LTB 67
| Siehe auch die Rezension dieses Bandes! |
| Lustiges Taschenbuch | ||||||
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| Micky Maus – Superstar | ||||||
| Auf den Spuren der Indianer | ||||||
| Erscheinungsdatum: | 12. Mai 1980 | |||||
| Chefredakteur: |
Dr. Erika Fuchs | |||||
| Übersetzung: | ||||||
| Geschichtenanzahl: | 4 | |||||
| Seitenanzahl: | 254 | |||||
| Preis: | D: DM 4,80 A: öS 37 CH: SFR 4.80 | |||||
| Weiterführendes | ||||||
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Original
Die LTB-Bände 1 bis 116 sind bis auf wenige Sonderfälle Übernahmen aus der italienischen Reihe I Classici di Walt Disney. Die Vorlage für das LTB 67 ist der Band Topolinissimo I Classici di Walt Disney, Seconda Serie # 25 (Jan. 1979), der seinerseits eine Neuauflage des Bandes I Classici di Walt Disney, Prima Serie # 14 (März 1964) war.
Inhalt
Vor- und Rahmengeschichte
- Originaltitel: Prologo a "Topolinissimo"
- Story: Gian Giacomo Dalmasso
- Zeichnungen: Giuseppe Perego
- Erstveröffentlichung: 01.03.1964
- Genre: Rahmengeschichte
- Figuren: Kater Karlo, Harry, Kommissar Hunter, Inspektor Issel, Rechtsanwalt Hände
- Seitenanzahl: 18
Micky auf den Spuren der Indianer
- Originaltitel: Topolino e Bip-Bip alle sorgenti mongole
- Titel in Neuauflage: Auf den Spuren der Indianer
- Story: Romano Scarpa
- Zeichnungen: Romano Scarpa
- Tusche: Rodolfo Cimino
- Erstveröffentlichung: 10.11.1959
- Genre: Abenteuer, Mystery
- Figuren: Micky Maus, Rudi Ross, Atömchen, Samuel Spinnweb, Käpt’n McGier, Hon-ki-ton
- Seitenanzahl: 57
- Nachgedruckt in: LTB Maus-Edition 5
Eines Tages beschließt Micky Maus mit der tatkräftigen Hilfe von Rudi Ross, einen alten Baumstumpf in seinem Garten zu entfernen. Zwischen den Wurzeln findet er eine seltsame, schlauchartige Flasche mit elf Kürbiskernen. Mickys kleiner Freund Atömchen, schätzt das Alter des Fundstücks auf mehr als 8000 Jahre, woraufhin Micky Maus beschließt, einen Antiquitätenhändler um eine Schätzung zu bitten. In der Zwischenzeit taucht aus dem Nichts eine seltsame Gestalt in prähistorischer Kleidung auf, die jedoch weitestgehend unentdeckt bleibt.
Micky und Atömchen zeigen die Flasche Samuel Spinnweb, einem etwas schlampigen, aber in Wirklichkeit sehr erfahrenen Antiquitätenhändler, der ihnen seine Theorie erklärt: Die Kürbiskerne seien der Schlüssel zu den Mongolischen Quellen, einem mythischen Ort, an dem die Asiaten, die einst über die Beringstraße nach Amerika gekommen waren, einen wertvollen Schatz versteckt hätten. Die drei analysieren die Karte auf der Flasche und entdecken, dass sich der zugefrorene Wasserfall in Alaska befinden muss, doch die Flasche wird von der mysteriösen Gestalt in Fellkleidung und indianischem Schmuck gestohlen.
Das Trio begibt sich daraufhin auf eine abenteuerliche Reise in einem klapprigen Flugzeug, das jedoch irgendwo vor Alaska abstürzt. Zum Glück werden die drei Abenteurer vom Schiff des störrischen Kapitäns McGier gerettet, der auf der Jagd nach der weißen Sardine Bobby Dick ist. An Bord kommt es zu einer Reihe von Gags, bis der Kapitän seine Beute in einen unterirdischen Fluss verfolgt und Micky und die anderen am Ufer zurücklässt. Als sie endlich in Alaska ankommen und eine alte Goldgräberstadt erkundet haben, entdecken die drei Forscher zufällig die Identität des Diebes der Flasche: Es handelt sich um den treu ergebenen Hon-ki-ton, den mythischen Hüter des Schatzes der Quellen.
Micky, Atömchen und Herr Spinnweb erreichen die Schatzhöhle, schaffen es aber nicht, den Öffnungs-Mechanismus zu bedienen. Allerdings hat Hon-ki-ton Vertrauen zu den Freunden gefasst und will ihnen wenigstens einen Blick auf den Schatz ermöglichen. Doch die Höhle beginnt einzustürzen: Erst dann verstehen die Schatzsucher, dass der Mechanismus nicht dazu diente, die Höhle zu öffnen, sondern sie für immer zu verschließen. Der ewige Wächter Hon-ki-ton hat damit seine Mission erfüllt. Micky Maus und die anderen schaffen es gerade noch rechtzeitig, einen Fluchtweg zu suchen, bevor alles zusammenbricht. Die drei werden erneut von Kapitän McGier gerettet. Hon-ki-ton aber verschwindet endgültig und hinterlässt Micky, Atömchen und Samuel Spinnweb als Erinnerung an das Abenteuer einen wertvollen Zahnstocher, der zumindest ein sehr kleiner Teil des Schatzes seines Volkes war.
