Mac Moneysac

Mac Moneysac (englisch Flintheart Glomgold) ist einer von Dagobert Ducks abgefeimtesten Gegenspielern und gilt, direkt nach diesem, als zweitreichster Mann der Welt. Er ist ansässig in Südafrika, genauer in Simililand, wo er sich vor allem als Bergwerkbesitzer einen Namen gemacht hat. Dort besitzt er auch einen ähnlich gebauten Geldspeicher wie Dagobert Duck. Mac Moneysac wurde wie so viele Figuren von Carl Barks erfunden und tritt erstmals in dessen Geschichte Der zweitreichste Mann der Welt auf.
Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mac Moneysac ist nach Dagobert Duck der zweitreichste Mann der Welt, noch vor dem verschwenderischen Klaas Klever. Auf die Leserfrage, ob Mac Moneysac oder Klaas Klever reicher sei, antwortete die Redaktion des Lustigen Taschenbuches im Kundenmagazin LTB Abo+ 3/2018, dass Moneysac auf Platz zwei hinter Dagobert liege. Diese Information gehe aus der Geschichte Alle gegen einen aus LTB 452 hervor.
Das höchste Ziel von Mac Moneysac ist es, zur Nummer Eins zu werden und dafür ist ihm jedes Mittel recht – er würde sogar über Leichen gehen. Diese Skrupellosigkeit ist sein größter, aber auch nahezu einziger Unterschied zu Dagobert. Tatsächlich haben die beiden unfassbar viele Gemeinsamkeiten: Wie Dagobert hat Moneysac einen Geldspeicher, wie Dagobert ist sein größtes Ziel, der reichste Mann der Welt zu werden, wie Dagobert ist er unfassbar geizig und die beiden haben sogar ein sehr ähnliches Aussehen, auch Moneysac ist mutmaßlich schottischer Herkunft, beide haben etwa das gleiche Alter… man kann also sogar von einer Art böser Doppelgänger Dagoberts sprechen.[1] Allerdings wohnt Moneysac nun in Südafrika im Tal des Limpopo.
Mac Moneysac bei Barks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der 1956 erstveröffentlichten Geschichte Der zweitreichste Mann der Welt von Carl Barks liest Dagobert Duck in einer im Park gefundenen Zeitung, dass „Mac Moneysac, der greise Bergwerkbesitzer aus Südafrika, seit kurzem der reichste Mann der Welt“ sei. Da Dagobert stolz genug auf den Titel „Reichster Mann der Welt“ ist, um diesen auch zu verteidigen, reist er prompt nach Afrika, um seinem zukünftigen Widersacher unter die Augen zu treten und das Gegenteil zu beweisen. Dieser entpuppt sich als ein ebenbürtiger Gegner, fast ein Doppelgänger Dagoberts, ein leider feindlich gesinnter Seelenbruder. Nachdem die beiden Gegner sich ihr Vermögen und ihre Besitztümer um die Ohren gehauen haben, aber kein Sieger zu finden ist, beschließt man, die Entscheidung davon abhängig zu machen, wer mehr Bindfaden gesammelt hat. Beide Knäuel der eifrigen Bindfadenhamsterer sollen quer durch Afrika ausgerollt werden. Doch dies erweist sich als schwierger als gedacht: Moneysac denkt sich mehrere schmutzige Tricks aus, um Dagoberts Knäuel stark zu verkleinern, etwa durch Termiten oder Dornenbüsche. Doch auch Moneysacs Knäuel verliert an Substanz, als es von Heuschrecken teilweise gefressen wird. Doch es kommt noch schlimmer, als Eingeborene Teile der Savane anzünden. Auf der Flucht vor den in Panik geratenen Tieren klettern alle vier auf einen Baum. Dabei kollidiert ein Nashorn mit dem Baum, der Bindfaden Moneysacs landete auf dessen Horn und letztlich wird dieser kilometerweit fortgeschleppt. Schließlich ist nur noch wenig Bindfaden übrig und beide Kontrahenten liegen damit gleichauf. Doch Dagobert hat noch ein Ass im Ärmel, nämlich das zusätzliche Stück Bindfaden, das an seinem ersten selbstverdienten Zehner befestigt ist. Damit ist der Wettsteit entschieden und Dagobert bleibt der reichste Mann der Welt.
