Streik in den Disney-Studios 1941

Aus Duckipedia
Zur Navigation springen Zur Suche springen
„Disney Artists on strike.“ Foto vom 29. Mai 1941
„Disney Strike is still on!“ Ein Flyer der streikenden Screen Cartoonist’s Guild.

Beim Streik in den Disney-Studios 1941 handelt es sich um eine Arbeitsniederlegung gewerkschaftlich organisierter Studio-Trickfilmzeichner der Walt-Disney-Studios, welche von 29. Mai fast vier Monate lang bis zum 21. September 1941 andauerte.[1]

Als Grund des Streikes wurde die ungerechte Bezahlung und Behandlung in den Studios genannt, die damals nicht Teil einer Gewerkschaft waren. Walt Disney kündigte nach der fünften Streikwoche viele der streikenden Trickfilmzeichner. Schließlich wurde Walt Disney überzeugt, die Gewerkschaft Screen Cartoonist’s Guild (SCG) anzuerkennen und mit ihr einen Vertrag zu unterzeichnen, der neben anderen Zugeständnissen auch die Wiedereinstellung der gekündigten Trickfilmzeichner beinhaltete, sollten diese zurückkehren wollen.[1]

Dem Streik folgte die Good Will Tour und die Besetzung der Disney-Studios während des Zweiten Weltkriegs.

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem New Yorker Börsencrash im Oktober 1929 (dem „schwarzen Donnerstag“) begann die „Große Depression“ und somit die Weltwirtschaftskrise. Eine Spekulationsblase sorgte für den genannten Börsencrash, welcher dafür sorgte, dass die Banken in den USA weniger Kredite vergaben, die Konsumenten zögerlicher Geld ausgaben und durch den fehlenden Umsatz Unternehmen ihre Produktion drosseln und Arbeiter entlassen mussten. Bankanstürme destabilisierten das Bankensystem, was es noch schwieriger machte, an Kredite zu kommen. Eine Abwärtsspirale entstand. Vor der Wirtschaftskrise waren etwa neun Prozent der US-Amerikaner arbeitslos, durch die Krise stieg die Zahl auf 25 Prozent, also etwa 15 Millionen Menschen.[2] Franklin D. Roosevelt wies am 6. März 1933, zwei Tage nach seiner Amtsübernahme, alle Banken an, für vier Tage zu schließen (Bank Holiday), damit geprüft werden konnte, welche Banken durch staatliche Kreditvergabe gerettet werden konnten und welche für immer schließen mussten.[3] So wurde mit den Banken schließlich auch die Brücke zwischen den Investoren an der Wall Street und den großen Hollywood-Filmstudios gekappt und es kam in vielen Studios zu Gehaltskürzungen und Entlassungen. Es kam zu einer massiven gewerkschaftlichen Organisierung in Hollywood, zu Protesten, Streiken und weiteren Entlassungen.[4]

Die Disney-Studios schafften es dennoch, mit „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ 1937 einen internationalen Erfolg zu schaffen. Von den Gewinnen wurde ein neues Studio in Burbank gebaut und die nächsten Filme wurden in Angriff genommen. Doch bevor der zweite Disneyfilm „Pinocchio“ 1940 ins Kino kam, hatte Hitler Europa im September 1939 in den Krieg gestürzt und so den internationalen Markt zusammenbrechen lassen. „Pinocchio“ und „Fantasia“ verloren beide je etwa eine Million US-Dollar. Da die Cartoons nun mehr Geld einbrachten als die Kinofilme, konzentrierte sich die Zeichentrickproduktion wieder auf Cartoons. Um die Kredite abzubezahlen, musste das Studio an die Börse gehen. Die Bank of America empfahl bei weiteren Kreditverhandlungen, Mitarbeiter zu entlassen, um Kosten zu sparen, doch um Kündigungen zu vermeiden, steigerte Walt Disney stattdessen Überstunden und kürzte den Lohn.[f 1]

Gründung und Aufstieg der Screen Cartoonist’s Guild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hollywoods Trickfilmzeichner waren ursprünglich in der 1914 gegründeten Gewerkschaft International Alliance of Theatrical Stage Employees (IATSE) organisiert. Es kam zu vergeblichen Versuchen in Hollywood, eine eigene Gewerkschaft für Trickfilmzeichner zu gründen, unter anderem 1925 mit den Associated Animators von Bill Nolan und eine weitere Gewerkschaft 1932 von Grim Natwick, Shamus Culhane und Al Eugster. In New York sah es für die Gewerkschaften besser aus: Bill Littlejohn gründete zusammen mit Hicks Lokey, John McManus und Jim Tyer die Unemployed Artists Association (UAA), welche unter Roosevelt zur Commercial Artists and Designers Union (CADU) und danach zur Animated Motion Picture Worker’s Union (AMPWU) wurde, einer der beiden großen Gewerkschaften für Trickfilmzeichner.[4]

Die zweite Gewerkschaft für Trickfilmzeichner wurde 1938 nach dem Streik in den Fleischer-Studios im Jahr zuvor gegründet, die Screen Cartoonist’s Guild (SCG, zwischendurch auch Screen Cartoon Guild[f 2]). Bis 1941 konnte Herbert K. Sorrell, der Präsident der SCG, Verträge mit allen großen Trickfilmstudios bis auf die Walt Disney Studios und Leon Schlesinger Productions abschließen,[1] welche den Trickfilmzeichnern ein höheres und sicheres Gehalt sicherte.[4] 1941 wurde in Leon Schlesingers Studio gestreikt, weshalb er die Gewerkschafter ausschließen wollte. Nach sechs Tagen gab Schlesinger den Bitten der SCG nach und schloss mit ihnen einen Vertrag. Der Vorfall wurde der „Looney Tune Lockout“ genannt.[5] Bei der Unterzeichnung soll Schlesinger angeblich gefragt haben: „Was ist mit Disney?“ („What about Disney“)[6][7][fb 1] Die Disney-Studios wurden zum einzigen Filmstudio, welches keiner Gewerkschaft angehörte.[f 3]

Die Situation bei Disney vor dem Streik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Trickfilmzeichner der Walt Disney Studios konnten ohne Stechuhr arbeiten[8] und hatten mitunter die beste Bezahlung und die besten Arbeitsbedingungen der Branche,[1][7] doch die gute Bezahlung war ungleichmäßig verteilt und Überstunden sowie Sonntagsarbeit wurden zur Regel statt zur Ausnahme.[9][10]

20 Prozent des Profits der Cartoons wurden ursprünglich an die Angestellten ausgezahlt, doch diese Prämie wurde mit der Veröffentlichung von „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ nur ausgewählten Mitarbeitern zuteil.[1][f 4]

Die flache Hierarchie vor dem Erfolg von „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ wurde mit dem Umzug in die Burbanker Studios durch ein strenges Hierarchie-System ersetzt, bei dem die Angestellten nur Zugang zum Restaurant, zur Sporthalle und zum Dampfbad hatten, während die Cheftrickfilmzeichner und -autoren größere Büros[1][10] mit Zugang zu eigenen Parkplätzen, Kinoplätzen und dem Fitnessstudio des Studios namens „Penthouse Club“ bekamen.[9][11] Die einzelnen Abteilungen waren nun in je eigenen Gebäuden, deren Trennung von der Verwaltung streng überwacht wurde.[1] Walt Disneys Büro war nun auf einem ganz anderen Stockwerk im Produktionsflügel, was die Distanz zu den Mitarbeitern nur verstärkte.[12] Die einzigen Mitarbeiter, die Disney zu Gesicht bekamen, arbeiteten abends oder am Wochenende Überstunden, denn dann ging Disney um die leeren Tische umher, um zu sehen, was seine Mitarbeiter taten.[6]

Die Bezahlung der Studio-Mitarbeiter war unübersichtlich. Hochrangige Trickfilmzeichner wie Disneys Nine Old Men wurden sehr gut bezahlt, doch viele andere Mitarbeiter verdienten weniger, als sie an Arbeitslosengeld bekämen, darunter die ink and paint girls, Techniker und Einstiegs-Trickfilmzeichner.[12][10] Einige Trickfilmzeichner verdienten je nach Quelle bis zu 250,[13] bis zu 300[1] oder bis zu 500 US-Dollar[14] pro Woche, andere nur 12 bis 20 US-Dollar,[1] die ink and paint girls machten je nach Job unterschiedlich wenig Geld: Die Painter bekamen 16 US-Dollar und die Inker 16 US-Dollar die Woche.[9] In den ersten zwei Arbeitswochen wurden die neu eingestellten Mitarbeiter bei Disney nicht bezahlt, Ward Kimball war einer der wenigen Ausnahmen.[15] Bei Paramount bekam man für den Job des Painters 35 US-Dollar die Woche.[16] Ein Zwischenphasenzeichner verdiente bei Disney 22,50 US-Dollar die Woche, während er für dieselbe Arbeit in den Fleischer-Studios 28 US-Dollar bekäme.[17] Trickfilmzeichner Art Babbitt erlebte, wie ein ink and paint girl in Ohnmacht fiel, weil sie auf Mahlzeiten verzichtete, um mehr Geld für ihre Familie zu sparen. Gerüchte gingen herum, dass das Personal in der Story-, Design- und Werbe-Abteilung durch talentierte Frauen ersetzt würden, da reine Frauenabteilungen wie Ink And Paint ein niedrigeres Gehalt bekamen. Walt Disney dementierte diese Gerüchte in einer Rede im Februar 1941.[9][11][18] Disney zahlte, nachdem er ein Buch über Psychologie las, an Zeichner mit „außergewöhnlicher Leistung“ eine „Gehaltsanpassung“, zum Beispiel gab es für Gags und Innovationen einen Bonus oder Disney gab Aktien aus, was zusätzlich für Unmut und Neid unter den Mitarbeitern sorgte.[12] Diejenigen, die seiner Meinung nach seine Erwartungen nicht erfüllten, bekamen nichts, aber er sagte, wenn sie sich verbesserten, bekämen sie einen Bonus für den nächsten Cartoon oder Film.[19] Disney-Trickfilmzeichner Willis Pyle fasste es zusammen: „Es gab keine Logik und keinen Grund, warum die Jungs so bezahlt wurden. Es konnte sein, dass man neben einem Mann saß, der das Gleiche machte wie man selbst, und man bekam 20 Dollar mehr oder weniger pro Woche als er.“[e 1][1][13]

Disney sträubte sich davor, die Trickfilmzeichner in den jeweiligen Cartoons namentlich zu nennen, während es bei Filmen der Konkurrenz längst gang und gäbe war, die Verantwortlichen anzugeben. Ohne diese Angaben wurde es auch schwieriger für Trickfilmzeichner, sich anderswo um einen Job umzuschauen.[12] Wenn es öffentliche Preise und Anerkennung gab, wurden diese nur an Walt Disney vergeben. Als zum Beispiel der Cartoon „Die drei kleinen Schweinchen“ 1934 den Oscar für den besten Cartoon bekam, nahm Disney diesen an. Der für den Cartoon verantwortliche Regisseur Burton Gillett verließ noch im selben Jahr die Disney-Studios.[20]

Zudem sorgten die finanziellen Misserfolge von „Pinocchio“ und „Fantasia“ 1940 durch den Wegfall des europäischen Marks zu Entlassungen, welche ebenfalls für Unruhen unter Disneys Mitarbeitern sorgte.[1] Wie zuvor bei „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ wurde den Trickfilmzeichnern auch bei „Pinocchio“ ein Bonus versprochen, wenn der Film erfolgreich ist. Erfolg und Bonus blieben aus.[15] Die Studios versuchten die fehlenden Einnahmen der beiden Meisterwerke zu kompensieren, indem sie an Kinobesitzer appellierten, mehr von den Disney-Cartoons zu spielen.[v 1][v 2]

1937-1938: Bedrohung durch die International Alliance of Theatrical Stage Employees, Entstehung der Federation of Screen Cartoonists[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Willie Bioff, Repräsentant der International Alliance of Theatrical Stage Employees (IATSE)

Willie Bioff war ein Mitglied der Bande des Gangsters Al Capone und der Westküsten-Chef der bereits genannten Gewerkschaft International Alliance of Theatrical Stage Employees (IATSE). Die IATSE war 1937 Hollywoods größte und korrupteste Gewerkschaft und laut Branchenblatt Variety war es „ein offenes Geheimnis“, dass IATSE regelmäßig ganze Abteilungen eines Studios unter Vertrag nahm, um ihnen dann mit einem Streik zu drohen, sollten die Studios ihm nicht Schmiergeld zahlen.[f 1]

Trickfilmzeichner Art Babbitt wurde im Dezember 1937 von Dave Hilberman auf einen Artikel im „Time Magazine“ über Bioffs Methoden und seinen korrupten Einfluss auf die Filmindustrie aufmerksam gemacht. Von Bill Garity erfuhr Babbitt, dass eine IATSE-Gruppe bereits das Studio besuchte, und dass er der Gruppe besser zuvorkomme.[21][fb 2][f 5] Babbitt beriet sich mit Roy O. Disney, der ihn wiederum zu Disneys Disney-Vizepräsidenten und Chefjuristen Gunther Lessing schickte.[f 1] Zusammen mit Lessing gründete Babbitt eine vom Unternehmen gesponserte Gewerkschaft, die Federation of Screen Cartoonists (FSC),[22] welche laut Lessing genau ihren Zwecken diente. Babbitt lud zum ersten Treffen der Gewerkschaft 35 Kollegen ein, darunter Hal Adelquist, Norm Ferguson, Fred Moore, Woolie Reitherman und Frank Thomas. Zusammen mit Lessing erklärte er den Sinn der Gewerkschaft, die immer mehr an Mitgliedern gewann. Babbitt wurde zum Vorsitzenden gewählt.[21]

Um die Gefahr durch IATSE fürs Studio komplett auszuschließen, wandte sich Babbitt Anfang 1938 an das National Labor Relations Board (NLRB), wo ihm die Bedingungen genannt wurden, welche die FSC erfüllen muss, um vom NLRB als einzige Gewerkschaft der Disney-Studios anerkannt zu werden:

  • eine eigene Satzung
  • ein Präsident
  • ein gewählter Vorstand
  • Forderungskatalog
  • die Mitgliedschaft der Mehrheit der Disney-Mitarbeiter
  • Anerkennung des Unternehmens als alleinige Verhandlungsorganisation der Beschäftigten

Babbitt erfuhr, dass die FSC-Treffen außerhalb der Arbeitszeit und nicht auf dem Firmengrundstück stattfinden dürfen, weshalb er das erste rechtmäßige Treffen bei sich zuhause plante,[f 1] wo die vorher namenlose Gewerkschaftsgruppe auch erstmals ihren Namen wählten: Federation of Screen Cartoonists.[fb 3] Mit der Unterstützung des Anwalts Leonard Janofsky entwickelten sie ein Konzept. Beim ersten Treffen war auch Lessing eingeladen, doch als einer der Firmenleiter durfte er laut Janofsky nicht teilnehmen.[21] Die FSC lud zu einer Mitarbeiterversammlung ein, wo er Sinn und Satzung der Gewerkschaft erklärte. Babbitt wurde zum Präsidenten der FSC gewählt,[f 6] und zusammen erarbeiteten sie ein Programm, ihren Forderungskatalog, der auch im ersten Bulletin der FSC vom 7. März 1938 vorgestellt wurde:[e 2]

  1. Höhere Löhne für die unteren Gehaltsgruppen.
  2. Eine Vierzig-Stunden-Fünftage-Woche.
  3. Im Falle einer Entlassung eine Kündigungsfrist von zwei Wochen oder eine Vergütung von zwei Wochen für Personen, die länger als ein Jahr im Studio beschäftigt sind. Eine einwöchige Kündigungsfrist oder eine einwöchige Vergütung für Personen, die weniger als ein Jahr beschäftigt sind.
  4. Die Verhinderung einer Untersuchung von außen, sei es durch die Produzentenvereinigung, die IATSE oder andere, die in die Rechte des Arbeitnehmers eingreifen.
  5. Eine festgelegte Ausbildungszeit, die je nach Bedarf der verschiedenen Abteilungen variiert.
  6. Das Check-off-System, abhängig von der Zustimmung unserer Mitglieder. Hierbei handelt es sich um eine Vereinbarung mit dem Studio, wonach die Mitgliedsbeiträge vom Gehalt unserer Mitglieder abgezogen und der Federation of Screen Cartoonists gutgeschrieben würden. Diese Methode würde unser derzeitiges Sammelsystem überflüssig machen.
  7. Das Recht, die Anschlagtafeln der Firma für die Veröffentlichung von Mitteilungen über unsere Federation zu nutzen.
  8. Anerkennung eines Beschwerdeausschusses durch den Arbeitgeber, der Ungerechtigkeiten, die unsere Mitglieder erlitten haben, anhören, beurteilen und korrigieren kann.