→ Eine detailliertere Inhaltsangabe sowie weitere Informationen gibt es im Hauptartikel Micky auf den Spuren der Indianer.
Micky Maus und der „große Coup“
- Originaltitel: Topolino e la grande impresa di "Lascia o t'accoppo"
- Titel in Neuauflage: Der große Coup
- Story: Guido Martina
- Zeichnungen: Giovan Battista Carpi
- Erstveröffentlichung: 10.06.1956
- Genre: Kriminalgeschichte, Crossover
- Figuren: Micky Maus, Goofy, Kater Karlo, Dagobert Duck
- Seitenanzahl: 51
„Die Magnetklaue schlägt wieder zu“
- Originaltitel: Topolino e il ritorno dell'artiglio magnetico
- Story: Guido Martina
- Zeichnungen: Giulio Chierchini
- Erstveröffentlichung: 10.06.1959
- Genre: Kriminalgeschichte
- Figuren: Micky Maus, Minni Maus, Goofy, Kommissar Hunter, Käpt'n Orang, Rosa Rosemund
- Seiten: 78
- Besonderheit: Fortsetzung zu Die Magnetklaue schlägt zu von Floyd Gottfredson
- Anmerkung: ursprünglich drei Teile, hier ummontiert und um einzelne Panels gekürzt
Bevor sie zu einem Campingausflug mit Minnie Maus aufbrechen, besuchen Micky Maus und Goofy das neue Kriminalmuseum von Entenhausen. Der Direktor zeigt ihnen stolz den Nachbau des spektakulären U-Boots des zwielichtigen Käpt’n Orang, an dessen Bord sich eine lebensechte Puppe des modernen Piraten befindet. Micky erinnert sich an sein altes Abenteuer und fügt hinzu, dass Käpt’n Orang seitdem in einem Hochsicherheitsgefängnis inhaftiert ist und keine Möglichkeit hat, mit der Außenwelt zu kommunizieren. Daher verbringt der einstige Superschurke seine Zeit mit dem Flechten von Weidenkörben, die er an eine Korb-Firma verkauft.
Die beiden Freunde brechen dann zusammen mit Minnie zu dem geplanten Campingausflug auf. Unterwegs kommen sie am Gefängnis von Käpt’n Orang vorbei und heben einen Korb auf, den die Häftlinge hergestellt haben und der von einem Lieferwagen gefallen ist. Die drei verbringen trotz des schlechten Wetters einige ruhige Tage auf dem Campingplatz, bis im Radio die Flucht von Käpt’n Orang bekannt gegeben wird. Der Verbrecher wurde nachweislich von zwei Komplizen befreit, die sich einer seltsamen Erfindung bedienten, mit der sie eine magnetische Windböe erzeugen konnten, die sogar Stahltüren aufsprengen und Personen ohnmächtig machen kann. Dem Gefängnisdirektor gelang es jedoch, Käpt’n Orang mit einem Gummiknüppel auf den Kopf zu schlagen, woraufhin dieser allerdings sein Gedächtnis verlor, wie sich später herausstellt.
Micky Maus, der mangels Hinweisen gezwungen ist, darauf zu warten, dass Käpt’n Orang den ersten Schritt macht, wird durch die Neugier der Presse zusätzlich bedrängt. Eine selbsternannte Journalistin, eine hübsche Blondine namens Rosa Rosemund, nähert sich Micky für ein Interview und betäubt ihn und Goofy dann mit dem magnetischen Wirbel. Die beiden werden eine Stunde später von Minnie bewusstlos in Goofys Haus aufgefunden. Erst danach hat Micky eine plötzliche Eingebung und will seine Theorie überprüfen.
Kurz darauf kann Käpt’n Orangs Bande die infernalische Erfindung nutzen, um eine zweite Version des Magnetklauen-U-Boots zu bauen und damit ein Kreuzfahrtschiff anzugreifen. Die Piraten entführen gleich fünfzig Ärzte, die sich zu einem Kongress versammelt hatten. Micky versteht das Ziel der Aktion: Die Schurkenbande will ein Heilmittel für Käpt’n Orangs hochgradige Amnesie zu finden. Daraufhin schmieden Micky Maus und Goofy einen Plan, um den verrückten Wissenschaftler endgültig zu besiegen. Dieser sieht vor, dass Goofy sich als Professor Memorius verkleidet, einen angesehenen Forscher auf dem Gebiet der Amnesie, und sich anschließend auf einer Seereise absichtlich entführen lässt, um an den Unterschlupf der Bösewichte zu gelangen.