Barks erfindet Moneysac also hier als zweiten Dagobert, der sich in fast nichts von ihm unterscheiden lässt und deshalb den mit Abstand härtesten der bisherigen Gegner darstellt. Die Gestalt des bösen Zwillings, die Moneysac hier innehat, deckt sich in bemerkenswerter Weise mit dem frühbarks'schen Dagobert. Dadurch, dass sowohl die gute als auch die schlechte Seite in Dagoberts Charakter angelegt ist, kämpft er in dieser Geschichte quasi mit sich selbst, der wahre Wettstreit findet laut Geoffrey Blum in der Seele statt.[1]

1959 verwendete Barks den Konkurrenten ein weiteres Mal. In Der reichste Mann der Welt hat Dagobert seine erste Begegnung mit Moneysac fast vergessen, als dieser nach Entenhausen anreist, um ihn erneut herauszufordern. Dort angekommen, schlägt Moneysac dem verdutzten Dagobert einen Handschuh ins Gesicht, um ihn zu einem Ehrenduell herauszufordern. Da Dagobert aber offensichtlich Fehdehandschuh und Situation verkennt, endet das Duell in einer gewöhnlichen Prügelei und die beiden Rivalen vor Gericht. Bei dem eigentlichen Wettkampf lösen beide ihren Besitz in bare Silbertaler auf, um dann anhand des Volumens der aufgeschütteten Geldmengen zu bestimmen, wer denn der Reichere der beiden sei. Diesmal bedient sich aber einzig Moneysac unlauterer Mittel, obwohl ihm im Verlauf der Geschichte kurzzeitig sein schlechtes Gewissen plagt. Dennoch kann am Ende Dagobert den Titel und sein Ansehen unter seinen Mitbürgern behalten.

Moneysacs letzter, etwas kleinerer Auftritt unter Barks'scher Federführung fand 1966 in Heia Safari statt. Die beiden Erzrivalen wollen in Kaffir Gaffir eine Goldmine ersteigern, doch Mac Moneysac will seinen Konkurrenten noch vor der Versteigerung ausschalten, um die Mine für einen „Pappenstiel“ zu bekommen. Dabei scheut er diesmal, mittlerweile zu einem eiskalten Misanthropen degeneriert, selbst vor roher Gewalt nicht zurück und nimmt die Ducks gar aus seinem Düsenjet unter Beschuss. Trotz alledem endet die Geschichte mit einer Antiklimax: Weder Dagobert noch Moneysac sind die Gewinner, sondern das Bergamt, dessen Mine am Ende – man erfährt es nicht – wahrscheinlich fair und nicht unter dem eigentlichen Wert versteigert wird.
Die drei Geschichten zeigen, wie sich das Verhältnis Dagoberts und Moneysacs immer weiter zuspitzt. Anfangs waren sie noch gleichartige Konkurrenten, doch erst im Verlauf der zweiten Moneysac-Geschichte offenbaren sich dessen moralische Defizite, die ihn vom Spät-Barks'schen Dagobert Duck unterscheiden. Letztendlich scheint Moneysac jedes Mittel recht zu sein und er geht im Zweifelsfall auch über Leichen.
Mac Moneysac nach Barks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Geschichte mit Mac Moneysac, die nicht aus Barks’ Feder stammte, war 1967 Klub der Milliardäre (LTB 341 & LTB Sonderedition 2/2012) von Osvaldo Pavese und Giuseppe Perego aus dem Jahre 1967. Sie ist schon allein deshalb ein Kuriosum, weil hier Moneysac auf den anderen etablierten Konkurrenten Dagoberts trifft, Klaas Klever. Der von Barks 1961 erfundene und von ihm nur einmal verwendete Erpel etablierte sich in Italien anstelle von Moneysac als Dagoberts Konkurrent „numero uno“. Dennoch scheinen in der oben erwähnten Geschichte Dagobert und Moneysac in einer anderen Liga zu spielen als Klaas Klever. Mac Moneysac wirft Dagobert vor, er habe sein Geld allein durch Glück und nicht durch Verstand und harte Arbeit gemacht. Das führt zu einer Wette zwischen den beiden – und dazu, dass Klaas Klever, der, vom Neid gepackt, die beiden verfolgt und beobachtet, Dagobert unfreiwillig zum Gewinn dieser Wette führt.