Babbitt hoffte, mit der FSC den Versuch des berüchtigten Mafia-Mitglieds Willie Bioff, die IATSE als Mehrheits-Gewerkschaft in den Studios zu etablieren, zu verhindern.[9] Am 31. Januar 1938 stellte sich die FSC mit ihren Forderungen Disney gegenüber in einem Brief vor, in dem sie erklärt, mit 550 Mitgliedern die Mehrheit der Mitarbeiter darzustellen und deshalb als als alleinige Verhandlungsorganisation der Mitarbeiter des Unternehmens anerkannt zu werden. Zwei Tage später bekamen sie eine Antwort, in der sich das Unternehmen auf die Zusammenarbeit freue, aber gleichzeitig auf eine andere Gewerkschaftsgruppe hinwies, welche von sich behauptet, die Mehrheit der Mitarbeiter zu repräsentieren: IATSE. Die beiden Gewerkschaftsgruppen sollen dies mit dem NLRB klären. Babbitt schrieb am 11. Februar im Namen der FSC dem NLRB, die am 16. bereits antwortete und um Geduld bei der Bearbeitung bat.[fb 3]

Nach der IATSE und der FSC wandte sich auch die SCG erstmals an das Unternehmen. Da sowohl die SCG als auch die FSC das gemeinsame Ziel haben, IATSE aus dem Unternehmen zu lassen, beschlossen sie bei einem Treffen am 18. Februar 1938 eine Kooperation.[fb 3]

Am 7. September wurde Willie Bioff angeklagt, dass er 1936 Bestechungsgelder vom 20th-Century-Fox-Mogul Joseph Schenck annahm. Bioff trat von seinem Posten als Repräsentant von IATSE zurück und zog vorerst zurück nach New York.[fb 4] Seitdem folgten auch Klagen wegen Steuerhinterziehung, was seinerzeit auch Mafia-Boss Al Capone zum Verhängnis wurde.[fb 5]

Am 21. September war es endlich soweit, das NLRB lud die drei Gewerkschaften IATSE, FSC und SCG für eine Anhörung am 24. Oktober ein. Janofsky und Babbitt repräsentierten die FSC, welche 588 Mitglieder vorweisen konnte. Von den 675 Mitarbeitern der Disney-Studios zu der Zeit arbeiteten 602 in der Trickfilm-Abteilung. Die SCG hielt sich an die Abmachung mit der FSC und kamen nicht zur Anhörung.[fb 4]

1939-1940: Das Ende der Federation of Screen Cartoonists[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Solange die FSC nicht vom NLRB anerkannt war, wurden dessen Forderungen vom Studio ignoriert. Die FSC hatte bis auf seine Vereinbarung mit der SCG keine Verbindungen zu anderen Gewerkschaften[22] und Babbitt war trotz seiner hohen Stellung in der FSC frustriert, dass er die geplanten Veränderungen nicht bewirken konnte.[1]

Erst am 25. Juli 1939 verschickte das NLRB seine Entscheidung an die Disney-Studios. Da die IATSE nicht nachweisen konnte, dass Disney-Mitarbeiter darin Mitglieder sind, wurde die FSC zur einzigen Gewerkschaft der Disney-Studios ernannt.[f 1] Ende September gab Babbitt seinen Posten als Präsident der FSC an Bill Roberts ab und wurde dessen Vize-Präsident.[fb 6][f 6]

Ein Treffen des Verhandlungsausschusses der FSC mit Roy O. Disney fand im Oktober statt, bei dem ein Vertrag ausgehandelt werden sollte. Von der FSC geplant war eine kleine Lohnerhöhung für die „Ink And Paint“-Abteilung, welche mit 16 bis 18 US-Dollar pro Woche zu den am schlechtesten bezahlten in der Branche gehörten. Roy Disney hörte sich die Vorschläge an, erwiderte aber kopfschüttelnd, er habe „keine Verwendung für Gewerkschaften“.[f 1]

Der vom National Labor Relations Board als einzige Gewerkschaft der Disney-Studios gewählte FSC waren ohne Vertrag die Hände gebunden.[f 1] Der Verhandlungsausschuss des FSC beriet sich, sie könnten Roy Disney eine Frist bis zum Unterzeichnen geben, ab der sie sich dann beim NLRB beschweren, sie könnten aber auch die FSC schließen. Stattdessen beschlossen sie, abzuwarten, damit die Disneys ihren Fehler einsehen können.[fb 6] Ein weiterer Vertrag, den die FSC nach dem Umzug in die Studios in Burbank ausarbeitete, wurde ebenfalls ignoriert. Zuletzt stimmten sie dafür, die Studioleitung nicht unter Druck zu setzen, und die Versammlungen der FSC wurden seltener.[fb 7]

Gunther Lessing, Disneys Anwalt und Vize-Präsident des Unternehmens

Am 25. März 1940 streikten Disneys Betreiber der Studio-Klimaanlage, bald darauf sollte sich die FSC die Kameramänner vertrösten, die mehr Lohn fordern. Von Mai bis Juni begannen die Kündigungen hunderter Mitarbeiter. Weitere Kündigungen konnte Disney nur durch Lohnkürzungen vermeiden.[fb 7] Im August 1940 fand Babbitt heraus, dass sein Assistent-Trickfilmzeichner nur 25 US-Dollar die Woche bekommt, was dem Gehalt eines Zwischenphasenzeichners entspricht. In einem Interview von 1984 erzählt Babbitt die Situation wie folgt:

„Ich hatte versucht, meinem Assistenten Bill Hurtz eine Gehaltserhöhung von zweieinhalb Dollar zu verschaffen, und da brach die Hölle los. Ich ging zu allen möglichen Chefs und Verantwortlichen und so weiter, bis ich schließlich bei Disney landete. Ich rief ihn an und fragte: ‚Wie kommt es, dass dieser Assistent keine Gehaltserhöhung von zweieinhalb Dollar bekommen kann?‘ Und da sagte Disney dann: ‚Du und deine kommunistischen Freunde, ihr habt doch keine Ahnung, was in der restlichen Welt vor sich geht‘, weißt du, und: ‚Wenn er es wert wäre, würde er sie bekommen.‘ Und er sagte: ‚Deshalb mag dich niemand.‘ Das hat mich getroffen.“[e 3][23][24][25]

Mit seiner Forderung um mehr Gehalt für Hurtz heizte Babbitt die gespannte Situation noch mehr an.[15]

Anfang September holte Lessing den FSC-Vorstand wieder in sein Büro, denn die Kameramänner waren nun größtenteils bei IATSE. Lessing plante, den Vorstand mit gefälschten Zahlen geplanter Lohnerhöhungen zu den Kameramännern zu schicken, während Lessing sie mit anderen, weniger kostspieligen Arbeiten beauftragt[fb 8] oder sogar kündigt.[f 7][26] Babbitt weigerte sich: „Wenn du ihnen das antust, werde ich das persönlich der IATSE melden, denn wenn du in der Lage bist, diesen Männern so etwas anzutun, nur weil sie der IATSE beigetreten sind, bist du in der Lage, das jedem von uns anzutun.“[e 4][fb 8] Die FSC entpuppte sich für dessen Vorstand als eine gelbe Gewerkschaft, die von einem Firmenmitarbeiter statt einem unabhängigen Dritten geleitet wird, die Firma finanziell und moralisch unterstützt und deshalb nicht alle Möglichkeiten einer Gewerkschaft ausnutzt.[27] In diesem Fall war sie vom Disney-Vizepräsidenten Lessing mitgegründet, um neben der Bedrohung durch IATSE auch die Gründung einer legitimen Gewerkschaft zu unterbinden.[9] Die Forderungen der FSC an das Studio würden nie erfüllt werden.[f 7] Bei einem späteren Treffen des FSCs am selben Tag beschloss der Vorstand, die FSC zu schließen.[f 1][fb 8] Später im September wandte sich Herbert Sorrell an Dave Hilberman, der daraufhin SCG-Mitgliederkarten unter seinen Kollegen verteilte.[fb 9]

Am 11. Dezember 1940 riefen Walt Disney und Gunther Lessing das ehemalige Verhandlungsausschuss der Federation of Screen Cartoonists (FSC) wieder zusammen, bestehend aus Babbitt und vier anderen Mitarbeitern. Disney präsentierte ihnen ein Schreiben der Screen Cartoonist’s Guild (SCG) mit der Behauptung, dass die SCG die Mehrheit der Disney-Mitarbeiter vertrete und dass Disney deshalb bei einem persönlichen Treffen einen Vertrag der SCG unterschreiben solle.[f 1] (Nach heute vorliegenden Beweisen entsprach die Zählung tatsächlich der Mehrheit der Disney-Mitarbeiter.) Nachdem Walt Disney die SCG seit der Gründung der FSC ablehnte, wollte er sich laut Babbitts späterer Zusammenfassung nicht die Blöße geben, nun doch nachzugeben und die SCG als Gewerkschaft der Disney-Studios anzuerkennen.[fb 9] Die fünf vom FSC-Verhandlungsausschuss sollen die FSC wiederbeleben und populärer unter den Mitarbeitern machen, um „die Sache zu beenden“.[f 1] Babbitt berichtete, dass FSC-Anwalt Leonard Janofsky sich weigere, seine Arbeit in der gelben Gewerkschaft FSC fortzusetzen. Nach Beendung des Treffens wurde Disney empfohlen, Gewerkschaften nicht mehr mit seinen Mitarbeitern zu besprechen. Diese Empfehlung kam wahrscheinlich von Lessing, der die Kommunikation in den folgenden Monaten übernahm.[fb 9]

Die Screen Cartoonist’s Guild und das zweite Leben der Federation of Screen Cartoonists[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im nach dem Treffen mit Disney folgenden Treffen des FSC-Verhandlungsausschusses nannte Babbitt Disneys Bestreben, die FSC zu verwenden, damit die Disney-Studios nicht Teil der legitimen Gewerkschaft SCG wird, einen schmutzigen Trick. Einer der Hauptziele zur Gründung war es, die Bedrohung durch Bioff und „seiner“ Gewerkschaft IATSE zu bekämpfen. Obwohl für die Schließung der FSC gestimmt wurde, beschloss Bill Roberts im Alleingang, selbst einen neuen FSC-Anwalt zu suchen und rief am 16. Dezember ein neues FSC-Treffen ein, bei dem erneut die Zukunft der FSC besprochen wurde.[fb 9]

Herbert Sorrell, der Präsident der Screen Cartoonist’s Guild (SCG)

Die SCG wandte sich mit Flugblättern an Disney-Mitarbeiter und bot ab dem 16. Januar 1941 regelmäßige Informationsveranstaltungen im nahe gelegenen Hollywood Knickerbocker Hotel an,[f 6] bei der sich SCG-Präsident Sorrell die Beschwerden der Disney-Mitarbeiter anhören konnte.[1] SCG-Anwalt George E. Bodle kontaktierte schon vorher das National Labor Relations Board mit der Petition, die Disney-Zeichner repräsentieren zu können.[v 3] Nach eigenen Zählungen zu den Treffen hatte die SCG bereits die Mehrheit der Disney-Mitarbeiter.[fb 10] Carl Barks, der bei einem dieser Informationsveranstaltungen beisaß, zeigte sich verwundert über Melvin Douglas’ Aufforderung, dass die USA sich in den Krieg in Europa einmischen sollte, was nichts mit der Arbeit in den Studios zu tun habe.[8] Erst mit dem Angriff auf Pearl Harbor im Dezember 1941 mischte sich USA in den Zweiten Weltkrieg ein.[28]

In „The Story of Walt Disney“ von Diane Disney vereinfachte Walt Disney die damalige Situation zu zwei Gewerkschaften, die um seine Mitarbeiter buhlten:

„Im Sommer 1941 kam es im Disney-Studio zu einem Streik. Ich möchte [Walt Disney] dazu wörtlich zitieren, da er mittendrin steckte. ‚Zwei Gruppen von Künstlern konkurrierten in Hollywood als Gewerkschaftsorganisatoren‘, erzählte er mir. ‚Eine Gruppe behauptete, sie hätten die Mehrheit meiner Künstler unter Vertrag genommen, aber die Künstler in unserem Studio, die zur anderen Gruppe gehörten, sagten: Glaub ihm nicht, Walt. Mach eine Umfrage; wir zeigen dir, wer die Mehrheit hat.
Es gab einige, die sich nicht entscheiden konnten, also unterschrieben sie bei beiden Seiten.‘“[e 5][29]

Eine der Kriterien des NLRB war schließlich, die Mehrheit der Mitarbeiter zu repräsentieren.

Es war leicht, sich bei einer Gewerkschaft anzumelden, aber das machte es auch schwer nachzuverfolgen. Um ein Mitglied zu werden, musste man ein Formular unterschreiben und mit einem Datum versehen. Die Gewerkschaft behielt dieses Formular. Überlegte es sich ein Mitglied anders und wollte sich lieber bei einer anderen Gewerkschaft anmelden, war es ebenfalls leicht: Er musste dort nur ein Formular unterschreiben und mit einem Datum versehen. Das vorherige Formular mit dem älteren Datum wurde somit ungültig.[f 8]

Die geforderte Zählung der Mitglieder der FSC und SCG, um die Mehrheit zu ermitteln, wurde Ende Januar 1941 von Sorrell widerrufen. Er erfuhr von Babbitt, dass es sich bei der FSC um eine gelbe Gewerkschaft handele und nannte diese somit illegitim.[fb 10] Die SCG reichte Anfang Februar eine Beschwerde wegen unlauteren Arbeitspraktiken der Disney-Studios beim National Labor Relations Board ein, da die dortige Gewerkschaft FSC eine gelbe Gewerkschaft wäre. Sollte diese nicht aufgelöst werden, würden die Filme und Cartoons der Studios auf der unfair list landen, gegen deren Ausstrahlung vor den Kinos protestiert wird.[v 4] Die von Sorrell geforderten Nachforschungen sorgten dafür, dass er in der Presse als Kommunist bezeichnet wurde. Lessing pochte indes darauf, dass die FSC die von der NLRB offiziell bestätigte Gewerkschaft der Disney-Studios wäre.[fb 10]

Walt Disney versammelte am 10. und 11. Februar 1941 alle seine 1.200 Mitarbeiter im Auditorium zu einer Rede:

„In den 20 Jahren, die ich in diesem Geschäft verbracht habe, habe ich viele Stürme überstanden. Es war alles andere als ein leichter Weg. Es erforderte eine Menge Arbeit, Kampf, Entschlossenheit, Kompetenz, Vertrauen und vor allem Selbstlosigkeit. Manche Leute denken, dass es bei uns einen Klassenunterschied gibt. Sie fragen sich, warum manche Menschen bessere Plätze im Theater bekommen als andere. Sie fragen sich, warum manche Männer einen Parkplatz bekommen und andere nicht. Ich war immer der Meinung und werde immer der Meinung sein, dass die Männer, die am meisten zur Organisation beitragen, allein schon aus Respekt einige Privilegien genießen sollten. Meine erste Empfehlung an Sie alle lautet: Kehrt vor eurer eigenen Haustür, ihr können nichts erreichen, wenn ihr herumsitzt und darauf wartet, dass man euch alles sagt. Wenn ihr nicht so vorankommt, wie ihr solltet, dann tut etwas dagegen, anstatt zu meckern und zu knurren.“[e 6][1][30][7][18]

Disney versprach, sein eigenes Gehalt um 75% zu kürzen, forderte seine Mitarbeiter aber auch auf, dasselbe mit ihrem eigenen Gehalt zu tun.[11]

Walt Disneys Rede polarisierte seine Mitarbeiter und sorgte für weitere SCG-Mitgliedschaften.[1]

Streik-Ausweis der Screen Cartoon Guild, Local 852.

