Das Haus der sieben Gespenster: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 16. Januar 2023, 18:14 Uhr

Das Haus der sieben Gespenster
Micky Maus in der Geistervilla; Micky Maus und die Geistervilla; In der Geistervilla; Das Haus der sieben Geister; Im Gespensterhaus; Micky Maus im Gespensterhaus
The Seven Ghosts
Erstveröffentlichung: 10.08.1936 – 28.11.1936
Entstehungsdatum: 1936
Storycode: YM 031
Story: Ted Osborne
Zeichnungen: Floyd Gottfredson
Tusche:

Ted Thwaites

Seiten: 96 Tagesstrips, 11 1/2 Seiten in Ich Micky Maus 2, 65 Seiten in LTB Spezial 42 und Enthologien 27, 32 Seiten in der FGL
Deutsche Übersetzung: Michael Jurkat in der FGL
Deutsche Erstveröffentlichung: Ich Micky Maus2
Weiterführendes
Liste der Micky-Maus-Fortsetzungsgeschichten von Floyd Gottfredson
Infos zu Das Haus der sieben Gespenster beim I.N.D.U.C.K.S.
Micky Maus in der Fremdenlegion

"Das Haus der sieben Gespenster" (oder auch: Micky Maus in der Geistervilla; Micky Maus und die Geistervilla; In der Geistervilla; Das Haus der sieben Geister; Im Gespensterhaus; Micky Maus im Gespensterhaus) ist eine von Ted Osborne geschriebene, von Floyd Gottfredson vorgezeichnete und von Ted Thwaites reingezeichnete Comicgeschichte. Laut Inducks ist diese Geschichte die zweit-beliebteste Geschichte von Gottfredson nach Die Jagd nach dem Phantom.

Figuren

Handlung

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Kuh mit Kuhglocke (© Disney/Egmont Ehapa)

Alle Bürger aus Entenhausen werden in Schrecken versetzt, wenn sie das Wort „Gespenst“ hören. Micky ist darüber ziemlich verwundert. Als Micky auf Goofy trifft, wird er erst einmal seltsam begrüßt: Goofy hält Micky für ein Gespenst! Als Goofy Micky beweisen will, dass er ein Gespenst sein soll und ihm ordentlich ans Bein tritt, stellt Goofy fest, dass Micky doch „echt“ ist. Von Goofy erfährt Micky, dass sich im Haus von Colonel Bassett sieben Gespenster herumtreiben und Goofy sogar mit einem befreundet ist. Goofy findet das Gespenst sympathisch, obwohl es seit 400 Jahren tot ist. Micky will dieses Gespenst auch kennenlernen, daher kommt er in dieser Nacht mit zum Haus.

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Mickys erste Begegnung mit dem Gespenst (© Disney/Egmont Ehapa)