In Italien folgte 1967 noch eine Moneysac-Geschichte vom Team Martina/Carpi, Lob der Sparsamkeit (unter anderem in LTB 20 und Onkel Dagobert – Die Anthologie) und 1971 eine weitere von Pavese und Perego, Der Gold-Meteorit (DD 92). Danach geriet die Figur in Italien jedoch seltsamerweise in Vergessenheit und wurde von Klaas Klever verdrängt. Auch in Brasilien gab es 1974 mit einer kurzen auf Deutsch noch unveröffentlichten Geschichte einen Versuch, die Figur einzuführen – daraufhin wurde Moneysac dort nur noch ein Mal verwendet. Nach längerer Abwesenheit des Charakters in den Comics sorgte ab 1979 die dänische Comic-Schmiede Egmont für seine Wiederbelebung, vorwiegend mit Comics aus der Zeichenfeder Vicars (lange Abenteuer) oder Brancas (kürzere Geschichten). Dabei bürgerte man Mac Moneysac allerdings in Entenhausen ein, denn seine frühere Heimat Südafrika bot zur Zeit der Apartheid Konfliktpotential, zumal Mac Moneysac das Bild des ausbeuterischen Buren verkörperte.

1987 griff Don Rosa die Figur auf, in dessen erstem Disney-Comic Der Sohn der Sonne Dagobert und Moneysac (hier wieder, wie bei Barks, in Südafrika beheimatet) nach dem Gold der Inkas jagen. In Zurück ins Land der viereckigen Eier versuchen die beiden, an die Vermarktungsrechte für viereckige Eier aus Im Land der viereckigen Eier zu kommen, und in Die Insel am Rande der Zeit in den Besitz einer goldenen Insel mitten auf der Datumsgrenze. Der interessanteste Moneysac-Auftritt bei Rosa findet sich in Das Geheimnis von El Dorado: Hier verkleidet er sich nicht nur als bayerische Kellnerin und kolumbianische Nonne, sondern versucht zu allem Überfluss auch noch, die Ducks mit einem Felsbrocken aus dem Weg zu räumen. In Sein goldenes Jubiläum schließlich verbündet er sich mit den Panzerknackern und Gundel Gaukeley, zusammen bezwingen sie beinahe ihren gemeinsamen Feind Dagobert. Don Rosa ließ also die Figur wieder als Dagoberts Gegenspieler Nummer 1 wie er bei Barks verwendet wurde aufleben.

Mittlerweile hat Moneysac sich auch in den dänischen Comics eingebürgert und wird regelmäßig von den verschiedensten Autoren verwendet. Zu nennen wäre hier die kurze Egmont-Geschichte von Kari Korhonen mit dem Titel Vereint mit dem Feind, die in der MM-Doppelnummer 27/28/2017 sowie noch im selben Jahr in dem Band Schnabel um Schnabel erschien.[2] In Italien jedoch tut Moneysac sich schwer und wird abgesehen von Kooperationen mit Egmont sehr selten verwendet. Der erste nennenswerte Auftritt erfolgt erst 2013 mit dem Meisterwerk Alle gegen einen von Francesco Artibani und Alessandro Perina, in dem Moneysac sich wie bei Rosa mit anderen Gegnern Dagoberts verbündet, um Dagobert endlich anhand eines perfiden Plans zu besiegen, diesmal zusätzlich zu Gundel und den Panzerknackern sogar noch mit Klaas Klever. Diese Geschichte bietet zugleich einen seiner markantesten Auftritte, da er hier eindeutig als der skrupelloseste, perfideste und hinterhältigste aller Rivalen Dagoberts dargestellt wird. Das Künstlerduo Perina und Artibani lässt ihn dann schließlich auch 2017 in seinem nächsten Monumentalwerk, Ein gefährlicher Gegner (LTB 525) gegen Dagobert auftreten, diesmal alleine. Hier verstellt Moneysac sich und tut so, als wäre der bisherige Zwist mit seinem Konkurrenten vergessen – nur um den dann mit einem noch fieseren und skrupelloseren Plan auszubooten.