Viele unzufriedene Trickfilmzeichner traten daraufhin der SCG bei, darunter auch FSC-Vizepräsident Art Babbitt.[1][f 1][fb 10] Babbitt ging durch die Abteilungen der Disney-Studios, um neue Mitglieder der SCG zu werben. Als Hal Adelquist kritisierte, wie Babbitt Mitglieder wirbt, erinnerte Babbitt, wie der FSC-Vorstand bereits im Januar auf dieselbe Methode für die FSC warb.[f 8] Babbitt wurde am 25. Februar Gewerkschaftsführer von Screen Cartoonists Local 852, der Disney-Einheit der SCG,[v 5] und im März in den Vorsitz gewählt.[f 1][31][26] Hilbermann war unter Babbitt Sekretär der SCG-Gruppe.[f 9] Bill Melendez beschrieb Art Babbitt und Bill Tytla als die einzigen beiden leitenden Animatoren im Streik.[e 7][10] Während Babbitts Aufstieg in der SCG erreichten die Spannungen zwischen Walt Disney und Babbitt ihren Höhepunkt.[1]

Gemeinsam wurde auf den Informationsveranstaltungen eine gewerkschaftliche Organisation geplant.[1] Anders als die FSC hatte die SCG Verbindungen zu anderen Gewerkschaften wie der Brotherhood of Painters, Decorators, and Paperhangers of America (heute IUPAT).[31] Die erste an Lessing gesendete Forderung erfolgte am 26. Februar 1941, wenige Tage, nachdem dieser die monatlichen Gehaltserhöhungen der ink and paint girls erhöhte, aber das Einstiegsgehalt gleich ließ. In dem Brief beklagt SCG-Präsident Bill Littlejohn, dass die Disney-Studios nicht mit der SCG verhandelte und somit auf die Unfair-Listen gehöre. Es kam weiterhin zu keinen Verhandlungen mit der SCG.[fb 10][f 7]

Im März 1941 bekam Art Babbitt, Vorsitzender der SCG, nach einer Durststrecke neuer Animations-Aufträge die eher einfache Aufgabe, für „Dumbo“ die Clown-Silhouetten zu zeichnen, welche ihren Chef um eine Gehaltserhöhung bitten wollen.[fb 11] Im Film singen sie

„Oh, we’re gonna hit the big boss for a raise!
Yes, we’re gonna hit the big boss for a raise!
Oh, we’re gonna get more money
’cause we know that we’re funny
We’re gonna hit the big boss for a raise!“[32][33][34]

Die gängige Theorie, dass das Lied den Streik referiere und dabei die streikenden Mitarbeiter als Clowns dargestellt wurden,[1][f 4][35][14] entspricht aber nicht der Wahrheit. Als unter anderem Babbitt und Bernard Wolf Mitte März 1941 die Szene animierten. war noch keine Rede von einem Streik,[f 10] die Clowns entsprechen keinem Disney-Mitarbeiter. Dass Babbitt eine Szene über als Clowns dargestellte unzufriedene Mitarbeiter zeichnen soll, deren Animation unter seinem damals bewiesenen Können sind, wird von Animationshistoriker Jake S. Friedman aber als klare Provokation genannt.[fb 11]

Anfang März wurden nach mehrfacher Drohung der SCG die Disney-Studios auf die unfair list gesetzt.[v 6]

Ende März folgte ein weiteres Treffen von Sorrell im Namen der American Federation of Labor mit Lessing, um in den Disney-Studios eine legale Gewerkschaft einzusetzen.[v 7] Die IUPAT-Untergruppe Moving Pictures Painters Local empfahl den Disney-Zeichnern, einem relativ niedrigen Mindestlohn für eine 40-Stunden-Woche festzulegen, dafür aber bei den Überstunden mehr zu verlangen.[v 3] Seit dem 29. März wechselte das Disney-Studio infolgedessen auf 40-Stunden-5-Tage-Wochen, um den Unterschied von Mitarbeitern mit einer 40-Stunden-Woche und denen mit einer 44-Stunden-Woche zu entfernen. Ehemalige 44-Stunden-Mitarbeiter bemerkten dies durch eine Lohnkürzung von zehn bis fünfzehn Prozent. Einer der Ansichten zu dieser Änderung kam von den Gewerkschafts-Leitern, welche vermuteten, dass die Studios die Löhne kürzten, um bei Verhandlungen mit der SCG eine niedrigere Ausgangslage zu haben und so Geld zu sparen.[v 8] Am 15. April kam es beim National Labor Relations Board zum Verfahren gegen die Disney Studios wegen ihrer Leitung einer gelben Gewerkschaft.[v 9] Die Verhandlungen von Sorrell im Namen der American Federation of Labor mit Lessing am selben Tag ließen Gewerkschaftsmitglieder mit dem Gefühl zurück, dass Lessing nur auf Zeit spiele,[v 10] um die FSC zu legitimieren.[fb 11] Ende April einigten sich Lessing und Sorrell auf einen vorübergehenden Waffenstillstand, während sich das Studio über die verschiedenen Gewerkschaften informiert. Dazu engagierten sie Walter Spreckels, den ehemaligen NLRB-Regionaldirektor für Los Angeles, als Berater.[v 11]

Sorrell, Babbitt und SCG-Präsident Bill Littlejohn wandten sich an Walt Disney und forderten ihn auf, sein Studio gewerkschaftlich zu organisieren, was Disney ablehnte.[1] Disney verwies noch immer auf die FSC, seiner hausinternen, gelben Gewerkschaft, die mitunter von Vizepräsident und Haus-Anwalt Lessing gegründet wurde.[36] Sorrells Drohung, dass es ohne Unterzeichnung der Gehaltsvereinbarung mit der Gewerkschaft zu einem Streik der SCG-Mitglieder unter Disneys Angestellten käme, entgegnete Disney, dass Sorrell darüber erst Mal das National Labor Relations Board abstimmen lassen solle. Damit spielte er auf eine der vorherigen von Sorrell geleiteten Abstimmungen an, die dieser verlor.[19]

Auch dieses Treffen beschrieb Disney in „The Story of Walt Disney“ gegenüber seiner Tochter:

„Ein Gewerkschaftsvertreter namens Herb Sorrell kam zu mir und sagte: ‚Ich habe die Unterschriften deiner Künstler und möchte einen Vertrag abschließen.‘
‚Laut Gesetz musst du darüber abstimmen lassen‘, sagte ich zu ihm.
‚Auf diese Abstimmung mache ich nicht mit‘, sagte er. ‚Ich bin einmal darauf hereingefallen und habe um eine Stimme verloren, und danach habe ich zwei Jahre gebraucht, um die Sache auf die Beine zu stellen. Ich zeige dir den Beweis, dass ich deine Künstler habe, und du unterschreibst bei mir. Wenn du das nicht tust, werde ich streiken.‘
‚Ich muss mit allen meinen Leuten leben‘, sagte ich, ‚nicht nur mit einem Teil von ihnen, also lass es über die [NLRB] abstimmen. Wie auch immer es ausgeht, ich werde mich danach richten.‘
‚Ich habe dich gewarnt‘, sagte er. ‚Ich kann dein Studio in einen Trümmerhaufen verwandeln. Ich kann zum Telefon greifen und dich landesweit auf schwarze Listen setzen lassen. Ich habe Beziehungen.‘“[e 8][29]

Laut Sorrell war dies das erste und einzige Treffen mit Walt Disney selbst, alle anderen liefen über Disney-Vizepräsident und Chefjurist Gunther Lessing.[37] Damit sich die hauseigene Gewerkschaft gegen die Bedrohung der SCG behaupten konnte, führte FSC-Anwalt Anthony O’Rourke eine „impartial machine“ ein, also ein garantiertes Unparteilichkeitssystem.[f 11] Im selben Bulletin, welches die Disney-Mitarbeiter informierte und an die nächste Donnerstagssitzung am 30. Januar 1941 erinnerte, wurde auch daran erinnert, dass die FSC rechtmäßig zur einzigen Gewerkschaft der Disney Company ernannt wurde.[f 6] Mit Überschriften wie „Leiste deinen Beitrag“ („Do your share“) verschärfte sich der Tonfall der FSC-Mitgliedsanträge, zu denen auch ein neuer Punkt hinzugefügt wurde: „Ich widerrufe hiermit die der Screen Cartoon Guild erteilte Vollmacht, mich als Verhandlungsführer für Walt Disney Productions, Ltd. zu vertreten.“[e 9][f 6][22] Das vorher von Disney beobachte Phänomen, dass Mitarbeiter bei der SCG und der FSC als Mitglieder eingetragen sind und man prüfen müsse, welche Eintragung aktueller und somit gültig ist, sollte so verhindert werden.

Doch alle Anstrengung nutzte nichts. Am 15. Mai 1941 schickte die FSC ihr letztes Rundschreiben: „Die Zertifizierung durch die NLRB hat ausgedient, wie wir es schon immer erwartet hatten. Und so – liebe Mitglieder, verschwindet die Federation in der Versenkung.“[e 10][fb 1] Doch ein Rundschreiben am nächsten Tag kündigte die American Society of Screen Cartoonists (ASSC) an, mit demselben Vorstand und derselben Adresse wie die FSC.[fb 1]

Am 20. Mai 1941 entließen die Studios 24 Mitglieder der SCG, darunter fünf Ausschussvorsitzende.[f 1] Lessing leugnete, diese explizit ausgewählt zu haben.[fb 1] Die SCG forderte Disney erneut auf, mit ihnen zu verhandeln oder er riskiere einen Streik.[f 1]

Die Federation of Screen Cartoonists wurde auf Anordnung des National Labor Relations Boards am 20. Mai 1941 aufgelöst.[22][v 12] Zwei Tage später veröffentlichte Walt Disney wegen der bevorstehenden Wahl der Gewerkschaft das folgende Statement: „Meinen Mitarbeitern […] steht es frei, einer beliebigen Organisation beizutreten, und wir werden mit der von ihnen gewählten Gewerkschaft oder Organisation Tarifverhandlungen führen.“[e 11] Die Mehrheit der Mitarbeiter, so Disney im selben Statement, wären bei der ASSC gemeldet, der Nachfolge-Gewerkschaft der gelben Gewerkschaft FSC.[fb 1]

Disney entließ am 28. Mai 1941 Babbitt mit 16 weiteren Mitgliedern der SCG,[1][f 4][26] Babbitts Kündigungsschreiben nennt als Kündigungsgrund:

„Am 6. Februar 1941 wurden alle Mitarbeiter des Studios, einschließlich Ihrer Person, schriftlich darüber informiert, dass das Unternehmen eine Vorschrift erlassen hat, wonach alle gewerkschaftlichen Aktivitäten und Angelegenheiten außerhalb des Firmengeländes, in der Freizeit der Mitarbeiter und in einer Weise auszuüben sind, die die Produktion nicht beeinträchtigt.
Seit dem Erlass der genannten Regelung und bereits zuvor haben Sie trotz wiederholter Verwarnungen bei zahlreichen Gelegenheiten gewerkschaftliche Aktivitäten verschiedener Art und Beschaffenheit auf dem Firmengelände und während der Arbeitszeit ausgeübt.
Dieses Verhalten Ihrerseits hat die Arbeitsmoral der Mitarbeiter erheblich beeinträchtigt, den Produktionsbetrieb ernsthaft gestört und unterbrochen und stellt einen schwerwiegenden Verstoß gegen die Bestimmungen Ihres genannten Arbeitsvertrags dar.“[e 12][f 12]

Das Schreiben referiert ein dringendes Memo, welches am 6. Februar 1941 an alle Mitarbeiter verschickt wurde:

„Statistiken belegen, dass die Produktionsleistung des Werks in den letzten sechs Wochen um 50% zurückgegangen ist […] Das Unternehmen erkennt das Recht der Mitarbeiter an, sich zu organisieren und einer Gewerkschaft ihrer Wahl beizutreten, und das Unternehmen beabsichtigt nicht, in dieses Recht einzugreifen. JEDOCH sieht das Gesetz eindeutig vor, dass Angelegenheiten dieser Art außerhalb der Betriebsräume des Arbeitgebers und in der Freizeit der Mitarbeiter geregelt werden sollten […] Dies ist ein Appell an euer Gerechtigkeitsgefühl, und ich vertraue darauf, dass dies ausreichen wird, um die Angelegenheit zu klären. Mit freundlichen Grüßen, Walt“[e 13][fb 10]

Bei der Kündigung Babbitts unter Verweis auf seine Gewerkschaftsaktivitäten handelte es sich Michael Dennings zufolge um eine klare Verletzung des amerikanischen Bundesarbeitsrechts,[6] genauer gesagt des Wagner Act-Gesetzes, welches seit 1935 Mitarbeitern das Recht gibt, Teil einer Gewerkschaft zu werden.[f 13][31][30][15]
Unter dem Argument, seine Sachen mitzunehmen, ließ sich Babbitt viel Zeit und erregte mit der Kündigung so viel Aufmerksamkeit.[f 12] Ein Tag nach seiner Kündigung wurde bereits gestreikt,[f 4] 315 Stimmen waren für den Streik, von den 15 verliebenen[18] waren nur vier Stimmen gegen den Streik.[15]

Streik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will.“ (Symbolbild)
(© Disney)

Schon in den ersten Flyern der Screen Cartoonist’s Guild wurde auf die Möglichkeit eines Streikes hingewiesen:

„Die Satzung der Guild sieht vor, dass ein Studio nur dann zum Streik aufgerufen werden darf, wenn ‚eine Mehrheit der Mitglieder jeder beteiligten Einheit der Gilde in geheimer Abstimmung dem Streik zugestimmt hat‘.“[e 14][f 6]

SCG-Präsident Herbert Sorrell wünschte sich zum Zeitpunkt der Entlassungen mehr Zeit, um die Disney-Mitarbeiter zu organisieren, und empfahl deswegen noch keinen Streik. Dennoch gab es am 29. Mai 1941, direkt am nächsten Tag nach den Entlassungen, einen Streik von mehr als 200 Studio-Mitarbeitern, angeführt von Sorrell.[37]

Der Streikposten wurde mit Zelten vor den Disney-Studios auf der anderen Straßenseite aufgebaut. Hunderte Männer und Frauen, darunter die meisten Zeichner, schlossen sich dem Streik an, unabhängig davon, ob sie Mitglied der SCG waren oder nicht. Jeden Morgen musste Walt Disney auf dem Weg zur Arbeit die Menschenmenge am Streikposten passieren. Häufig wurden die Streikenden von Gewerkschafts-Köchen der nahegelegenen Restaurants in deren Freizeit kostenlos bekocht,[14] abends wurde zu Live-Musik oder lauten Autoradios getanzt.[fb 12] Ein Streikender fotografierte die Streikbrecher, die weiterhin im Studio arbeiteten, Disney beauftragte ebenfalls einen Fotografen, der Fotos der Streikenden machte, damit er Fotos von ihnen in sein Büro hängen und sich die Gesichter der Streikenden merken konnte. Die Streikenden organisierten sich dank zwei- bis dreistündigen Schichten für eine Streikpostenkette rund um die Uhr, mit Schildern und einem eigenen Lautsprechersystem.[fb 13][f 3][15]

Die Forderungen der Streikenden bestand aus einer zehnprozentigen Gehaltserhöhung für alle, eine 35-prozentige Gehaltserhöhung für die Niedrigverdiener sowie die Wiedereinstellung der 19 gekündigten Trickfilmzeichner.[fb 13]

In der deutschen Übersetzung der Disney-Biografie „Mein Vater Walt Disney“ wird der Streik nur mit sieben Sätzen nebenbei angesprochen: „Im Sommer 1941 brach ein Streik im Disney-Studio aus, der besonders hart geführt wurde, da es in Hollywood zwei miteinander rivalisierende Gewerkschaften gab, die es beide auf die Belegschaft des Studios abgesehen hatten.“[38] Die englische Fassung, „The Story of Walt Disney“, ist etwas ausführlicher.[29] Eine der Gewerkschaften war die firmeneigene Federation of Screen Cartoonists, eine andere die Screen Cartoonist’s Guild. Vor dem Streik befolgte Walt Disney keiner der Forderungen der beiden Gewerkschaften. Die FSC wurde Mitte Mai durch ein Abkommen mit dem National Labor Relations Board wieder aufgelöst,[v 12] doch laut einem Artikel in der Juni-Ausgabe von der Gewerkschafts-Zeitung „The Screen Actor Magazine“ wurde die FSC nur durch die American Society of Screen Cartoonists ersetzt, welche dieselben Funktionäre und dieselbe Postadresse habe wie die FSC.[39] Es war auch FSC-Funktionär Gunther Lessing, Disney-Vizepräsident und Chefjurist, der Walt Disney empfahl, hart gegen die Streikenden durchzugreifen, statt zu verhandeln.[37] Zu den letztendlichen Verhandlungen kamen auch Verhandlungen der Disney-Studios mit der Gewerkschaft IATSE ans Licht.

