bilder. Der Aufbau an sich ist identisch zu dem des Reiche-Stammbaums,[6] aber durch sein anderes Format (Hoch- statt Querformat) sind auch Erwin und Eitel Erpel nicht mehr Teil des Stammbaums.

Diese Version des Stammbaums wurde laut dem Onlineprojekt I.N.D.U.C.K.S. nie nachgedruckt.[9]


Abgebildete Familienmitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gilles R. Maurice. „The Duck Family Trees“, auf goofy313g.free.fr
  2. 2,0 2,1 Jens Peter Kutz: „Der Stammbaum stammt vom niederländischen Zeichner Ed van Schuijlenburg, die deutsche Version wurde neu gezeichnet von Volker Reiche.“ „Stammbäume der Familie Duck“, auf jpkutz.de
  3. Ed van Schuijlenburg in der Lambiek Comiclopedia.
  4. 4,0 4,1 Gilles R. Maurice. „The Germanic Duck Family Trees“, auf goofy313g.free.fr
  5. Interview mit Volker Reiche im Bertel-Express, Ausgabe 60, S. 23–33 (November 2025), auf yumpu.com
  6. 6,0 6,1 Jens Peter Kutz. „Stammbäume der Familie Duck“, auf jpkutz.de
  7. „TV Sorrisi & Canzoni # 84024“ im Inducks I.N.D.U.C.K.S.
  8. „Der Stammbaum der Ducks“ von Volker Reiche im Inducks I.N.D.U.C.K.S.
  9. „Der Stammbaum der Ducks“ von Ed van Schuijlenburg im Inducks I.N.D.U.C.K.S.