Zudem tritt Moneysac in einigen Teilen der Serien Die Legende des ersten Phantomias und dessen auf Deutsch noch unveröffentlichten Prequel Paperbridge von Marco Gervasio auf. Einen (un)sportlichen Wettkampf liefert sich Mac Moneysac mit den Geschäftsmännern Onkel Dagobert, Klaas Klever und Kuno Knäul in Das 100-Tore-Turnier (LTB Extra 7) von Marco Nucci und Donald Soffritti, in welcher er extra aus Südafrika anreist und das Fußballteam Stars ins Leben ruft.
In Der Kreuzer der Zwietracht (2025, LTB 606) kommt es zu einer schwerwiegenden Wette zwischen Mac Moneysac und Klaas Klever, an der Onkel Dagobert nicht ganz unbeteiligt ist. Moneysac, der kurzzeitig der reichste Mann der Welt geworden ist, muss binnen eines Monats erfolgreicher sein als Klaas Klever und setzt in Entenhausen alles daran, seinen Konkurrenten Klever auszustechen – doch am Ende triumphiert Onkel Dagobert.
Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mac Moneysac scheint aufgrund seines Namens und seines Aussehens (böse Zungen könnten sagen auch wegen seines Geizes) wie Dagobert schottischer Herkunft zu sein. Laut Don Rosas Der Schrecken von Transvaal wuchs er am Tafelberg in Südafrika auf. Als junger Mann war er dann in Südafrika unterwegs, allerdings kam er sehr schnell vom rechten Weg ab. Er wurde schnell als Diamantendieb bekannt. Als er schließlich dafür bestraft wurde, wurde er in letzter Sekunde von dem unwissenden Dagobert vor dem Tod bewahrt. Moneysac bedankt sich, indem er gleich auch noch Dagobert bestiehlt. Natürlich lässt der das nicht auf sich sitzen und rächt sich, worauf Moneysac im Gefängnis landet und selber schwört sich zu rächen. Doch die beiden hatten sich nie ihre Namen verraten und so verloren sie sich aus den Augen. Was Moneysac daraufhin treibt, ist nicht bekannt, doch man kann davon ausgehen, dass er auch nach seiner Freilassung weiter als Gauner sein Unwesen trieb. So wurde er dann nach und nach reich und mächtig. Die darauffolgenden Jahre werden teilweise in Marco Gervasios Serien Die Legende des ersten Phantomias und dessen auf Deutsch noch unveröffentlichten Prequel Paperbridge ergründet.
Schon diese Versionen von Rosa und Gervasio haben eine Diskrepanz zu Der zweitreichste Mann der Welt von Barks, denn in dieser Geschichte scheinen Moneysac und Dagobert sich zum ersten Mal zu begegnen. Doch während das hier noch halbwegs erklärbar ist, gibt es auch Geschichten über Moneysacs Jugend, die gar nicht mit Barks zusammenpassen: So erfährt man in Nur ein Glas Wasser (Mickyvision 9/1991) von Tom Anderson und José Cardona Blasi von einer gemeinsamen Männerfreundschaft der beiden in ihrer Jugend, die während einer Schatzsuche an der Gier der beiden zerbrach, während in Der zweitreichste Mann der Welt (MM 12/1995, natürlich nicht das) von Paul Halas und Vicar von einer gemeinsamen Jugendliebe Dagoberts und Moneysacs, der beide die Ehe und die Hälfte ihres Vermögens versprochen hatten, erzählt wird. Wie bei den meisten Disney-Figuren gibt es hier also einige Diskrepanzen zwischen den verschiedenen Versionen der verschiedenen Autoren.