Der Streik war ein Medienereignis. Ihre künstlerischen Schilder zeigten Humor und Disney-Figuren,[1][f 4] die Schilder zeigten unter anderem die Sprüche „Disney Unfair!“, „One Genius Vs. 600 Guinea Pigs“ (sinngemäß „Ein Genie gegen 600 Versuchskaninchen“), „We Had No Scabs At Schlesingers“ („Bei [Leon] Schlesinger [Productions] hatten wir keine Streikbrecher“), „Leonardo, Michelangelo And Titian Were Union Men“ („Leonardo [da Vinci], Michelangelo und Tizian waren bei der Gewerkschaft“) und ein Bild von Pluto mit dem Titel „I’d Rather Be A Dog Than A Scab!“ („Ich wäre lieber ein Hund als ein Streikbrecher“)[6][f 3] Schilder referierten The Reluctant Dragon („Der Drache wider Willen“) und Happy Valley (später umbenannt in „Micky und die Bohnenranke“ aus „Fröhlich, Frei, Spaß dabei“).[19] Die Künstler verwendeten auf ihren Schildern Disneys Figuren gegen ihn.[40][41] Sorrell nannte es „besonders malerisch, weil diese Künstler darauf bestanden, alles in ihren Streikpostenketten darzustellen […] Es war ihre Aufgabe, außerhalb der Streikpostenkette Gags und Schilder zu gestalten.“[e 15][13] Die Streikenden fuhren Rollschuhe oder Fahrrad, ritten Esel und ließen dressierte Hunde mit Sandwich-Schildern mitlaufen. Bill Littlejohn flog mit einem Flugzeug Runden über die Streikenden.[fb 12][10] Stadtexterne Polizisten versuchten, die Streikenden vom Grundstück der Disney-Studios fern zu halten, doch die Polizei von Burbank unterstützte Herbert Sorrell darin, dass die Mitarbeiter der Disney-Studios während des Streiks auch auf deren Grundstück durften.[37] Das Hauptquartier der streikenden Trickfilmzeichner bestand aus sechs Campingzelten und einer improvisierten Küche, die etwas abseits der Disney-Studios ein Lager abgrenzten. Dort besprachen sich die Streikenden, planten ihr weiteres Vorgehen und betrieben eine Suppenküche mit drei Mahlzeiten am Tag. Durch das Lager war es möglich, den Streikmarsch 24 Stunden am Tag aufrecht zu erhalten, pro Person wurden an abwechselnden Tagen zwei Stunden zugeteilt.[39][10]

Einem Zeitungskolumnisten sagte Walt Disney, er sei „davon überzeugt, dass dieser ganze Schlamassel von den Kommunisten inspiriert und geleitet wurde“ und dass „ich zutiefst angewidert bin und gerne aufhören und versuchen würde, mich in einem anderen Geschäft zu etablieren, wenn es nicht die loyalen Leute gäbe, die an mich glauben“.[37]
Die „loyalen Leute“ wurden in der Presse Loyalists getauft,[f 3] der Ton zwischen den Mitarbeitern auf den unterschiedlichen Seiten war mitunter aber auch grober: Die Nicht-Streikenden wurden „finks“ und „scabs“ (beides herablassende Begriffe für Streikbrecher) geschimpft, die Streikenden „Commies“ (Kommunisten).[13] Es kam regelmäßig zu Schubserei, Gespucke und Schläge auf die Wagen, welche die Streiklinie durchbrachen.[24]

Alle Zeichner, die später als Disneys Nine Old Men bezeichnet wurden, streikten nicht. Für Ward Kimball war dies eine schwere Entscheidung. Er kam aus einer Familie von Gewerkschaftssympathisanten und diskutierte am Morgen des Streikbeginns neunzig Minuten lang mit Fred Moore, was sie tun sollten. Schließlich überschritten beide die Streikpostenkette.[e 16][15] Kimball beschrieb den Zwiespalt in seinem Tagebuch: „Ich fühlte mich furchtbar. Freunde drinnen winkten mir zu, ich solle reinkommen. Freunde draußen flehten mich an, draußen zu bleiben; meine Güte. Ich stand zwischen den Fronten!“[e 17] Kimballs bester Freund Walt Kelly hatte Freunde auf beiden Seiten und kündigte kurzerhand.[f 3] Der Streik beendete seine Freundschaft mit Kimball.[15] Babbitt war bis vor dem Streik mit den nicht streikenden Trickfilmzeichnern Les Clark und Fred Moore befreundet und ging mit der Sekretärin Nora Cochran auf Dates, doch der Streik beendete die Freundschaft und Beziehung mit ihnen. Jack Kinney war sich uneins: „Diejenigen von uns, die die Streikpostenkette durchbrochen hatten, standen unter Schock. Wir waren naiv, da wir noch nie mit den Mechanismen von Kapital und Arbeit in Berührung gekommen waren.“[e 18][13]

Der Streik trennte Disneys Belegschaft entzwei. Das lag auch an den verschiedenen Generationen an Zeichnern, die bei Disney arbeiteten, so Trickfilmzeichner Bill Hurtz: „Die jüngeren Leute waren unabhängig genug und hatten keine rosarote Brille, was Walt anging, sodass sie bei dem Streik bei Disney die Führungsrolle übernahmen. Sie hatten während der Weltwirtschaftskrise ihr Glück versucht und verfügten über ein gewisses soziales Bewusstsein. Dagegen neigte […] [der typische ältere Trickfilmzeichner], der seine künstlerische Ausbildung bei Disney erhalten hatte – und das war eine sehr gute –, dazu zu sagen: ‚Ohne Walt wäre ich nicht da, wo ich heute bin.‘“[e 19][24] Der assistierende Trickfilmzeichner Hank Ketcham streikte, während sein Mitbewohner Dick Kinney durch den hohen Posten seines Bruders, Regisseur und Trickfilmzeichner Jack Kinney, zu Disney hielt und weiterarbeitete. Kinney setzte bei der Fahrt zur Arbeit Ketcham immer etwas abseits ab. Doch bald wurde der Tonfall der Streikenden gewalttätiger und Ketcham entschloss, sie zu verlassen und zur Arbeit zurück zu kehren. Dafür wurde er als „King of Finks“ verschrien, als König der Streikbrecher.[6] Unter Sorrell wurden während des Streiks Autoreifen aufgeschlitzt und die Löhne von Studioboten als die der Trickfilmzeichner ausgegeben.[9] Disney beschreibt in „The Story of Walt Disney“ einige Methoden der Streikenden:

„Da es sich nicht um einen genehmigten Streik handelte, gingen Vaters Künstler einfach durch die Streikpostenketten hindurch, aber er befürchtete, dass einige seiner Leute verprügelt werden könnten, und wollte deshalb den Betrieb schließen, bis sich die beiden verfeindeten Lager einigen konnten. Das durfte er nicht einmal tun. Das hätte als Aussperrung gegolten.
‚Sorrells Gruppe lagerte vor dem Studio und beschimpfte uns über einen Lautsprecher‘, erzählte mir Vater. ‚Eines Tages fuhren ein paar Autos voller Männer von der Anti-Sorrell-Seite vor und umzingelten die Sorrell-Streikposten. Jemand schüttete Benzin in einem Ring um die Streikposten aus, zündete sich eine Zigarette an, hielt sie bereit, um sie in das verschüttete Benzin fallen zu lassen, und sagte: ‚Na los, Kumpel, wiederhol noch mal, was du gerade über den Lautsprecher gesagt hast.‘
Ich würde keine der beiden Seiten gerade als Gentlemen der alten Schule bezeichnen‘, sagte Vater.“[e 20][29]

Ein Nicht-Streiker zählte mehr als 35 Streiker, die wieder zur Arbeit zurückkehrten. Als einer der Gründe werden die Schimpf- und Beleidigungstiraden genannt, die Babbitt mit dem Lautsprechersystem von sich gab.[fb 12]

Oft wird Gunther Lessing als Grund für die Eskalation genannt. Babbitt und Lessing gründeten die Federation of Screen Cartoonists, bei der Babbitts Programm nie umgesetzt werden konnte. Nach dem ersten Treffen der Screen Cartoonist’s Guild mit Walt Disney lief jede Kommunikation nur noch über Lessing, der Disney nach Streikbeginn empfahl, hart durchzugreifen. Schlichtungsversuche der Regierung lehnte er ohne Wissen der Geldgeber der Firma ab.[v 13] „Walt war ein netter Kerl“, so Ward Kimball. „Er war in seine Zeichentrickfilme und Animationen vertieft, also verließ er sich auf das, was Gunther Lessing ihm [über die Gewerkschaft] erzählte, und Gunther Lessing war ein gewaltiger Lügner.“[9] Lessing war auch Anti-Kommunist und überzeugte laut Maurice Rapf Walt Disney, dass der Streik kommunistisch inspiriert sei.[42] Ward Kimball relativierte in einem Interview die Basis dieser Vorwürfe: „Hör mal, du musst dir klarmachen, dass man damals, wenn man sich gegen den Status quo aussprach oder auch nur ein bisschen liberal war, als Kommunist bezeichnet wurde. Das ist immer noch das magische Schlagwort. Wenn sie jemanden fertigmachen wollen, sagen sie, er sei ein Kommunist. Damals wurde man automatisch als Kommunist bezeichnet, wenn man an Gewerkschaften glaubte. Walt hatte das alles eigentlich von Lessing, der fest davon überzeugt war, dass alle Gewerkschaftsführer und Gewerkschaftsmitglieder Kommunisten seien, dass er es mit reinen Kommunisten direkt aus der Sowjetunion zu tun habe. Das waren sie aber nicht! Es waren Künstlerkollegen, die einen gerechten Lohn wollten.“[e 21][43] Babbitt beschrieb Disneys Politik ebenfalls: „Disney war ein ‚America-Firster‘. Der ‚150-prozentige Amerikaner‘, wissen Sie, patriotischer geht es nicht. Und er entdeckte unter jedem Busch einen Kommunisten. Eines Tages rief er mich in sein Büro und sagte: ‚Art, weißt du, mein Vater war Sozialist.‘ Ich sagte: ‚Na ja, das ist doch in Ordnung. Mussolini war es auch, und Hitler ebenfalls.‘“[e 22][23] Als Kimball gefragt wurde, wie die Verhandlungen während des Streikes beschleunigt werden könnten, meinte er: „Durch den frühen Tod von Gunther Lessing. (Er hasste Gewerkschaften und hat Walt, glaube ich, einer Gehirnwäsche unterzogen (zu 50 %))“[e 23] Lessing wurde auch im Streik-Memo als Disneys Freund Gunny karikiert.[26]

Die Verhandlungen (Symbolbild).
(© Egmont Ehapa)

Für ein Meeting zwischen Sorrell und Lessing am 9. Juni wurde von Lessing als Vermittler Harold V. Smith, Vorsitzender von IATSE, eingeladen.[v 14] Eine Woche später glaubten die Vermittler an eine zeitnahe Einigung, da die Forderungen beider Seiten fast überein stimmten: Die Trickfilmzeichner forderten das volle Gehalt nach Gewerkschaftsnorm und die Wiedereinstellung aller Mitarbeiter, die seit dem 15. Mai gekündigt wurden. Die Disney-Studios boten 80 bis 90 Prozent des Gehalts nach Gewerkschaftsnorm sowie die Wiedereinstellung aller Mitarbeiter bis auf Art Babbitt.[v 15] Eine Woche später wurde auf der Seite der Studios auch die Möglichkeit, SCG als Gewerkschaft zuzulassen, eingeräumt, sollte diese in einer geheimen Wahl der Mitarbeiter dafür auserkoren werden.[v 16]

Walt Disney bezweifelte, dass die SCG tatsächlich so viele Mitglieder der Disney-Studios hatte, wie bei den regelmäßigen Treffen mit SCG-Repräsentanten behauptet wurde, und er versuchte, dabei die wahren Zahlen zu ermitteln. Die SCG wollte auch die Zahl der SCG-Mitglieder der Studios mit der Gehaltsliste von Disney abgleichen. Disney weigerte sich und schlug vor, die Disney-Mitarbeiter in einer geheimen Wahl für eine der Gewerkschaften stimmen zu lassen. Beide Seiten misstrauten einander.[f 1] Es ist möglich, dass Sorrell die Anzahl der SCG-Mitglieder der Studios aufpolierte, aber auch, dass Disney auch Hausmeister, Wartungspersonal, Manager, Sekretärinnen und Sicherheitsleute zum Personal zählte, dank denen die SCG-Mitglieder nicht mehr die Mehrheit abbildeten.[f 14]

Am 18. Juni verkündeten nicht-streikenden Disney-Mitarbeiter, dass sie die ASSC schließen und stattdessen die Animated Cartoon Associates (ACA) gründen, diesmal mit einem anderen Vorstand als noch die FSC.[fb 14]

Die Schlesinger-Trickfilmzeichner unterstützen die Disney-Künstler.

Dank der gemeinsamen Gewerkschaft boten Trickfilmzeichner anderer Studios wie den Leon Schlesinger Productions den Streikenden ihre Unterstützung an,[1] auch Trickfilmzeichner von Warner Bros., darunter der ehemalige Disney-Trickfilmzeichner Chuck Jones, stellten ihre Autos zur Verfügung, um eine Autokolonne um das Disney-Studio zu bilden.[19] Jones und andere Trickfilmzeichner von Schlesinger marschierten mittwochs mit, im Stil der Französischen Revolution gekleidet und eine Guillotinen-Attrappe tragend, in der Guillotine war eine nach Disneys Anwalt Gunther Lessing gestaltete, geköpfte Puppe.[37][23] Als das Gerücht aufkam, dass bezahlte Schläger die Streikenden verprügeln sollten, stellte SCG-Präsident Herbert Sorrell eine Gruppe Lockheed-Flugzeugmechaniker auf, die mit Schraubenschlüsseln bewaffnet den Streik bewachten.[37][14] Auch andere Gewerkschaften standen den Mitarbeitern bei: Die gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter von Technicolor, Williams und Pathé weigerten sich, Disney-Filme und -Cartoons zu bearbeiten[39][v 17][f 15] und drohten mit einem Streik, falls die Technicolor-Manager ihre Mitarbeiter zwängen, dennoch einen Disney-Film zu bearbeiten.[fb 13] RKO drohte damit, Disney-Veröffentlichungen zu blockieren.[9] Die Verbraucherschutzorganisation League of Women Shoppers organisierte Streiks an Kinos, in denen Disney-Filme und -Cartoons gezeigt wurden.[39] Als im El Capitan Theatre vor dem Film „Ciziten Kane“ ein Disney-Cartoon gespielt werden sollte, wurde der Cartoon schnell aus dem Programm genommen.[fb 13] Die Disney-Streikenden erstellten auch Schilder für andere Streiks, unter anderem für den Streik bei North American Aviation in Los Angeles.[39] Die Zeitung Los Angeles Daily News setzte ihren Abdruck der Donald-Duck-Zeitungsstrips aus, nachdem die örtliche Zeitungs-Gewerkschaft die Redaktion darauf hinwies, dass ihre Gewerkschafts-Mitglieder nicht verpflichtet werden dürfen, die Arbeit von bestreikten Betrieben zu übernehmen.[v 14]

„The Screen Actor Magazine“ berichtete, dass nach den Trickfilmzeichnern auch die Filmeditoren streikten und inzwischen 16 Berufe brach lägen. Trotz Walt Disneys Aussagen, dass die Produktion aufrecht erhalten werde, stünde diese still.[39] Laut Carl Barks streikten nur die Trickfilmzeichner und Zwischenphasenzeichner, das Story-Abteilung hingegen, in dem er arbeitete, habe nicht gestreikt.[8] Bill Melendez war verwundert, dass viele der „Ink And Paint“-Frauen nicht mit streikten.[10]

Laut demselben Artikel im „The Screen Actor Magazine“ wurde Walt Disney fünfmal eine Überprüfung und zweimal eine Betriebswahl angeboten, doch das Studio weiche den Angeboten aus.[39]

Am 13. Juni beschimpfte Babbitt während des Streiks Walt Disney, der in seinem Wagen den Streikenden zuwinkte. Disney soll dadurch so wütend geworden sein, dass er mit geballten Fäusten auf Babbitt losging und von der Polizei aufgehalten werden musste.[19][37][44][f 4][36][14][18] Bei der Premiere von „Der Drache wider Willen“ am 20. Juni 1941 erschien Walt Disney in einer Limousine. In einer weiteren Limousine kamen Art Babbitt und Maurice Noble mit Schildern an, um in eleganter Abendkleidung zu demonstrieren.[f 16][45][46] Generell gab es auch Streikposten an Kinos, bei denen die Streikenden Passanten über ihre Ziele informierten.[fb 13]

Nach der fünften Streikwoche kündigte Walt Disney vielen der streikenden Trickfilmzeichner.[1]

Erneute Bedrohung durch Bioff[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Willie Bioff, eine wiederkehrende Bedrohung

Anfang Juli gab es eine weitere Verschlechterung des Verhältnisses zwischen Disney und den Streikenden. Am 29. Juni begannen Gerüchte, dass der Streik beigelegt wäre, wie zum Beispiel die Weekly Variety berichtete.[fb 5] Vermutlich am 30. Juni wurde Babbitt zur Ranch von Willie Bioff gefahren, wo unter anderem Roy Disney, Gunther Lessing, Bill Garity und Bioff auf ihn warteten. Bioffs Gerichtsverhandlung wurde nach hinten verschoben, weshalb er beim Disney-Streik als Vermittler angestellt wurde. Bioff bot zu dem Treffen Babbitt einen unbekannt großen Geldbetrag an, damit dieser für eine Weile verschwinde, doch Babbitt lehnte ab.[f 5]