So treffen sie tatsächlich Goofys Freund aus dem Jenseits, welcher aber schon nach kurzer Zeit wieder gehen muss, da er sich noch mit seinen Freunden auf dem Friedhof treffen will. Am nächsten Morgen geht Micky zur Polizei und fragt, warum sie nichts dagegen unternehmen. Der Sergeant behauptet, dass Micky es sich nur eingebildet habe. Als Micky es beweisen will, behauptet der Sergeant, dass er letzte Nacht auch in der Villa gewesen sei und kein Gespenst gesehen habe. Während Micky auf der Polizeiwache ist, bringt ein anderer Polizist dem Sergeant seine Mütze und Pistole, die er gestern Nacht bei einem Sprung aus dem Fenster aus Colonel Bassetts Haus verloren hat. Dies verwundert Micky sehr. Micky beschließt daher, selbst mit Goofy zusammen eine Privatdetektei gründen, um den Vorkommnissen auf den Grund zu gehen. Als Donald gerade beim Aufbau des Detektivbüros vorbeikommt und fragt, ob Micky und Goofy ein Geschäft aufmachen wollen, antwortet Micky: "Nein, ein Detektivbüro! Aber wir stellen keine Angsthasen ein!" Diese Antwort bezieht sich auf das vorherige Geschehen in der Geschichte, als Micky das Wort "Gespenst" vor Donald aussprach und Donald ängstlich weglief. Doch Donald will unbedingt mitmachen, also erlaubt es Micky dann doch. Donald will wissen, gegen wen sie zuerst ermitteln wollen, und Micky antwortet, dass sie Colonel Bassets Haus von den Gespenstern säubern wollen. Nachdem das Detektivbüro aufgebaut wurde, werden sie sofort von Colonel Bassett angerufen. Anfangs muss dieser erst darüber lachen, dass Micky, Donald und Goofy die Gespenster vertreiben wollen, aber nachdem Micky sagt, dass er für den Geheimdienst gearbeitet habe, ein Mitarbeiter (Goofy) ein Gespenst persönlich kenne und der andere Assistent (Donald) auch furchtbar mutig wäre, wenn er in Bedrängnis wäre und ihr Honorar moderat sei, kommt Colonel Bassett schnell zum Detektivbüro und beauftragt die neuen Detektive. Am Abend suchen sie die Villa von Colonel Bassett auf und Micky beschließt mit seinen Freunden, die Gespenster zu vertreiben. Würden sie dies schaffen, dann würde Colonel Bassett ihnen 5000 Taler zahlen. So bereiten sie sich vor: Donald, der ängstlichste, nimmt die meisten Pistolen mit. Weil seine Diener aus Angst vor den Gespenstern geflüchtet sind, bedient Colonel Bassett Micky, Donald und Goofy ganz allein. Doch es zeigen sich schon Spuren der Gespenster: Als Colonel Bassett die drei bedient, gibt Donald seine Waffen ab, aber in ganz anderer Umgebung, wo sich Colonel Bassett gar momentan sich gar nicht befindet. So bekommt Donald Angst, während die anderen die Ruhe bewahren. Danach geht Bassett ins Bett. Er sagt, er gehe seit Jahren um 21:30 Uhr ins Bett und nicht einmal Gespenster können ihn davon abbringen Schließlich warten alle drei auf ein Zeichen der Gespenster. Plötzlich geht das Licht aus und ein Gespenst taucht auf. Dieses sagt, dass Niemand sie von hier vertreiben könne. Donald versteckt sich aus Angst unter einem Bärenfell. Als Micky dieses anhebt, behauptet Donald, er habe nur Fingerabdrücke gesucht. Dann verschwindet das Gespenst wieder und das Licht geht wieder an. Doch auf an der Stelle des Gespensts steht Colonel Bassett im Schlafanzug. Dieser konnte nicht einschlafen. Nachdem Bassett gegangen ist, suchen Donald, Micky und Goofy die Gespenster, indem sie sich aufteilen. Tatsächlich treffen die drei selbsternannten Detektive im weiteren Verlauf der Geschichte mehrfach auf die vermeintlichen Gespenster, dabei kommt es sogar zu Schusswechseln, bei denen aber keiner verletzt wird. Am Ende stellt sich heraus, dass die Gespenster tatsächlich Schmuggler sind, die ihre Schmuggelware in einer Höhle unter der Villa verstecken. Micky entlarvt sie, indem er sie mit Pfeffer aus einem Blasebalg anbläst, die „Gespenster“ niesen müssen und so ihre menschliche Natur verraten. Für den Fang der Schmugglerbande und damit der „Vertreibung der Gespenster“ erhalten Micky, Goofy und Donald von Colonel Bassett die versprochene Belohnung in Höhe von 5000 Talern, die sie untereinander aufteilen. Donald will alles Geld ausgeben und Goofy kauft sich davon einen neuen Anzug. Was Micky mit seinem Anteil macht, bleibt im Ungewissen. Die Geschichte endet damit, dass Goofy Micky und Minni erzählt, er wolle sich seinen Anzug für seine Hochzeit aufheben - falls er heiraten würde.