In der Geschichte „Duell auf dem Golfplatz“, die ein Tribut für Carl Barks ist, haben Dagobert Duck und Moneysac einen gemeinsamen Vorfahren, Percy MacPut, und duellieren sich um das Erbe.
Mac Moneysac(k) in den DuckTales[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Serie DuckTales wurde Mac Moneysac in seiner Rolle umfunktioniert und seine Eigenschaften teilweise mit denen Klaas Klevers vermischt: Hier wirkt er verschwenderischer und hat seinen Geldspeicher in Entenhausen stehen. Dazu passend änderte sich auch die Schreibweise seines Namens zu „Mac Moneysack“. Außerdem trägt er in der TV-Serie einen Schottenrock sowie einen eckigen Zwicker und leidet unter einer Halbglatze. Sein Seriendebüt gab er im zweiten Teil des Pilotfilms „DuckTales auf Schatzsuche“, in dem Dagobert Duck und seine Neffen eine Karte zu einem versunkenen Schatz finden. Moneysack verbündet sich mit einem Bösewicht namens El Capitan, um Dagobert aufzuhalten und den Schatz für sich zu gewinnen.
Er taucht in vielen weiteren Folgen auf und kämpft gegen Dagobert Duck. Zu seinen bösen Taten gehört es, Dagobert des Diebstahls zu beschuldigen und ihn verhaften zu lassen, Dagobert durch die Macht eines Geistes auf eine abgelegene Insel zu verbannen und sogar Dagoberts eigene Mitarbeiter für ihn arbeiten zu lassen. Er erhielt auch Klaas Klevers Angewohnheit, seinen Hut zu essen, wenn er von Dagobert besiegt wird.
Eine weitere episodenübergreifende Handlung ist der Kampf von Dagobert und Moneysack um den Titel der reichsten Ente der Welt. Hintergrund des Ganzen ist, dass der Kaiser von Makaronien Früchte entdeckt hat, die wie Glühbirnen leuchten. Dem Kaiser ist klar, dass er auf einer Goldgrube sitzt, die sein Land reich machen würde. Allerdings fehlt ihm das geschäftliche Wissen, um die Früchte auf den Markt zu bringen, und so wendet er sich an Dagobert Duck und Mac Moneysack. Weil nur die reichste Ente der Welt die Früchte verkaufen kann, richtet der Kaiser einen Wettbewerb aus. Beide Kontrahenten sollen ihr Barvermögen wiegen, um so festzustellen, wer reicher ist. Der Gewinner würde den Zuschlag für den Verkauf der Leuchtfrüchte bekommen. Moneysack setzt alles dran, um als Gewinner aus dem Wettstreit hervorzugehen. Er verbündet sich sogar mit den Panzerknackern, mit dem Wissen, dass, sollte Dagobert auch nur ein Gramm seines Vermögens verlieren, Moneysack als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgehen würde.
Das veränderte Erscheinungsbild wirkte sich auch auf die Comicauftritte der Figur aus, und zwar auch auf solche, die nicht unter dem Label DuckTales erschienen. So fertigte Romano Scarpa 1992 mit Die Jagd auf Karte Nr. 1 (LTB 177) einen Werbe-Comic für Euro-Disney Paris an, in dem der Mac Moneysack der DuckTales zu sehen ist.
2017 wurden neue DuckTales-Folgen produziert, in denen Moneysack wiederum ein völlig neues Aussehen bekam.
Verwandtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Verwandtschaft von Mac Moneysac ist einiges bekannt, allerdings treten seine Familienmitglieder nur sehr selten auf. Am bekanntesten ist sein fauler Neffe Marc Moneysac, der Auftritte in den deutschen Publikationen MMC 20, MMC 67, MM 44/2007, MM 34/2015 hatte. Obwohl Marc nicht dumm ist und ziemlich genau weiß, wie man andere für sich arbeiten lassen kann, hat er kein Interesse daran, in die Fußstapfen seines reichen Onkels zu treten und dessen weltumspannedes Finanzimperium zu übernehmen. In diesem Sinne ähnelt er Onkel Dagoebrts Neffen Donald Duck, sodass Onkel Dagobert und Mac Moneysac durchaus die gleichen Sorgen mit ihrne Neffen haben.