Bei einem Treffen der SCG und Disney am 1. Juli 1941 war neben Babbitt, Dave Hilberman und Herb Sorrell sowie Roy Disney und Lessing auch Willie Bioff anwesend. Bioff arbeitete zusammen mit Roy Disney an einem Angebot für die SCG. Das Angebot sollte für ein weiteres Treffen im Roosevelt Hotel überarbeitet werden, doch dann wurde bekanntgegeben, dass das nächste Treffen auf Bioffs Ranch stattfände. Dorrell brach die Verhandlungen ab und rief die Streikenden zu einem Treffen zusammen. Bei diesem beschlossen sie, nicht Teil von Verhandlungen zu sein, an denen auch Willie Bioff teilnimmt.[f 5][fb 5] Bioffs Anwesenheit diente als Drohung den Streikenden gegenüber.[11]

Unter den Namen von Walt Disney schalteten Roy Disney, Gunther Lessing und Bill Garity[fb 5] in der Branchenzeitung Daily Variety vom 1. Juli 1941 eine Anzeige mit den Bedingungen Disneys sowie dem folgenden Text:

„Ich bin der Meinung, dass ihr über die wahren Hintergründe des Streiks im Studio irregeführt und falsch informiert worden seid. Ich bin fest davon überzeugt, dass kommunistische Bewegung, Führung und Aktivität zu diesem Streik geführt und euch dazu gebracht haben, diese faire und gerechte Lösung abzulehnen. Ich wende mich auf diese Weise an euch, weil ich keine andere Möglichkeit habe, euch zu erreichen.“[e 24][47][v 18][43]

Die Vorwürfe der kommunistischen Bewegung zielte auf Sorrell ab, der bereits des Kommunismus beschuldigt wurde,[v 19] wobei es nur wenige Linke in der SCG gab.[13]

Als Antwort schaltete die Gegenseite, einen Tag nach dem Beschluss, nicht mit Bioff zu verhandeln,[f 5] eine Daily Variety-Anzeige für den 2. Juli, in der sie die Kommunismus-Vorwürfe zurückwiesen:

„Lieber Walt: Willie Bioff ist nicht unser Pächter. Legt unseren gewählten Führern deine Bedingungen vor, damit sie uns vorgelegt werden können und es keine Schwierigkeiten geben sollte, unsere Differenzen schnell beizulegen. Deine streikenden Mitarbeiter.“[e 25][v 1][v 18][fb 5]

Bill Littlejohn wies zudem in einem Statement der SCG darauf hin, dass die Bedingungen Disneys in der Variety-Anzeige vorher nie mit der SCG besprochen wurden und deshalb keine Glaubwürdigkeit hätten.[fb 5]

Die Verbindung zu Bioff kam nicht von ungefähr: IATSE-Demonstrationen fanden vor den Kinos statt, in denen „Fantasia“ und „Drache wider Willen“ vorgeführt wurden. Diese Demonstranten bestritten aber jede Verbindung zu Bioff.[v 18] Andere Demonstrationen zu den Kinofilmen wurden aber von der SCG organisiert.[f 17]

Art Babbitt führt die Streikenden zur Premiere von „Der Drache wider Willen“ an.

Am 4. Juli leitet Babbitt eine Streikkette zur Los-Angeles-Premiere von „Der Drache wider Willen“ an. Die Mit-Streikenden und er haben sich dem Anlass angemessen in Abendkleidung angezogen. Viele Rezensionen des Films referierten deswegen auch den Disney-Streik.[fb 5] Ein Aufruhr der Streikketten sorgten dafür, dass der Film in dem Kino nur sieben Tage gezeigt wurde.[fb 15]

Trotz Weigerung der SCG, mit Bioff zu verhandeln, blieb dieser an Disneys Seite Teil der Gespräche. Bioffs Strategie war es, die streikenden IATSE-Mitglieder zum Ende des Streiks zu zwingen und so die Unterstützung des Streiks zu kappen. Bei einem Meeting am 8. Juli zwischen Roy Disney, Gunther Lessing, Bill Garity, Aubrey Blair und anderen, darunter Bioff, wurde acht Gewerkschaftsgruppen, die bereits seit sechs Wochen an der Seite der Trickfilmzeichner streikten, die Unterstützung untersagt. Auch die AFL beendete die Unterstützung des Streiks und beendete den Disney-Boykott.[fb 5] Jake S. Friedman fasst es in seinem Buch „The Disney Revolt“ zusammen mit: „Die Ironie war schier unvorstellbar: Der eigentliche Zweck der Gründung einer unabhängigen Trickfilmzeichner-Gewerkschaft bestand darin, Bioff bei Disney zu blockieren, und nun sah es so aus, als würde Disney Bioff nutzen, um sie – die unabhängige Gewerkschaft! – zu blockieren.“[e 26][fb 5]

Die Streikenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1948 beschrieb Herb Sorrell die Streikenden: „Das Durchschnittsalter lag unter 25 Jahren. Sie waren die enthusiastischsten Streikenden, die ich je in meinem Leben gesehen habe.“[e 27] Sie setzten sich größtenteils aus Zwischenphasenzeichnern, Animationsassistenten sowie Ink&Paint-Künstlern zusammen, etwas geringer waren die Zahlen der Storyboard-Zeichner, Spezialeffektzeichner, Hintergrundmaler und Animatoren.[f 3] Es war damals und ist heute noch immer unklar, wie viele Mitarbeiter gestreikt haben. Nach Studio-Angaben streikten 1293 Mitarbeiter, darunter 600 Zeichner, 417 gingen weiterhin arbeiten.[23][15] Bill Littlejohn vermutete, dass 450 von 580 Zeichnern streikten, Babbitt zählte 375 Streikende von 550 Künstlern. Am meisten belegt ist die Annahme, dass 330 von 602 Zeichnern streikten.[fb 13] In der vierten Streik-Woche gab es bereits vier Ehen unter den Streikenden.[fb 14] Laut Unterlagen der Disney-Studios vom Juli 1941 streikten zu dem Zeitpunkt die folgenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:[fb 16]

Liste der Streikenden Juli 1941
  • Alfred Abranz
  • Dick Alexander
  • Alexander „Alex“ Amatuzio
  • Laura Amatuzio, geb. Millot
  • Beryl Amos, geb. DeBeeson, verh. Pandit
  • Homer Amos
  • James „Jim“ Appleby
  • Jim Armstrong
  • Tom Armstrong
  • Xavier Atencio
  • Evelyn Ayers, verh. Grant
  • Art Babbitt
  • George Baker
  • Barbara Wirth Baldwin
  • James Howard Baldwin
  • Emily Barbour
  • Tom Barnes
  • John N. Barron
  • Lucille Bakersville
  • Aurelius Battaglia
  • Franz Baur
  • Nancy Bedell, verh. Massie
  • Ted Berman
  • Albert Bertino
  • Gene R. Biggs
  • Preston Blair
  • John Hudson Blake
  • Ernest „Ernie“ Blotter
  • Miriam Bock
  • Ted Bonnicksen
  • Stephen „Steve“ Bosustow
  • Jack Bradbury
  • Eleanor Bream, geb. DeForest, verh. Bream-Peck
  • Vonda Lee Bronson, verh. Wise
  • Eileen Brown
  • Jerome „Jerry“ Brown
  • Jack Buckley
  • Paul Busch
  • George Cannata
  • Jim Carmichael
  • Brad Case
  • Gretchen Caspary, verh. DeStefano
  • Don Christensen
  • George Cika
  • Jim Clabby
  • Dorothy Clapp
  • Eric Cleworth
  • Walt Clinton
  • Sam Cobean
  • Al Coe
  • Kathryne Coleman
  • Helen Coley
  • Jack McClain Collins
  • Glen Couch
  • Rex Cox
  • Kathleen Coyle, verh. Klune
  • George Davis
  • George De Beeson
  • Robert „Zeke“ De Grasse
  • Bill De La Torre
  • Mary Ann Depew
  • Edward „Ed“ De Mattia
  • Cliff Devirian
  • Albert „Al“ Dempster
  • Robert „Bob“ Ditullio
  • Bart Doe
  • Ugo D’Orsi
  • Evelyn Douglas, geb. Hanna, verh. Mehring
  • George Drake
  • Phil Duncan
  • Ed Dunn
  • Russ Dyson
  • Henry Eastland
  • Mary Louise „Mary Lou“ Eastman, geb. Whitham
  • Phillip „P. D.“ Eastman
  • Bill Edgington
  • Rudolph „Rudy“ Elstad
  • Leslie „Les“ Elton
  • Julius „Jules“ Engel
  • Martha Jean „Jean“ Erwin
  • Jim Escalante
  • Genevieve Evans
  • Maurice „Maurie“ Fagin
  • Juanita Fernandez
  • Paul Fitzpatrick
  • Betty Fourcher
  • Edwin Fourcher
  • Earl Freeman
  • Bernard Garbutt
  • Viola Gardner
  • Joseph „Joe“ Gayek
  • Robert „Bob“ Gesteland
  • Blaine Gibson
  • George Giroux
  • Sherman Glas
  • Catherine Gleeson
  • Morris „Mo“ Gollub
  • Barbara A. Horham, verh. Chaddock
  • Jay Gould
  • Fred Grable
  • Margaret Graham
  • Bob Grant
  • William „Bill“ Gray
  • Betty Griffin
  • Don Griffith
  • Marie/Mary Griswald
  • J. Franklin „Frank“ Grundeen
  • Bob Gunther
  • Eric „John“ Gurney
  • Betty Hammer
  • Harry Hamsel
  • Eric Hansen
  • Helen Hansen
  • John Harbough
  • C. L. Hartman
  • Emery Hawkins
  • Khent Haupt
  • Gene Hazelton
  • Ralph Heimdahl
  • William „Bill“ Herwig
  • David Hilberman
  • Gifford „Giff“ Hiser
  • Jean Holahan
  • Benjamin „Ben“ Holt
  • Harry Holt
  • Allen „Al“ Hubbard
  • Jack Huber
  • Claudia Hubley, geb. Ross-Sewell, verh. Danielson
  • John Hubley
  • Ray Huebner
  • Ken Hultgren
  • William „Bill“ Hurtz
  • Christopher „Chris“ Ishii
  • Marcia James
  • Mary Jardan
  • Rixford „Rix“ Jennings
  • Volus Jones
  • Phillip „Phil“ Joy
  • John Karas
  • Hubert „Hubie“ Karp
  • Theodore Lynn Karp
  • Van Kaufman
  • Masao „Mike“ Kawaguchi
  • William „Bill“ Keil
  • Jeanne Lee Keil
  • Lew Keller
  • Hal King
  • Phillip Klein
  • Viola Koller
  • Fred Kopietz
  • Herbert „Herb“ Kornfeld
  • Paul B. Kossoff
  • George Kreisl
  • Ethel Kulsar
  • Mannette Lambertson
  • Phyllis Lambertson
  • Bruce Lanagan
  • Arden Lanham
  • Jack Larsen
  • J. Gordon Legg
  • Edward „Ed“ Levitt
  • Fran/Frann Lewis
  • Ray Lockrem
  • Carmeleta Long
  • Paul Long
  • Edward Love
  • Theodore „Ted“ Lucke
  • Donald „Don“ Lusk
  • Ernest Lynch
  • Brice Mack
  • Fred Madison
  • Clarke Mallery
  • Rocco Marino
  • Mario Marion
  • Kathleen „Kaye“ Marshall, verh. Silva
  • Tom Massey
  • Reginald „Reg“ Massie
  • Dennis McCarthy
  • Murray McClellan
  • Virginia McColley
  • Bill McCorkle
  • Robert „Bob“ McCormick
  • John Richard „Dick“ McDermott
  • Charles O. McElmurry
  • John McGugin
  • William „Bill“ McIntyre
  • John McLeish
  • Frank McSavage
  • Hugo Melchione
  • Bill Mendelez
  • Charley Menges
  • Hack McQuaide
  • George Miller
  • Art Moore
  • Paul Moore
  • Marjorie Moorehouse
  • Marjorie Moran
  • Roger Morgan
  • Richard „Dick“ Morley
  • L. Dean Morrison
  • Margaret Murray
  • Kenneth „Ken“ Muse
  • Gerald „Jerry“ Nevius
  • George Nicholas
  • Maurice Noble
  • Edward Nolan
  • Daniel „Dan“ Noonan
  • Tom Okamoto
  • Franklin Onaitis
  • Alice Orcutt, verh. Rinaldi
  • Charles „Chic“ Otterstrom
  • Janet Page, verh. Keller
  • Ted Parmelee
  • Jack Parr
  • Virgil „Vip“ Partch
  • Ray Patin
  • Don Patterson
  • Ray Patterson
  • Earl Patton
  • William „Bill Peet“ Peed
  • Curtiss „Curt“ Perkins
  • Kenneth Peterson
  • Joseph „Joe“ Pignataro
  • Miles E. Pike
  • Henry „Hank“ Porter
  • Hawley Pratt
  • Daniel Price
  • Gerald Prosk
  • Ruberna Pursel, geb. Downs
  • Willis Pyle
  • Milt Quon
  • Morey Reden
  • Bill Reese
  • Fred Rice
  • Douglas „Bud“ Rickert
  • Joe Rinaldi
  • Art Riswold
  • Jean „Jeanne“ Ritchie
  • Tony Rivera
  • Archie Robin
  • C. K. „Ed“ Robinson
  • Robert Roemer
  • George Roether
  • Dunbar „Dun“ Roman
  • Russel D. „Russ“ Rosene
  • Mildred „Millicent Patrick“ Rossi
  • Kosti Ruohomaa
  • Per „Pete Hansen“ Ruse
  • Tota Ruse
  • Vivian K. Ryan
  • Joseph L. Sabo
  • Leo Salkin
  • Jay S. Sarbry
  • G. Warren Jr. Schloat
  • Louis „Louie“ Schmitt
  • Jack P. Schnerk
  • W. Arthur Jr. Scott
  • Walt Scott
  • Margaret Selby, verh. Kelly
  • John „Jack“ Sewall
  • Armin R. Shaffer
  • Charles „Chuck“ Shaw
  • Dick Shaw
  • Molly Shaw
  • Gloria Shrimpton, verh. Van Doren
  • Joan E. Shrimpton, verh. Wilson
  • William M. Shull
  • Jack Siegal
  • Freeman Silva
  • Grant Simmons
  • Betty Louise Smith, verh. Totten
  • Claude Jr. Smith
  • John Vincent „Jack“ Snyder
  • Edward Vance Standiford
  • Joe Jr. Starbuck
  • Dwight V. Stark
  • Al Stetter
  • Arthur C. „Art“ Stevens
  • George Stevens
  • Marie Stimson
  • Marion Wylie Stirrett
  • William A. „Bill“ Sturm
  • Julius Svendsen
  • Howard Swift
  • James „Jim“ Tanaka
  • Henry Tanous
  • Norman „Norm“ Tate
  • Happy Taylor
  • Ernest „Ernie“ Terrazas
  • Louis „Lou“ Terri
  • Sidney H. „Sid“ Thorne
  • Reuben Timmins
  • Don Tobin
  • Helen M. Toles
  • Robert „Bob“ Totten
  • J. Noel Tucker
  • William Tytla
  • Richard „Dick“ Van Benthem
  • Ivy Carol Van Horn, verh. Christiansen
  • Viola Van Pelt
  • William „Bill“ Wallett
  • Stanley L. „Stan“ Walsh
  • John Waltz
  • William T. „Bill“ Weaver
  • Barbara Webster
  • Clair Weeks
  • Art Wells
  • Wetzel Orson „Judge“ Whitaker
  • Lew White
  • Bard Wiggenhorn
  • James Will
  • Alfred „Bill“ Williams
  • Fred Wilson
  • William W. „Bill“ Wilson
  • Vernom G. Witt
  • Karran Eccles „Kay E.“ Wright
  • Cornett Wood
  • Ade Daniel Woolery
  • Bob Young
  • Cyrus Young
  • John Zima

Namensangaben: geb. = geborene/r, Geburtsname; verh. = verheiratete/r, Name nach Heirat; Spitznamen in Anführungszeichen

Good Will Tour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Walt Disney während der Produktion von Saludos Amigos – einem der zwei erfolgreichen Ergebnisse der „Good Will Tour
(© Disney)

Im Frühjahr 1941 bat der Leiter des "Office of Coordinator of Inter-American Affairs" (OCIAA) Nelson Rockefeller Walt Disney um eine Reise durch Südamerika, um die dortigen Menschen trotz wachsenden Einfluss der Nazis auf der Seite der USA zu wissen.[48] Eine solche Reise, um die Wogen zwischen verschiedenen Ländern und/oder Menschen zu glätten, nennt man im Englischen „Goodwill tour“.[49] Die US-Regierung hatte schon vor Disney aus diesem Grund mehrere US-Botschafter nach Südamerika geschickt, doch nicht mit dem erhofften Ergebnis. Walt Disney lehnte das Angebot erst ab mit der Begründung, er wäre nicht gut darin, nur Hände zu schütteln. Erst der Vorschlag, die Tour stattdessen als Recherche-Reise für seine Filme zu betrachten, sowie die Aussicht, dass die Regierung die Reise bezahlen würde, reizte ihn. Ende Juli plante er bereits sein Gepäck, obwohl der Vertrag erst Anfang August unterschrieben wurde.[48]