Trivia

  • Auf Inducks wurde diese Geschichte auf Platz 31 aller Disney-Geschichten positioniert und ist damit die zweitbeliebteste Geschichte von Gottfredson überhaupt.
Zeichnerische Parallelen: Oben: verschiedene Panels aus "Das Haus der sieben Gespenster", unten: verschiedene Panels aus "Horrifikland" (© Disney/Glénat)
  • Im Comic "Horrifikland" (erschienen in Disney Hommage 8) sind einige Parallelen zu diesem Comic zu erkennen:
  • Micky betreibt ebenfalls eine Privatdetektei mit Goofy und Donald.
  • Die Gespenster hinterlassen ebenfalls Fußspuren.
  • Micky, Donald und Goofy treten gemeinsam auf.
  • Die Gespenster sind auch Schmuggler.

Eine weitere Hommage an Gottfredson könnte sein, dass in dieser Geschichte Balduin Beutelschneider auftritt.

Charakterisierung

1.
Micky Maus

Micky Maus ist der Held der Geschichte und wird als schlau und mutig dargestellt. Er hat erstaunlich große, schwarze Augen ohne Umrandung. Gekleidet ist er im "klassischen" Outfit, also roter Hose, mit gelben Knöpfen und gelben Schuhen.

2.
Goofy

Goofy wird in dieser Geschichte als besonders dumm dargestellt. Hier ein Beispiel aus einem Dialog mit Micky:
  • Micky: … Was für ein Blödsinn! Unmöglich! Die sind doch verrückt, an so was zu glauben! (über die Bürger Entenhausens, die an Gespenster glauben)
  • Goofy: Ja, ich weiß! Das Gespenst hat dasselbe gesagt, als ich es ihm erzählte!

So findet Micky heraus, dass Goofy eines der angeblichen Gespenster kennt.

3.
Colonel Bassett

Colonel Bassett hatte in dieser Geschichte seinen Erstauftritt und wurde danach von anderen Künstlern wieder verwendet. Alle Geschichten mit Colonel Bassett (ausgenommen dieser Geschichte):

Er wird vor allem als zerstreut dargestellt. Er will immer ein Gentleman sein und ihm ist Höflichkeit sehr wichtig. Es bleibt unklar, welche Tierart die Grundlage seiner Figur ist.

4.
Donald Duck

Donald tritt in diesem Comic zwei Jahre nach seinem Erstauftritt in The Wise Little Hen in Erscheinung. Seinen Erstauftritt in einem Comic hatte er in Presse unter Druck. In "Das Haus der sieben Gespenster" war Donald schon weiterentwickelt: Er hatte keine schwarzen Füße und Beine mehr, sondern gelbe Füße und Beine, wie sie bis heute dargestellt werden. Außerdem zeigt Donald Charaktereigenschaften, die später immer wieder aufgegriffen wurden. Zum Beispiel fragt Micky Donald, als sie ihre Belohnung bekommen haben, was Donald mit dem Geld machen will und er antwortet mit: "Ich geb alles aus! Alles! Was für ein Spaß!". Donalds Eigenschaft sein Geld unmittelbar restlos für Konsumgüter auszugeben, wurde später in Die Kunst, Geld auszugeben sogar als Tugend dargestellt.

Galerie

Das Aquarell

Das Aquarell:(© Disney)

Im Juni 1980 malte Gottfredson ein Aquarell, welches den Titel "Micky Maus und die sieben Geister" trägt. Es wurde 1989 veröffentlicht und war das 16. Aquarell, das er malte.

Deutsche Veröffentlichungen

(Abdrucke von nur einem Strip oder gekürzte Versionen werden hier nicht berücksichtigt.)

Siehe auch

Weblinks

Die Geschichte im Inducks