Mac Moneysacs Großvater taucht in der abenteuerlichen Zeitreise-Geschichte Besonnte Vergangenheit (1981, u. a. DDSH 335) aus der Feder von [Daniel Branca]] auf. Darin reist Onkel Dagobert mit einer Zeitmaschine von Daniel Düsentrieb zusammen mit seinen Neffen in die Vergangenheit, um im viktorianischen London des Jahres 1870 billig ein Gemälde zu erwerben, das einige Jahrzehnte später ein echtes Vermögen wert ist. Als die Ducks des Diebstahls an dem Gemälde beschuldigt werden und hinter Gittern landen, erhalten sie Hilfe von dem greisen Kutscher Zac Moneysac, der als anständiger und braver Bürger gilt. Obwohl am Ende die Zeitdrängt, feilscht Onkel Dagobert mit Zac Moneysac um geringfügiges Wechselgeld und vergisst deswegen glatt das Gemälde in der Droschke des Kutschenfahrers.

Auf den weiteren Werdegang von Zac Moneysac wird interessanterweise in Schatten der Vergangenheit (2015, MM 34/2015) von Lars Jensen und Marco Rota Bezug genommen. In dieser Jubiläumsgeschichte, die einige Bezüge zu den rivalisierenden Wettkämpfen zwischen Mac Moneysac und Onkel Dagobert enthält, wird der zweitreichste Mann der Welt von einer neugierigen Reporterin interviewt. Schließlich öffnet Mac Moneysac sein Familienalbum und zeigt Fotos der Verwandten. Er erzählt, dass sein Großvater Zac Moneysac von einfältigen Polizisten in London für den Dieb eines Gemäldes gehalten wurde, obwohl Zac unschuldig war. Nach einem zähen Gerichtsverfahren freigesprochen und von der langen Untersuchungshaft mürbe geworden, litt Zac Moneysacs als guter Kutscher so sehr, dass er sich zusammen mit seinem Sohn Gac Moneysac auf den Weg zum Hafen machte, um ein Schiff Richtung Südafrika zu besteigen.
Am sülichsten Zipfel des Schwarzen Kontinents angekommen eröffnete Großvater Zac ein gut besuchtes Gasthaus, in dem sich aber auch Gesindel herumtrieb und unter Beteiligung von Gac Moneysac illegale Wetten abschloss. Die kriminelle Konkurrenz des Wettbüros steckte das Gasthaus eines Nachts in Brand und raubte den Moneysacs sämtliches Habe. Der verbitterte Gac Moneysac, der gegen die bestochene Polizei nichts auszurichten vermochte, kratzte seine letzten Kreuzer zusammen und pachtete ein Stück Land mit einem Bauernhof, wo er hart auf dem Feld arbeitete. Der kleine Mac Moneysac beobachtete seinen Vater bei dieser Arbeit und beschloss, eines Tages um die Welt zu reisen, um selbst auf deutlich einfacherem Wege zu Reichtum zu kommen.

Eine schwarz-weiße Fotografie, die den Buben Mac Moneysac in den Armen seiner armen Mutter zeigt, behält der betrügerische Fantastilliardär lieber im Verborgenen. Er schämt sich dafür, den Pfad der Tugend verlassen zu haben und hofft insgeheim, dass seine Mutter ihm eines Tages verzeigen kann, wenn er endlich selbst der reichste Mann der Welt geworden ist. Diese Jubiläumsgeschichte legt nahe, dass sich das Schicksal der Moneysac-Familie auf die unheilvolle von Onkel Dagobert zurückzuführen ist, der den Ruf von Zac Moneysac zerstörte und damit den Niedergang des Clans besiegelte. In diesem Sinne rführt Mac Moneysac einen Rachefeldzug gegen die Ducks, um die Schmach seiner Ahnen zu rächen.
In der Geschichte Auf der Flucht (2009, u. a. MMTB 19) von Paul Halas und Carlos Mota arbeitet Mac Moneysac mit seinem texanischen Vetter zusammen, der als Bürgermeister Moneysac von Tölpeldorf bekannt ist und ebenfalls gegen Onkel Dagobert intrigiert.