„Nun hinderte ihn nur noch der anhaltende Streik an der Abreise“, so heißt es in „Mein Vater Walt Disney“.[48] SCG-Geschäftsvertreter Bill Pomerance erhielt noch vor Disneys Abreise über die National Maritime Union Informationen über Gewerkschaftsführer in den Städten, die auf Disneys Reiseroute lagen. Pomerance kontaktierte daraufhin das Außenministerium, um es über südamerikanische Streikposten gegen Walt Disney und seine Filme zu informieren und forderte, dass die Disney-Studios erst die amerikanischen Standards für eine faire Behandlung der Arbeitnehmer einhalten solle, damit Walt Disney seinem neuen Posten als US-Botschafter gerecht werde:[v 20] „Derzeit werden Gewerkschaften in Südamerika kontaktiert und Vorkehrungen getroffen, um gegen die Disney-Tour und seine Filme zu demonstrieren […] Das Außenministerium sollte darauf bestehen, dass das Unternehmen Disney die amerikanischen Standards für eine faire Behandlung der Arbeitnehmer einhält […], bevor es Disney gestattet, die Vereinigten Staaten als Botschafter des guten Willens in Südamerika zu vertreten.“[e 28][13]

Daraufhin wurden beide Seiten zum US Conciliation Service nach Washington eingeladen, damit ein Bundesvermittler den Konflikt schlichten konnte.[50][v 18] Während der Schlichtung war von besonderen Interesse, dass die Disney-Studios Willie Bioff eine geschlossene Betriebsvereinbarung anbot, diese aber nicht vorzeigen wolle. Zur Verweigerung der Disney-Studios sagte Art Babbitt damals:

„Die US-Regierung forderte Walt Disney Productions und die Gewerkschaft auf. Im nationalen Interesse sollten sie ihren Streit einem Bundesschiedsgericht unterbreiten. Wir haben akzeptiert. Nimmt man den Wortlaut heraus, ist die Antwort des Unternehmens eine Ablehnung. Das Interesse des Unternehmens ist in den Augen von Walt Disney offensichtlich höher als das nationale Interesse. Das Unternehmen hat deutlich gemacht, dass es lieber mit Willie Bioff, einem in Verruf geratenen Gewerkschaftsbetrüger, verhandeln würde als mit seiner eigenen Regierung. Wir haben keine Angst vor den Ergebnissen einer unparteiischen Untersuchung unseres Streits. Wenn Walt Disney und Gunther Lessing (sein Anwalt) von der Gerechtigkeit ihrer Sache so überzeugt sind, warum sind sie dann nicht bereit, der Bundesregierung die Fakten vorzulegen?“[e 29][v 21]

Eine Woche später weigerten die Disney-Studios sich noch, Rückzahlungen zu tätigen.[v 22] Ende Juli kam es endlich zu einer Einigung und das Ende des Streiks wurde eingeleitet. Am 28. Juli wurde die Arbeit an Disney-Produktionen bei Technicolor wieder aufgenommen und das Unternehmen von der unfair list genommen. Erste Mitarbeiter wurden wieder eingestellt und kehrten zur Arbeit zurück.[v 23] Die letzte Einigung zwischen der SCG und Disney wurde am 30. Juli 1941 unterschrieben, ohne Teilnahme von Bioff.[f 5][fb 17]

Anfang August wurden fast alle Forderungen der SCG erfüllt: Die Disney-Mitarbeiter bekommen bis zu hundert Stunden Lohnnachzahlungen, zwei Wochen bezahlter Urlaub, Abgangsentschädigungen, Krankenstand und Mindestlohntarife für die verschiedenen Arbeitsbereiche. Dieser beträgt 85 US-Dollar pro Woche für die Chefanimatoren und 22,50 US-Dollar pro Woche für assistierende Trickfilmzeichner, die vorher nur 16 bis 18 US-Dollar bekamen.[v 24] Walt Disney startete während dieser Verhandlungen die Goodwill tour, was die Spannung zwischen den Streikenden und dem Studio abbaute.[50] [1] Über den Streik heißt es in „Mein Vater Walt Disney“ weiterhin: „Ein Regierungsbeamter versicherte ihm [Walt Disney] aber, man würde ihm diese Sorge abnehmen und eine Einigung zwischen den beiden Parteien herbeiführen.“[38][e 30][29] Am 17. August 1941 flog Disney in einer Gruppe mit siebzehn anderen nach Rio de Janeiro.[48][v 25] Wenige Tage später schloss Lessing die Studios für zwei Wochen, um den Studios Geld zu sparen und die ersten angeordneten Änderungen umzusetzen.[v 26] Ein weiteres Meeting in Washington wurde Anfang September einberufen.[v 27][30] Am 16. September 1941 wurde die Arbeit in den Disney-Studios fortgeführt.[f 5]

Ende des Streiks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Ende des Streiks wurde die Belegschaft in den Disney-Studios ausgedünnt. (Symbolbild)
(© Disney)

„Der Streik war während Vaters Abwesenheit tatsächlich beigelegt worden“, so werden die Verhandlungen in „Mein Vater Walt Disney“ zusammengefasst.[38] In der englischen Fassung wird Disney selbst zitiert: „Die Vorgehensweise, mit der die Angelegenheit geregelt wurde, war denkbar einfach. Die Verhandlungsführer gaben Sorrell praktisch alles, was er wollte.“[e 31][29] Tatsächlich gab der Bundesvermittler der SCG in allen Punkten recht, und die Vertreter der Disney-Studios stimmten aus Angst vor dem Verlust von Regierungsaufträgen und der Rückforderung von Bankkrediten zu.[50] Die Wiedereinstellung der vor dem Streik entlassenen Mitarbeiter, eine Angleichung der Löhne, eine klarere Gehaltsstruktur und ein Beschwerdeverfahren waren Teil der Vereinbarung. Das National Labor Relations Board forderte die Vertreter des Studios auf, einen Gewerkschaftsvertrag zu unterzeichnen, und mit ihrem Zustimmen wurde der Streik beendet.[1] 400 Mitarbeiter erschienen bereits am 15. September wieder regulär im Betrieb, eine Woche später wurden durch Wiedereinstellungen zum Streikende 700 Mitarbeiter erwartet.[v 28] Am 21. September 1941 begann wieder der normale Arbeitsalltag: Die Gehälter für eine 40-Stunden-Woche verdoppelten sich über Nacht, und es wurden ausführlichere Namensnennungen in Filmen und Cartoons eingeführt[6][f 18] sowie Renten- und Krankenversicherungsleistungen.[13] Das Gehalt für Inker stieg von wöchentlich 18 auf 35 US-Dollar, das der Trickfilmzeichner von 35 auf 85 US-Dollar. Davon profitierten am meisten die Mitarbeiter, die weniger als 85 US-Dollar die Woche verdienten, also der Großteil der Streikenden. Die Streikenden bekamen einmalig einen Betrag in Höhe dreier Wochengehälter, die 30% des ausgebliebenen Gehaltes entspricht.[15] Die SCG vertrat nun 90 Prozent der Trickfilmzeichner in Hollywood.[6][f 18] Roy O. Disney schrieb seinem Bruder, als dieser in Argentinien war, vom Ende des Streiks, das nicht gerade zu Gunsten der Studios verlief.[48] Als Walt Disney am 10. Oktober wieder in Hollywood ankam,[v 29] waren die Disney-Studios bereits ein gewerkschaftlicher Betrieb.[50]

„Die Jahre der Unschuld waren vorbei, und damit auch eine Menge Spaß. Wir waren jetzt Mitglieder der Screen Cartoon Guild, Local 852, Brotherhood of Painters, Decorators and Paperhangers of America. Eine Reihe von Stechuhren wurde installiert, der Penthouse Club wurde aufgelöst, Mary Flanigans Zimmerservice wurde eingestellt, die Tischtennisplatten wurden eingelagert, und Walt war sieben Jahre lang entschlossen, das Gewerkschafts-Team in die Knie zu zwingen. Überall herrschte miese Stimmung.[e 32][f 19]
Hank Ketcham, „The Merchant of Dennis“

In „The Story of Walt Disney“, der englischen Fassung von „Mein Vater Walt Disney“, ging Walt Disney laut seiner Tochter Diane nach Beendung des Streiks einen Schritt weiter:

„Als der Streik jedoch beigelegt war, sagte Vater: ‚Ich will niemanden in meinem Studio haben, der nicht gewerkschaftlich organisiert ist. Wir wollen keinen Ärger mehr. Wer hier ist nicht gewerkschaftlich organisiert?‘
Man antwortete ihm: ‚Die Gärtner.‘
‚Sag ihnen, sie sollen sich einer Gewerkschaft anschließen‘, sagte er. Sein Chefgärtner wandte sich an mehrere Gewerkschaften, informierte sich über deren Tariflöhne und entschied sich für die mit dem höchsten Satz.“[e 33][29]

In der deutschen, gekürzten Fassung „Mein Vater Walt Disney“ verteidigt Diane Disney abschließend Walt Disneys Position: „Mit den Gewerkschaften war Vater eigentlich von Anfang an gut ausgekommen. Allerdings hatten sie es auch nie für notwendig gehalten, mit den Disneys einen Tarifvertrag abzuschließen. Sie waren in Hollywood zu ‚kleine Leute‘, als daß es lohnend gewesen wäre, mit ihnen zu paktieren.“[38][e 34][29]

Kurz vor und während des Streiks wurden folgende Disney-Studio-Mitarbeiter gekündigt:[1]

  • Jim Armstrong
  • Art Babbitt
  • George Baker
  • Aurelius Battaglia
  • Preston Blair
  • Stephen Bosustow
  • Jack Bradbury
  • Don Christensen
  • Walt Clinton
  • Sam Cobean
  • Chuck Couch
  • Basil Davidovich
  • Phil Duncan
  • Phil Eastman
  • Jules Engel
  • Otto Englander
  • James Escalante
  • Frank Fullmer
  • Bernard Garbutt
  • Arnold Gillespie
  • Moe Gollub
  • Emery Hawkins
  • Gene Hazelton
  • T. Hee
  • Art Heinemann
  • David Hilberman
  • John Hubley
  • William Hurtz
  • Chris Ishii
  • Volus Jones
  • Lynn Karp
  • Walt Kelly
  • Hank Ketcham
  • Phil Klein
  • Joey Lockwood
  • Hicks Lokey
  • Ed Love
  • Dick Lundy
  • Don Lusk
  • Jesse Marsh
  • Pat Matthews
  • Bill Melendez
  • Kenneth Muse
  • Chic Otterstrom
  • Art Palmer
  • Virgil Partch
  • Ray Patin
  • Ray Patterson
  • Hawley Pratt
  • Willis Pyle
  • Tony Rivera
  • Leo Salkin
  • Milt Schaffer
  • Louie Schmitt
  • Zack Schwartz
  • William Shull
  • Grant Simmons
  • Claude Smith
  • Webb Smith
  • Eddie Strickland
  • Howard Swift
  • Don Tobin
  • Bill Tytla
  • Clair Weeks
  • Bernard Wolf
  • Tyrus Wong
  • Adrian Woolery
  • Cy Young

Es wird aber von erheblich mehr Kündigungen ausgegangen. Viele fanden erst nach der vom Bund vorgegebenen 90-tägigen Schlichtungsdauer statt.[6] Vor dem Streik sollen in den Disney-Studios 1.200 Mitarbeiter gewesen sein, nach dem Streik verblieben nur 694 Mitarbeiter.[19] Beim jedem Personalabbau seit dem Streik wurden die Gewerkschaftsbefürworter als erstes gekündigt, die wenigen verbliebenen wurden mit Schweigen bestraft, wie Art Director Maurice Noble berichtete,[6] oder ihnen wurden Gehaltserhöhungen und Bonuszahlungen verweigert.[14]

Nach dem 2. Weltkrieg wurden Lusk, Hee, Jones, Weeks, Marsh, Duncan, Schaffer, Hawkins, Salkin, Patin, Davidovich, Lokey, Battaglia und Bradbury wieder zeitweise eingestellt. Die Disney-Studios waren gezwungen, Babbitt wieder einzustellen.[1] Doch Babbitt bekam erheblich weniger Aufträge als zuvor und wurde deswegen am 24. November 1941 gekündigt. Babbitt und die SCG klagten gegen die Entlassung, erschien im Oktober 1942 vor Gericht, wo er nach sieben Tagen das Verfahren gewann und wieder eingestellt wurde. Am 16. Januar 1947 verließ Babbitt die Studios endgültig.[f 1][26] Insgesamt verließ Babbitt die Disney-Studios viermal.[f 14][51][23]

Gerissener Spott über Gleisverkehr-Streik in „Gefährliches Spiel“.
(© Egmont Ehapa)

„Zwei Abschnitte im Leben meines Vaters waren sehr, sehr tragisch, der eine war der Tod seiner Mutter, der andere der Streik […] der, glaube ich, für ihn unbegreiflich war, in seiner ganzen Heftigkeit.“[e 35][52][30] So beschrieb Walt Disneys Tochter Diane Disney Miller das Ereignis. Walt Disney selbst verzieh den Teilnehmern des Streiks nie. In einem Brief von 1956 meinte er, dass der Streik „unser Studio gesäubert“ habe und er die „die Jungs, die sich selbst auf die Schulter klopfen, und die Jungs, die mir das Leben schwer machen“ losgeworden wäre.[1][e 36][7][41]

Ward Kimball, einer von Disneys Nine Old Men, sagte über den Streik: „Ich war ziemlich liberal, aber ich habe nicht gestreikt. Aber ich wusste, dass etwas getan werden musste. Und ich bin bis heute der Meinung, dass es gut war, dass es passiert ist.“[6]

Auch der Comic-Zeichner Carl Barks, damals noch in der Story-Abteilung tätig, äußerte sich über den Streik: „Ich war selbst gegen den Streik. Ich hatte das Gefühl, dass sie dort etwas zerstörten. Die Disney-Studios waren ein Ort, an dem es keine Stechuhren gab – man kam morgens zur Arbeit, wenn man Lust dazu hatte, und wenn man sich um seine Arbeit kümmerte und gut arbeitete und viel leistete, wurde man verdammt gut bezahlt. Wenn man zu den Drückebergern und Nörglern gehörte, bekam man nie eine Lohnerhöhung. Es waren also die Drückeberger und Nörgler, die den Streik organisiert hatten.“[e 37][8] Barks gehörte zu den nicht-streikenden Mitarbeitern, die eine Petition an den Präsidenten der USA unterschrieben, dass sich das NLRB einmischen solle.[fb 13] Barks zeigte sein negatives Bild über Gewerkschaften auch in seinen Comics, etwa in „Gefährliches Spiel“, „Die Spitzen der Gesellschaft“ oder „Wunder der Tiefsee“.[53]

Walt Disney sagt im Oktober 1947 vor dem Ausschuss für unamerikanische Umtriebe des Repräsentantenhauses aus.