Wie erwartet wird das Schiff von der Magnetklaue angegriffen und der „Professor“ gefangen genommen und auf die Insel gebracht, die Käpt’n Orang als Versteck dient. Micky folgt ihm in einem Abstand. Goofy wird von Rosa Rosemund zu Käpt’n Orang gebracht; auf Mickys Anweisung hin verabreicht er dem Piraten eine Betäubungsspritze, verliert jedoch unmittelbar danach aufgrund eines Niesers seine Tarnung. Entdeckt und verfolgt, schließt er sich seinem Kumpel Micky an, der mittlerweile auch auf der Insel gelandet ist. Um die Schurkenbande dingfest zu machen, die durchtriebene Rosa Rosemund an der Nase herumzuführen und den rachsüchtigen Käpt’n Orang wieder hinter Schloss und Riegel zu bringen, greifen Micky und Goofy tief in die Trickkiste und bedienen sich eines teuflischen Täuschungsmanövers, um endlich für Recht und Ordnung zu sorgen.
Der gestohlene Sheriffstern
- Originaltitel: Topolino e la stella dello sceriffo
- Story: Gian Giacomo Dalmasso
- Zeichnungen: Pier Lorenzo De Vita
- Erstveröffentlichung: 10.04.1959
- Genre: Western
- Figuren: Micky Maus, Minni Maus, Goofy, Kater Karlo, Harry, Klarabella Kuh, Rudi Ross, (Schlummer)Joe, Sheriff Spürnase, Sheriff Dobermann, Dr. Kritzel, Notar Nasemann
- Seitenanzahl: 46
Klarabella lädt Micky, Goofy und Minni auf ihre Farm ein. Zu Mittag möchte sie eine Forelle servieren, also schickt Klarabella Goofy per Rad los, eine solche im Kettenfluss zu fangen. Goofy verwechselt zuerst die Flüsse und landet dann in einem ebensolchen, als er bei der steilen Abfahrt die Kontrolle über sein Rad verliert. Sheriff Spürnase bekommt das mit und knöpft Goofy zwei Taler ab, weil Baden in dem Fluss verboten ist. Daraufhin fährt Goofy in den nächsten Ort und kauft eine große Forelle im Fischgeschäft.
Der Sheriff schläft wieder ein. Während er schläft, wird ihm von einem Unbekannten sein Sheriffstern gestohlen und als er aufwacht, findet er in seiner Tasche einen Brief. Dieser ist mit Goofys (falsch geschriebenem) Namen unterschrieben, also denkt Sheriff Spürnase, dass Goofy ihm den Stern gestohlen hat. Er nimmt Goofy, der von nichts eine Ahnung hat, fest. Klarabella wundert sich in der Zwischenzeit, dass Goofy nicht zurückgekehrt ist. Rudi, der das Geschehen in der Stadt beobachtet hat, informiert sie, Micky und Minni darüber, dass Goofy verhaftet wurde. Micky und Minni fahren in die Stadt, um Goofy zu helfen. Respektive geht nur Micky zum Sheriff, während Minni einen Schaufensterbummel machen will. Micky gelingt es, Goofy zu befreien, indem er einen Schriftsachverständigen die Handschriften vergleichen lässt und dieser eindeutig zum Schluss kommt, dass Goofy den Brief, den der Sheriff gefunden hat, nicht geschrieben hat. Sheriff Spürnase entlässt Goofy aus der Haft.
Während Goofy zu Klarabellas Farm zurückkehrt, sucht Micky nach Minni. Diese ist aber inzwischen von Karlos Komplizen Harry in eine Falle gelockt wrden. Harry und Karlo gelingt es anschließend mittels eines Tricks, auch Micky in ihre Hände zu bekommen. Sie bringen die beiden zur abgelegenen Farm von Schlummerjoe, der nur den Müßiggang pflegt. Dort benutzen die beiden Gauner Minni als Druckmittel und zwingen Micky mit überlauter Musikbeschallung dazu, einen Brief an den Sheriff zu unterzeichnen, in dem Micky den Raub des Sheriffsterns zugibt. Damit lenken sie Sheriff Spürnase von der Suche nach den wahren Schuldigen – ihnen beiden – ab. Der Sheriff plakatiert in der ganzen Gegend Fahndungsbilder Mickys.
Für Karlo und Harry scheint der Weg frei. In einer anderen Ortschaft gibt sich Karlo als Sheriff aus, um von Notar Nasemann den Nachlass des verstorbenen Kriminellen Max Miesling – Juwelen in Hülle und Fülle – zu erhalten. Max hatte verfügt, dass die Beute nach seinem Tod vom Sheriff an die Opfer zurückgegeben werden solle. In der Zwischenzeit hat allerdings Goofy die Farm von Schlummerjoe gefunden, diesen überlistet und überwältigt und kann so Micky und Minni befreien. Micky beeilt sich sofort, zum Notar zu gelangen und schreitet ein, als Karlo die Juwelen an sich nehmen will. Der Notar ruft Sheriff Dobermann, der allerdings Micky aufgrund des Fahndungsfotos für einen Kriminellen hält. Micky gelingt es dennoch, Karlo zu entlarven, indem er ihn auffordert, den Amtseid eines Sheriffs aufzusagen (was Karlo natürlich nicht kann). Harry versucht noch zu flüchten, wird aber vom heraneilenden Sheriff Spürnase dingfest gemacht.