Mac Moneysac in anderen Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Chinesisch: 葛罗姆哥德
- Dänisch: Guld-Iver Flintesten
- Englisch: Flintheart Glomgold
- Finnisch: Kulta-Into Pii
- Französisch: Archibald Gripsou
- Griechisch: Σκληρόκαρδος Χρυσοκούκης (Sklirokardos Chrisokukis)
- Indonesisch: Gover Bebek
- Italienisch: Cuordipietra Famedoro
- Niederländisch: Govert Goudglans
- Norwegisch: Gulbrand Gråstein, früher Flintbjart Gromgull
- Polnisch: Granit Forsant
- Schwedisch: Guld-Ivar Flinthjärta
- Spanisch: Gilberto Oro, teilweise auch Doroteo Empedernido oder Mac Money
- mexikanisches Spanisch: Flint Macnate, Titus Bondi
- Brazilian-Portuguese: Pão-Duro MacMônei, früher Arsênio MacMônei
- Tschechisch: Hamoun Držgrešle
Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Auch im Deutschen hat Mac Moneysac, dank unterschiedlicher Übersetzer, einige weitere Namen:
- Bogumil Barrengold in der Fuchs-Erstübersetzung von Heia Safari
- Steinerz Goldunger bzw. Lude Goldstein in den umstrittenen Übersetzungen von Peter O. Chotjewitz in den Melzer-Bänden Ich Onkel Dagobert
- Guido Gütermann in einer Übersetzung von Gudrun Penndorf (LTB 20)
- Oft wurde er aber auch von Übersetzern, darunter Frau Fuchs bei der ersten Egmont-Geschichte, mit Klaas Klever verwechselt.
Literatur (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Der zweitreichste Mann der Welt, Carl Barks
- Der reichste Mann der Welt, Carl Barks
- Heia Safari, Carl Barks
- Klub der Milliardäre, Osvaldo Pavese & Giuseppe Perego, LTB 341 & LTB Sonderedition 2/2012
- Lob der Sparsamkeit, Guido Martina & Giovan Battista Carpi, LTB 20, LTB Enten-Edition 30 & Onkel Dagobert – Die Anthologie
- Seltene Beeren, Werner Wejp-Olsen, Tom Anderson & Vicar, MM 51/1979–1/1980.
- Besonnte Vergangenheit, Werner Wejp-Olsen, Tom Anderson & Daniel Branca, MM 42/1981 & DDSH 335
- Marken und Moneten, Joel Katz, Tom Anderson & Daniel Branca, MM 19–21/1982
- Der Sohn der Sonne, Don Rosa
- Zurück ins Land der viereckigen Eier, Don Rosa
- Nur ein Glas Wasser, Tom Anderson & José Cardona Blasi, Mickyvision 9/1991
- Die Jagd auf Karte Nummer eins, Romano Scarpa & Lucio Michieli, LTB 177, LTB Spezial 50 & LTB Fan Edition 5
- Der Schrecken von Transvaal, Don Rosa
- Der zweitreichste Mann der Welt, Paul Halas & Vicar, MM 12/1995.
- Sein goldenes Jubiläum, Don Rosa
- Das Geheimnis von El Dorado, Don Rosa
- Alle gegen einen, Francesco Artibani & Alessandro Perina
- Ein gefährlicher Gegner, Francesco Artibani & Alessandro Perina, LTB 525
- Die Legende des ersten Phantomias, Marco Gervasio
- Paperbridge, Marco Gervasio
- Pianeta Paperone: Ein abgefahrenes Abenteuer, Vito Stabile & Marco Rota, LTB Sonderedition 2/2022
Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Moneysac im Inducks
- Steckbrief: Mac Moneysac von Disney Channel auf Youtube

- Mac Moneysac auf Lustiges-Taschenbuch.de
Einzelnachweis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ↑ 1,0 1,1 Geoffrey Blum: Onkel Dagoberts Doppelgänger. In: Barks Library Special Onkel Dagobert 11.
- ↑ „Vereint mit dem Feind“ im Inducks