Als Walt Disney 1947 vor dem Komitee für unamerikanische Umtriebe (House Un-American Activities Committee) seine Aussage tätigte, behauptete er, dass der Kommunismus eine wichtige Rolle beim Streik gespielt habe. Vier Menschen, die seiner Meinung nach Kommunisten wären, hätten für ihn gearbeitet, darunter Dave Hilberman und Herbert Sorrell.[30][e 38] Laut Jake S. Friedman, Autor von „The Disney Revolt“, handele es sich bei Hilberman tatsächlich um einen Kommunisten.[f 9] Viele der Teilnehmer des Streiks wurden deswegen auf Hollywoods Schwarze Liste (Hollywood blacklist) gesetzt, darunter Art Heinemann, Art Director von „Fantasia“.[1][fb 8][14]

2022 veröffentlichte Jake S. Friedman das Buch „The Disney Revolt“, welches den Konflikt im Detail beleuchtet und besonderen Fokus auf Disney und Babbitt legt. Darüber sagte er: „Wenn Sie auf der Suche nach einer Geschichte über den Kampf zwischen Gut und Böse sind, dann ist mein Buch nicht das Richtige für Sie. Es handelt von zwei sehr leidenschaftlichen, sehr eigensinnigen Menschen, Walt Disney und Art Babbitt, die zwar wirklich für das kämpften, woran sie glaubten, sich aber aufgrund äußerer Umstände zunehmend voneinander entfremdeten.“[e 39][54]

