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Der Blender

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Der Blender
The Gleam
Erstveröffentlichung: 19. Januar 1942 – 2. Mai 1942
Entstehungsdatum: 1942
Storycode: YM 048
Story: Floyd Gottfredson & Merrill De Maris
Zeichnungen: Floyd Gottfredson & Bill Wright
Seiten: 90 Tagesstrips, 30 Seiten in der FGL
Deutsche Übersetzung: Erik Rastetter
Deutsche Erstveröffentlichung: Ich Goofy 2
Weiterführendes
Liste der Fortsetzungsgeschichten von Floyd Gottfredson
Infos zu Der Blender beim I.N.D.U.C.K.S.
Verbrechen am versteckten Fluss

Der Blender, Der Raub der Juwelen oder auch Die geheimnisvollen Schmuckdiebstähle (engl. The Gleam) ist eine Comicgeschichte von Floyd Gottfredson und Merrill De Maris aus dem Jahr 1942, die unmittelbar an die Geschichte Verbrechen am versteckten Fluss anschließt.

Figuren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cameo-Auftritte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klarabella Kuh
  • Rudi Ross
  • Patrizia
  • Waffler (Polizist)
  • Frau Oberwichtel
  • Frau von Fratz
  • Joe (Elektriker)
  • Frau Reinstein (Reichstein im redaktionellen Teil der FGL)

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wohlhabenden Dietbert und Martha Mäusegarn, Minnies vermeintliche Verwandte, treffen in Entenhausen ein und werden sofort in die feine Gesellschaft integriert. Doch die glamourösen Abendveranstaltungen werden von einer Serie rätselhafter Diebstähle überschattet: Jedes Mal fällt plötzlich der Strom aus, und wertvolle Juwelen verschwinden spurlos. Ein von Inspektor Issel aufgenommenes Foto scheint den Täter zu entlarven, den berüchtigten Juwelendieb „der Blender“, erkennbar an seinem turbanartigen Kopfschmuck mit Edelstein. Dennoch gelingt es niemandem, ihn aufzuhalten oder seine mutmaßlichen Komplizen zu identifizieren.

Die Situation wird noch mysteriöser, als Micky und Issel selbst wiederholt unter unerklärlichen Aussetzern leiden, sich wie willenlose Wesen verhalten und sich später an nichts erinnern können. Der Verdacht fällt schließlich auf Hypnose als Mittel, mit dem der Täter seine Opfer kontrolliert. Besonders erschütternd ist für Mickey der Moment, in dem er Minnie dabei beobachtet, dem Dieb scheinbar freiwillig gestohlene Juwelen zu übergeben.

Parallel dazu häufen sich seltsame Vorfälle: Minnie wirkt zeitweise verwirrt, verschwindet während eines Stromausfalls und taucht kurz darauf wieder auf, ohne sich an etwas zu erinnern. Auch ihre angeblichen Verwandten verhalten sich auffällig. Während die Polizei im Dunkeln tappt, verdichten sich die Hinweise, dass hinter den Verbrechen ein ausgeklügelter Plan steckt.

Die Aufklärung gelingt schließlich dank Goofy: Da er sich als immun gegen Hypnose erweist, stellt er den Täter und hält ihn lange genug fest, bis die Polizei eingreifen kann. Die überraschende Wahrheit kommt ans Licht: Der „Blender“ ist in Wirklichkeit Minnies angeblicher Onkel Dietbert, unterstützt von seiner Komplizin Martha. Beide hatten Minnie hypnotisiert, um sie glauben zu lassen, sie seien ihre Verwandten, und sie anschließend dazu gebracht, die Diebstähle unbewusst selbst auszuführen.

Nach der Verhaftung der Täter und der Rückgabe der gestohlenen Juwelen kehrt wieder Ruhe ein. Goofy bleibt stolz auf seinen entscheidenden Beitrag, auch wenn er nicht ganz versteht, warum gerade er gegen die Hypnose immun war.

Hintergrund und Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joe Torcivia zufolge lasse sich die Geschichte als ein Spiel mit Hypnose und Täuschung verstehen: Obwohl Hypnose als veränderter Bewusstseinszustand beschrieben werde, sei die Handlung zugleich durchgehend von Irreführung geprägt, sowohl gegenüber den Figuren als auch den Lesern. Bereits der anfängliche Schock um Minnies vermeintlichen Tod zeige diese Strategie, die sich durch weitere Tricks wie die verschleierten Identitäten dank der typischen Handschuhe und die Besonderheiten des Mediums Comic fortsetze, etwa, dass Stimmen nur gelesen und nicht gehört werden können. Dadurch bleibe das Geheimnis um den Bösewicht länger gewahrt, bis die wahre Identität erst am Ende enthüllt werde. Insgesamt wirke die Geschichte weniger wie eine reine Hypnose-Erzählung, sondern vielmehr wie ein Beispiel für Gottfredsons erzählerische Kunst, die den Leser selbst in eine Art „Täuschung“ versetze und zugleich eine Verbindung zwischen früheren und späteren Micky-Maus-Krimis herstelle.[1]

Die Geschichte hat eine außerordentlich gute Bewertung auf Inducks und belegt derzeit (Stand März 2026) den 85. Platz.[2]

Deutsche Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Torcivia, J. (2021). Meister der Täuschung. In F. Gottfredson, Floyd Gottfredson Library (A. Voigtmann, Übers., Bd. 6, S. 212). Berlin: Egmont Verlagsgesellschaften mbH.
  2. https://inducks.org/recommend.php?top100=1