Eine ähnliche Situation wie in den Disney-Studios vor dem Streik beschreibt Friedman bei den Trickfilmzeichner unter Walter Lantz in den Universal Studios. Die SCG wandte sich an den Produzenten, um als Gewerkschaft des Studios anerkannt zu werden, doch die Hälfte der Studio-Künstler war bereits in der Gewerkschaft Walter Lantz Employee Association. Doch anders als bei Disney konnte dieser Konflikt durch Verhandlungen geklärt werden und das Studio wurde von der SCG repräsentiert, ohne dass es zu einem Streik kam.[fb 10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zitate im englischen Original
  1. „I felt that the union was necessary because there was no rhyme or reason as to the way the guys were paid. You might be sitting next to a guy doing the same thing as you and you might be getting $20 a week more or less than him.“
  2. „Our program:
    1. Higher pay for lower salaried brackets.
    2. A forty-hour five-day week.
    3. In case of lay-off, two weeks’ notice or two weeks’ pay to one who has been employed in the studio more than one year. One weeks’ notice, or pay, to anyone employed less than one year.
    4. The blocking of youtside investigation, be it the Producers Association, the I.A.T.S.E. or anyone else interfering with the employee’s rights.
    5. A stipulated period of apprenticeship, varying with the need of different departments.
    6. The check-off system, depending upon the approval of our membership. This is an agreement with the studio, whereby membership dues would be deducted from the salary of our members, and credited to the Federation of Screen Cartoonists. This method would eliminate our present helter-skelter collection system.
    7. The right to use the company’s bulletin boards for the posting of notices concerning our Federation.
    8. Recognition by the employer of a Grievance Committee to hear, judge, and correct injustices suffered by any of our members.“
  3. „I had tried to get a raise for my assistent Bill Hurtz, a two-and-a-half-Dollar raise, and all hell broke loose. Went to all the various heads and authorities and so on and I finally got to Disney, i called him, wonder ‚how come this assistent can’t get a two-and-a-half-Dollar raise?‘ And that was when Disney said that, you know: ‚You and your communist friends, you don’t know what the hell is going on in the rest of the world‘, you know, and: ‚If he was worth it, he would be getting it.‘ And he said: ‚That’s why nobody likes you.‘ That’s what hurt me.“
  4. „If you do that to them, I personally will report it to the IATSE, because if you are capable of pulling a trick like that on those men for joining the IATSE, you are capable of pulling the trick on any of us.“
  5. „In the summer of 1941 there was a strike at the Disney studio. I want to quote him directly on that because he was in the middle of it. ‚Two groups of artists were competing as union organizers in Hollywood,‘ he told me. ‚One group claimed that they had the majority of my artists signed but the artists in our studio who belonged to the other group said, Don’t believe him, Walt. Take a poll; we’ll show you who’s got the majority.
    There were a few who didn’t know which way to go so they signed with both sides.‘“
  6. „In the 20 years I’ve spent in this business I’ve weathered many storms. It’s been far from easy sailing. It required a great deal of work, struggle, determination, competence, faith, and above all unselfishness. Some people think we have a class distinction in the place. They wonder why some people get better seats in the theatre than others. They wonder why some men get spaces in the parking lot and others don’t. I have always felt, and always will feel that the men that contribute most to the organization should, out of respect alone, enjoy some privileges. My first recommendation to the lot of you is this; put your own house in order, you can’t accomplish a damn thing by sitting around and waiting to be told everything. If you’re not progressing as you should, instead of grumbling and growling, do something about it.“
  7. „The union leader was a fellow animator by the name of Art Babbitt and I should say that… I mean after the strike I became very good friends with Art. Art Babbitt was his name. But he was the only senior animator, the only […] guy who was on the upper echelon of the studio ranks, of the talent of the studio. The one who started all those art classes. He did a lot of good for Disney and with Disney. And apparently, when the strike developed, he’s the only senior animator that was asked for help from all the rabble, the striker, that went out with us. With one other exception: A russian by the name of Bill Tytla. These two heroes gave up their careers, they were the highest paid in the studio, they gave everything to help a bunch of rabble.“
  8. „A labor organizer named Herb Sorrell came to me and said, ‚I have your artists signed and I want to make a deal.‘
    ‚The law says you have to put it to a vote,‘ I told him.
    ‚I don’t go for that vote stuff,‘ he said. ‚I fell for it once and I lost out by one vote, and after that it took me two years to get the place lined up. I’ll show you evidence that I have your artists and you sign with me. If you don’t, I’ll strike you.‘
    ‚I have to live with all my men,‘ I said, ‚not just part of them, so put it to a vote through the labour board. Whichever way it goes I’ll go that way.‘
    ‚I’ve warned you,‘ he said. ‚I can make a dust bowl out of your studio. I can pick up that telephone and have you put on unfair lists all over the country. I have connections.‘“
  9. „I hereby revoke the authority given to the Screen Cartoon Guild to represent me as bargaining agent for Walt Disney Productions, Ltd.“
  10. „The certification from the NLRB outlived its usefulness as we knew it would one day. And so – fellow members, the Federation passes into oblivion.“
  11. „My employees […] are free to join any organizsation, and we will bargain collectively with the union or organization so chosen.“
  12. „On February 6, 1941, all employees of the studio, including yourself, were advised in writing that a rule has been promulgated by the company that all union activities and matters should be carried on off the premises of the company and on the employee’s own time and in such manner as not to interfere with production.
    Since the promulgation of the said rule and in fact prior thereto, despite repeated warnings, you have on numerous occasions engaged in union activities of various kinds and descriptions on the company’s property and on the company’s time.
    This conduct on your part has seriously disturbed the morale of the employees and has seriously interrupted and disturbed production operations and constitutes a substantial violation of the terms of your said contract of employment.“
  13. „Statistics prove that the footage output on the plant for the last six weeks has dropped 50% […] The Company recognizes the right of employees to otganize and to join in any labor organization of their own choosing, and the Company does not intend to interfere in this right. HOWEVER, the law clearly provides that matters of this sort should be done off the employer’s premises and on the employee’s own time […] This is an appeal to your sense of fairness and I trust it will be sufficent to remedy the matter. Sincerely, Walt“
  14. „The Constitution of the Guild provides that no studio shall be called on strike unless ‚a majority of the members of each unit of the Guild involved shall have voted approval of said strike by secret ballot.‘“
  15. „It was particularly picturesque because these artists insisted on depicting everything in their picket lines […] it was their duty when off the picket line to make gags and signs.“
  16. „[Kimball] was very liberal and came from a family of union sympathizers. That morning when the picket went up, he and Fred Moore argued for ninety minutes over what to do. In the end, they both crossed the line.“
  17. „I felt terrible. Friends on the inside waving to me to come in. Friends on the outside pleading with me to stay out; Jeezus. I was on the spot!“
  18. „Those of us who crossed the picket line were in shock. We were naive, having never been exposed to the workings of capital and labor.“
  19. „The younger people were sufficiently independent and didn’t have stars in their eyes about Walt, so that when the strike came at Disney’s they were the leaders. They had knocked about during the Depression, and they had some kind of social conciousness. Whereas […] [the typical older animator] who got his art education at Disney – and a very good one it was – tended to say, ‚If it weren’t for Walt, I wouldn’t be where I am.‘“
  20. „Since it wasn’t an authorized strike, Father’s artists walked right through the picket lines, but he was afraid that some of his people would be slugged, so he wanted to close the place until the two opposing factions could settle it. He wasn’t even allowed to do that. That would have been called a lockout.
    ‚Sorrell’s group camped in front of the studio and poured abuse through a loud-speaker,‘ Father told me. ‚One day, a few carloads of men from the Anti-Sorrell side drove up and encircled the Sorrell pickets. Somebody spilled gasoline in a ring around the pickets, lit a cigarette, held the cigarette ready to drop into the spilled gas, and said, ‚Go ahead, buddy, repeat what you were just saying into that loud-speaker.‘
    I wouldn’t exactly call either side gentlemen of the old school,‘ Father said.“
  21. „Look, you have to realize that in those days if you said anything against the status quo, if you were even slightly liberal, you were called a communist. It’s still the magic buzz word. If they want to destroy somebody, they say he’s a communist. In those days you were automatically called a communist if you believed in unions. Walt was really getting all this from Lessing who was sure that all labor leaders and union members were Commies, that he was dealing with pure communists straight from the Soviet Union. They weren’t! They were fellow artists who wanted an equitable wage.“
  22. „Disney was an America-Firster. Mr. 150%-American, you know, you can not be more patriotic. And he found a communist under every bush. He called me in his office one day and he said: ‚Art, you know, my father was a socialist.‘ I said: ‚Well, that’s fine. So was Mussolini and so was Hitler.‘“
  23. „By Gunther Lessings early demise. (He hated unions and brain washed (50%) Walt, I think)“
  24. „I believe that you have been misled an misinformed about the real issues underlying the strike at the studio. I am positively convinced that communistic agitation, leadership and activities have brought about this strike, and has persuaded you to reject this fair and equitable settlement. I adress you in this manner because I have no other means of reaching you.“
  25. „Dear Walt: Willie Bioff is not our leaser. Present your terms to our elected leaders, so that they may be submitted to us and there should be no difficulty in quickly settling our differences. Your Striking Employes.“
  26. „The irony was head-spinning: the very purpose of forming an independent cartoonists’ union has been to block Bioff at Disney, and now it appeared that Disney would use Bioff to block them – the independent union!“
  27. „The average age was less than 25. They became the most enthusiastic strikers I have ever seen in my life.“
  28. „Labor organizations in South America are being contacted and arrangements are being made to picket the Disney tour and his pictures […] The State Department should insist that the Disney company comply with American standards of fair treatment of labor […] before permitting Disney to represent the United States as a goodwill ambassador in South America.“
  29. „The U. S. Government asked Walt Disney Productions and the union. In the national interest, to submit their dispute to Federal arbitration. We have accepted. Stripped of its verbiage, the company’s reply is a refusal. The company’s Interest, in the eyes of Walt Disney, is evidently superior to the national interest. The company has made it clear that it would prefer to deal with Willie Bioff, a discredited labor racketeer, than with its own Government. We don’t fear the results of an impartial investigation of our dispute. If Walt Disney and Gunther Lessing (his attorney) are so certain of the justice of their cause, why are they unwilling to present the facts to the Federal Government?“
  30. „There was still the hitch – the strike that was going on at the Disney studio. But a Government official told Father, ‚We’ll take care of that while you’re gone. We’ll have the labor board get the two factions together and settle the thing. Quit worrying.‘“
  31. „‚When I got back the strike had been settled,‘ Father says. ‚The method used to settle it was simplicity itself. The negotiators gave Sorrell practically everything he wanted.‘“
  32. „The years of innocence had ended, and with that a great deal of fun. We were now card-carrying members of the Screen Cartoon Guild, Local 852, Brotherhood of Painters, Decorators and Paperhangers of America. A row of timeclocks was installed, the Penthouse Club folded, Mary Flanigan’s room service was suspended, the Ping-Pong tables were put into storage, and Walt went into a seven-year snit, determined to bring the Teamsters Union to its knees. Bad vibes were all over the place.“
  33. „However, once the strike was settled, Father said: ‚I don’t want anyone in my studio who isn’t unionized. We want no more grief. Who isn’t unionized around here?‘
    He was told, ‚The gardeners.‘
    ‚Tell them to get themselves a union,‘ he said. His head gardener went to several unions, found out what their wage scales were, and chose the one with the highest rate.“
  34. „Father had worked happily with unions ever since the time he and Uncle Roy started their studio, but the unions had never bothered to draw up an agreement with the Disneys because Father and Uncle Roy were little men way out in the Hollywood boondocks and it didn’t seem worthwile to dicker with them.“
  35. „Two periods in my father’s life were very, very tragic, and one was the death of his mother, and then the other was the strike […] which, I think – it was incomprehensible to him, the virulence of it.“
  36. „In the end, the strike was a good thing because it cleaned house over there better than I could have ever done.“
  37. „I was against it. I had the feeling that something was being destroyed. The Disney studios were a place where there were no time clocks - we were able to come to work whenever we wanted to. If you went to work, did a good job and had something to show for your efforts, you got paid damn well. If you were shirking and complaining all the time you didn’t get a raise, and it was these shirkers and complainers who had organized this strike.“
  38. „I believed at that time that Mr. Sorrell was a Communist because of all the things that I had heard and having seen his name appearing on a number of Commie front things. When he pulled the strike, the first people to smear me and put me on the unfair list were all of the Commie front organizations. […] Well, I feel that there is one artist in my plant, that came in there, he came in about 1938, and he sort of stayed in the background, he wasn’t too active, but he was the real brains of this, and I believe he is a Communist. His name is David Hilberman. […] I looked into his record and I found that, number one, that he had no religion and, number two, that he had spent considerable time at the Moscow Art Theatre studying art direction, or something. […] In my opinion [William Pomerance and Maurice Howard] are Communists. No one has any way of proving those things.“
  39. „If you’re looking for a good versus evil story, my book is not it. It’s about two very passionate, very stubborn human beings, Walt Disney and Art Babbitt, who are really fighting for what they believed in, but grew increasingly polarized due to external circumstances.“
Quelle Variety
  1. 1,0 1,1 Daniel Doperalski, Tim Gray (21.12.2020). „The Best Vintage Disney Ads in Variety Magazine“. variety.com (archiviert)
  2. Anzeige in Variety vom 8. Januar 1941, S. 44. archive.org
  3. 3,0 3,1 (14.01.1941). „Drive in Walt Disney By Cartoonists Guild“ In: Variety vom 15. Januar 1941, S. 16. archive.org
  4. (04.02.1941). „‚Company Union‘ Charge Is Laid To Walt Disney“ in: Variety vom 5. Februar 1941, S. 15. archive.org
  5. (25.02.1941). „H’wood Labor Showdown“ in: Variety vom 26. Februar 1941, S. 1 und S. 20. archive.org
  6. (04.03.1941). „Extras Demand A Voice“ in: Variety vom 5. März 1941, S. 7 und 60. archive.org
  7. (25.03.1941). „White Collar Workers’ Guild, 2,500 Employees, Sets Studio Demands“ in: Variety vom 26. März 1941, S. 23. archive.org
  8. (01.04.1941). „$3,000,000 Pay Back Storm“ in: Variety vom 2. April 1941, S. 7 und 12. archive.org
  9. (15.04.1941). „NLRB Vs. Disney“ in: Variety vom 16. April 1941, S. 21. archive.org
  10. (15.04.1941). „Studios Face Labor Shortage As Government Draws Heavily For Its Nat’l Defense Work“ in: Variety vom 16. April 1941, S. 21. archive.org
  11. (22.04.1941). „Truce at Disney Plant“ in: Variety vom 23. April 1941, S. 18. archive.org
  12. 12,0 12,1 (20.05.1941). „Disney-Cartoonists Settlement Imminent; Schlesinger’s Lockout“ in: Variety vom 21. Mai 1941, S. 20. archive.org
  13. (19.07.1941). „Whitney’s Angle“ in: Variety vom 20. Juli 1941. archive.org
  14. 14,0 14,1 (10.06.1941). „Disney Calls In IATSE Exec To Mediate Strike“ in: Variety vom 11. Juni 1941, S. 18. archive.org
  15. (17.06.1941). „Mediators Hope To Settle Disney Walkout Soon“ in: Variety vom 18. Juni 1941, S. 22. archive.org
  16. (24.06.1941). „Pix Cartoonists’ Strike Vs. Disney Near Settlement“ in: Variety vom 25. Juni 1941, S. 6. archive.org
  17. (03.06.1941). „U.S. Labor Conciliator Steps Into Disney-Cartoonists Strike Impasse“ in: Variety vom 4. Juni 1941, S. 23. archive.org
  18. 18,0 18,1 18,2 18,3 (08.07.1941). „U.S. Labor Conciliator Steps in To Hasten Disney-Cartoon Peace“ in: Variety vom 9. Juli 1941, S. 22. archive.org
  19. Tim Gray (15.03.2019). „Why Labor Strife Was the Elephant in the Room for Disney’s Original ‚Dumbo‘“. variety.com (archiviert)
  20. (02.09.1941). „Film Cartoonists Guild Reaches Out To S.A. to Picket Junket by Disney“ in: Variety vom 3. September 1941, S. 25. archive.org
  21. (15.07.1941). „Gov’t Holds Off Action in Disney Strike; Stadio Alone in Balking Arbitration“ in: Variety vom 16. Juli 1941. archive.org
  22. (22.07.1941). „Disney Strike Settlement Imminent“ in: Variety vom 23. Juli 1941. archive.org
  23. (29.07.1941). „Cartoonists and Disney settle“ in: Variety vom 30. Juli 1941, S. 6. archive.org
  24. (05.08.1941). „Disney Strikers Win All Their Demands, Including 100 Hours Back Wages“ in: Variety vom 6. August 1941, S. 7. archive.org
  25. (12.08.1941). „Disney and Staff Of 15 on South American Tour for Pickup Shots“ in: Variety vom 13. August 1941, S. 31. archive.org
  26. (19.08.1941). „Disney shuts down for 2 weeks“ in: Variety vom 20. August 1941, S. 7. archive.org
  27. (09.09.1941). „Disney-Guild Peace Up to D.C.“ in: Variety vom 10. September 1941, S. 7. archive.org
  28. (16.09.1941). „400 report back for work at Disney plant“ in: Variety vom 17. September 1941, S. 27. archive.org
  29. „Disney’s Tour ending Oct. 20“ in: Variety vom 1. Oktober 1941, S. 25. archive.org
Quelle Jake S. Friedman
  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 1,12 1,13 1,14 1,15 Jake S. Friedman (9.3.2017). „1941 Disney Strike: Picket Lines In Paradise“. historynet.com (archiviert) / navytimes.com / babbittblog.com (archiviert)
  2. Jake S. Friedman (31.03.2016). „The Guild Vies for Disney Animators“. babbittblog.com (archiviert)
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 Jake S. Friedman (05.07.2022). „‚How the Hell Can Walt Run a Studio Without Us?‘: Behind the Disney Animation Revolt of 1941“. hollywoodreporter.com (archiviert)
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 4,5 Barry Gordemer, Jake S. Friedman (19.07.2022). „‚The Disney Revolt‘ details animators’ 1941 strike against Disney“. wesa.fm (archiviert)
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 5,5 Jake S. Friedman (09.10.2016). „Disney and the Mob: Willie Bioff“. babbittblog.com
  6. 6,0 6,1 6,2 6,3 6,4 6,5 Jake S. Friedman (28.02.2016). „The Fake Disney Union“. babbittblog.com (archiviert)
  7. 7,0 7,1 7,2 Jake S. Friedman (13.03.2016). „Babbitt Boycotts his Boss“. babbittblog.com (archiviert)
  8. 8,0 8,1 Jake S. Friedman (24.02.2016). „The Disney Strike – pt.1“. babbittblog.com (archiviert)
  9. 9,0 9,1 Jake S. Friedman (10.09.2017). „The Truth about Dave Hilberman“. babbittblog.com (archiviert)
  10. (26.10.2016). „Dumbo! During Labor Unrest!“ babbittblog.com (archiviert)
  11. Jake S. Friedman (04.03.2016). „The Fake Disney Union Strikes HARD“. babbittblog.com (archiviert)
  12. 12,0 12,1 Jake S. Friedman (27.05.2016). „Letters of Termination“. babbittblog.com (archiviert)
  13. Jake S. Friedman (27.04.2012). „The Babbitt Diary: Animating in Argentina – part 1“. babbittblog.com (archiviert)
  14. 14,0 14,1 Jake S. Friedman (08.12.2013). „Disney Fires Babbitt How Many Times?“. babbittblog.com (archiviert)
  15. Jake S. Friedman (18.05.2013). „Technicolor sides with Strikers“. babbittblog.com (archiviert)
  16. Jake S. Friedman (16.04.2012). „‚The Reluctant Dragon‘ and the Disney Strike“. babbittblog.com (archiviert)
  17. Jake S. Friedman (26.02.2013). „Donald Duck says Disney is Unfair“. babbittblog.com (archiviert)
  18. 18,0 18,1 Jake S. Friedman (21.06.2013). „Feature Films and Screen Credits“. babbittblog.com (archiviert)
  19. Jake S. Friedman (22.03.2013). „Dennis the Union Menace“. babbittblog.com (archiviert)
Quelle Jake S. Friedman, „The Disney Revolt“
  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Jake S. Friedman (2022). „24: The Final Strike Vote“ in: „The Disney Revolt: The Great Labor War of Animation’s Golden Age“. Chicago Review Press. ISBN-10: 164160719X ISBN-13: 978-1641607193
  2. Jake S. Friedman (2022). „15: Defense Against the Enemy“ in: „The Disney Revolt: The Great Labor War of Animation’s Golden Age“. Chicago Review Press. ISBN-10: 164160719X ISBN-13: 978-1641607193
  3. 3,0 3,1 3,2 Jake S. Friedman (2022). „16: A Growing Divide“ in: „The Disney Revolt: The Great Labor War of Animation’s Golden Age“. Chicago Review Press. ISBN-10: 164160719X ISBN-13: 978-1641607193
  4. 4,0 4,1 Jake S. Friedman (2022). „17: The Norconian“ in: „The Disney Revolt: The Great Labor War of Animation’s Golden Age“. Chicago Review Press. ISBN-10: 164160719X ISBN-13: 978-1641607193
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 5,5 5,6 5,7 5,8 Jake S. Friedman (2022). „28: Willie Bioff and Walt Disney“ in: „The Disney Revolt: The Great Labor War of Animation’s Golden Age“. Chicago Review Press. ISBN-10: 164160719X ISBN-13: 978-1641607193
  6. 6,0 6,1 Jake S. Friedman (2022). „18: A Wooden Boy and a World War“ in: „The Disney Revolt: The Great Labor War of Animation’s Golden Age“. Chicago Review Press. ISBN-10: 164160719X ISBN-13: 978-1641607193
  7. 7,0 7,1 Jake S. Friedman (2022). „19: Dreams shattered“ in: „The Disney Revolt: The Great Labor War of Animation’s Golden Age“. Chicago Review Press. ISBN-10: 164160719X ISBN-13: 978-1641607193
  8. 8,0 8,1 8,2 8,3 Jake S. Friedman (2022). „20: Hilberman, Sorrell, and Bioff“ in: „The Disney Revolt: The Great Labor War of Animation’s Golden Age“. Chicago Review Press. ISBN-10: 164160719X ISBN-13: 978-1641607193
  9. 9,0 9,1 9,2 9,3 Jake S. Friedman (2022). „21: The Federation Versus the Guild“ in: „The Disney Revolt: The Great Labor War of Animation’s Golden Age“. Chicago Review Press. ISBN-10: 164160719X ISBN-13: 978-1641607193
  10. 10,0 10,1 10,2 10,3 10,4 10,5 10,6 Jake S. Friedman (2022). „22: The Guild and Babbitt“ in: „The Disney Revolt: The Great Labor War of Animation’s Golden Age“. Chicago Review Press. ISBN-10: 164160719X ISBN-13: 978-1641607193
  11. 11,0 11,1 11,2 Jake S. Friedman (2022). „23: Disney Versus the Labor Board“ in: „The Disney Revolt: The Great Labor War of Animation’s Golden Age“. Chicago Review Press. ISBN-10: 164160719X ISBN-13: 978-1641607193
  12. 12,0 12,1 12,2 Jake S. Friedman (2022). „26: The Big Stick“ in: „The Disney Revolt: The Great Labor War of Animation’s Golden Age“. Chicago Review Press. ISBN-10: 164160719X ISBN-13: 978-1641607193
  13. 13,0 13,1 13,2 13,3 13,4 13,5 13,6 Jake S. Friedman (2022). „25: Strike!“ in: „The Disney Revolt: The Great Labor War of Animation’s Golden Age“. Chicago Review Press. ISBN-10: 164160719X ISBN-13: 978-1641607193
  14. 14,0 14,1 Jake S. Friedman (2022). „27: The 21 Club“ in: „The Disney Revolt: The Great Labor War of Animation’s Golden Age“. Chicago Review Press. ISBN-10: 164160719X ISBN-13: 978-1641607193
  15. Jake S. Friedman (2022). „29: The Guild and the CIO“ in: „The Disney Revolt: The Great Labor War of Animation’s Golden Age“. Chicago Review Press. ISBN-10: 164160719X ISBN-13: 978-1641607193
  16. Jake S. Friedman (2022). „Appendix: The Strikers“ in: „The Disney Revolt: The Great Labor War of Animation’s Golden Age“. Chicago Review Press. ISBN-10: 164160719X ISBN-13: 978-1641607193
  17. Jake S. Friedman (2022). „30: Not the Drawing“ in: „The Disney Revolt: The Great Labor War of Animation’s Golden Age“. Chicago Review Press. ISBN-10: 164160719X ISBN-13: 978-1641607193
Restliche Quellen
  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 1,12 1,13 1,14 1,15 1,16 1,17 1,18 1,19 1,20 1,21 1,22 1,23 1,24 1,25 1,26 1,27 1,28 1,29 „Disney animators’ strike“. wikipedia.org, Stand vom 28.03.2026
  2. „Great Depression“. wikipedia.org, Stand vom 23.02.2026
  3. „New Deal“. wikipedia.org, Stand vom 06.06.2026
  4. 4,0 4,1 4,2 „Screen Cartoonist’s Guild“. wikipedia.org, Stand vom 27.12.2025
  5. „The Screen Cartoonists Guild & Looney Tune Lockout“. animationguild.org (archiviert)
  6. 6,00 6,01 6,02 6,03 6,04 6,05 6,06 6,07 6,08 6,09 Tom Sito (19.07.2005). „The Disney Strike of 1941: How It Changed Animation & Comics“. awn.com (archiviert)
  7. 7,0 7,1 7,2 7,3 Bill Iadonisi (18.01.2018). „Disney’s Animators Strike of 1941“. mickeynews.com (archiviert)
  8. 8,0 8,1 8,2 8,3 (11.07.1992). „Helnwein talks with Carl Barks“. helnwein.com (archiviert)
  9. 9,0 9,1 9,2 9,3 9,4 9,5 9,6 9,7 9,8 William Fischer (07.08.2023). „Disney’s 1941 Strike Warned Us“. collider.com (archiviert)
  10. 10,0 10,1 10,2 10,3 10,4 10,5 10,6 FoundationINTERVIEWS (07.12.2016). „Animator Bill Melendez on going on strike at Disney – EMMYTVLEGENDS.ORG“. youtube.com YouTube
  11. 11,0 11,1 11,2 11,3 Ryan Silberstein, Meagan Bojarski (25.04.2023). „The Reluctant Dragon and the Animators’ Strike“. moviejawn.com
  12. 12,0 12,1 12,2 12,3 Stanley McChrystal, Jeff Eggers, Jason Mangone (23.10.2018). „Leaders: Myth and Reality“. Penguin UK. books.google.de
  13. 13,0 13,1 13,2 13,3 13,4 13,5 13,6 13,7 Paul Prescod (29.05.2021). „80 Years Ago Today, Disney Animation Workers Went on Strike“. jacobin.com (archiviert)
  14. 14,0 14,1 14,2 14,3 14,4 14,5 14,6 Sam Lowry. „The Disney cartoonists strike, 1941 – Sam Lowry“. libcom.org (archiviert)
  15. 15,00 15,01 15,02 15,03 15,04 15,05 15,06 15,07 15,08 15,09 Matthew Dominguez. „Where Dreams Come True?: The Impacts of the 1941 Animators’ Strike“. calstatela.edu (archiviert)
  16. John Canemaker. „Walt Disney’s Nine Old Men and the Art of Animation“, S. 212.
    35 US-Dollar die Woche war Ollie Johnstons Gehalt als Painter bei Paramount.
  17. Shamus Culhane. „Talking Animals“, S. 200. Die Angabe des Fleischer-Studio-Gehalts stammt von Nick Tafuri.
  18. 18,0 18,1 18,2 18,3 Daniel Lammin. „In-Betweener #2: The Disney Strike and The Reluctant Dragon“. maketheswitch.com.au
  19. 19,0 19,1 19,2 19,3 19,4 19,5 „Disney animators’ strike“. disney.fandom.com (archiviert)
  20. „Burt Gillett“. wikipedia.org, Stand vom 30.05.2026
  21. 21,0 21,1 21,2 Aussage Art Babbitt in: „NLRB v. Disney“
  22. 22,0 22,1 22,2 22,3 „Federation of Screen Cartoonists pledge“. digital-collections.csun.edu (archiviert)
  23. 23,0 23,1 23,2 23,3 23,4 (11.10.2022). „Witness History: Disney animators’ strike“. bbc.co.uk
  24. 24,0 24,1 24,2 Steven Watts (1997). „11: Animation and Its Discontents“ in: „The Magic Kingdom: Walt Disney and the American Way of Life“, Boston: Houghton Mifflin, S. 203-27
  25. Klaus Strzyz (März 1988). „Art Babbitt Interview“ in: Comics Journal März 1988, S. 77-87
  26. 26,0 26,1 26,2 26,3 26,4 ArtBabbittArt (06.06.2014). „Art Babbitt and Gunther Lessing“. youtube.com YouTube
  27. „Company union“. wikipedia.org, Stand vom 29.05.2026
  28. „Angriff auf Pearl Harbor“. wikipedia.org, Stand vom 24.03.2026
  29. 29,0 29,1 29,2 29,3 29,4 29,5 29,6 29,7 Diane Disney Miller und Pete Martin (1956). „Eleven“ in: „The Story of Walt Disney“. Henry Holt and Company, New York. S. 183-190. archive.org
  30. 30,0 30,1 30,2 30,3 30,4 Francine Uenuma (04.09.2023), „Disney animators strike during WWII changed the company — and Hollywood“ washingtonpost.com (archiviert)
  31. 31,0 31,1 31,2 (05.12.1944). „National Labor Rel. Board v. Walt Disney Productions, 146 F.2d 44 (9th Cir. 1944)“. law.justia.com (archiviert)
  32. Szabu (26.05.2009). „Dumbo – Hit the Big Boss for a Raise (English + subs)“. youtu.be YouTube
  33. „Dumbo Script – Dialogue Transcript“. script-o-rama.com (archiviert)
  34. siehe Herr Direktor, unsere Gage ist zu klein
  35. „Hit the Big Boss (For a Raise)“. disney.fandom.com (archiviert)
  36. 36,0 36,1 Toussaint Egan (29.05.2023). „Walt Disney cheated his animators out of profits — and their strike changed the world“. polygon.com (archiviert)
  37. 37,0 37,1 37,2 37,3 37,4 37,5 37,6 37,7 Jim Korkis (20.12.2019). „In His Own Words: Herb Sorrell and the 1941 Disney Strike“. cartoonresearch.com (archiviert) / jimhillmedia.com (archiviert)
  38. 38,0 38,1 38,2 38,3 Diane Disney Miller und Pete Martin (1959). „Kapitel 9“ in: „Mein Vater Walt Disney“. C. Bertelsmann Verlag. S. 154-157
  39. 39,0 39,1 39,2 39,3 39,4 39,5 39,6 (Juni 1941). „Strike at Disney“ in: „The Screen Actor Magazine“. cartoonresearch.com / jimhillmedia.com / babbittblog.com (archiviert)
  40. „Disney Animators’ Strike of 1941“. ideologicalart.wordpress.com (archiviert)
  41. 41,0 41,1 American Experience | PBS (09.10.2015). „A Strike at Walt Disney Studios“. youtube.com YouTube
    Ausschnitt aus American Experience Staffel 28 Folge 1 und 2 (2015)
    „A Strike at Walt Disney Studios“. pbs.org
  42. (10.01.2014). „He’s been Streep-slapped“. paintingtheculturered.com (archiviert)
  43. 43,0 43,1 Jim Korkis (2016). „Walt Battles the Commies: The HUAC Testimony“ in: „The Vault of Walt: Volume 5: Additional Unofficial Disney Stories Never Told“. Theme Park Press. ISBN-10: 168390009X ISBN-13 978-1683900092
  44. Thomas Brady. „Whimsy on Strike“ in: New York Times vom 29. Juni 1941
  45. Josh Spiegel (27.11.2019). „Revisiting ‚The Reluctant Dragon‘, Disney’s Often-Forgotten And Uniquely Controversial Blend Of Animation And Live-Action“. slashfilm.com (archiviert)
  46. Les Perkins (21.06.2016). „7 Decisive Facts about The Reluctant Dragon“ d23.com (archiviert)
  47. hannahjlurie (10.12.2012). „Disney and the 1941 Animators’ Strike“. cronkitehhh.jmc.asu.edu (archiviert)
  48. 48,0 48,1 48,2 48,3 48,4 Keith Gluck (08.09.2016). „Walt and the Goodwill Tour“. waltdisney.org
  49. „Goodwill tour“. wikipedia.org, Stand vom 01.08.2024
  50. 50,0 50,1 50,2 50,3 „The Disney Strike, 1941“. animationguild.org
  51. „Art Babbitt“. d23.com (archiviert)
  52. Diane Disney Miller in „Walt and El Grupo“, 2008
  53. Thomas Andrae. „Carl Barks and the Disney Comic Book“ S. 211–212
  54. Steve Chiotakis (18.07.2022). „Why ‚Snow White‘ pushed Disney animators to go on strike, unionize“. kcrw.com (archiviert)