LTB 69
| Siehe auch die Rezension dieses Bandes! |
| Lustiges Taschenbuch | ||||||
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| Dagoberts große Schau | ||||||
| Der Südsee-Yeti | ||||||
| Erscheinungsdatum: | 14. Juli 1980 | |||||
| Chefredakteur: |
Dr. Erika Fuchs | |||||
| Übersetzung: | ||||||
| Geschichtenanzahl: | 5 | |||||
| Seitenanzahl: | 254 | |||||
| Preis: | D: DM 4,80 A: öS 37 CH: SFR 4.80 | |||||
| Weiterführendes | ||||||
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Original[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die LTB-Bände 1 bis 116 sind bis auf wenige Sonderfälle Übernahmen aus der italienischen Reihe I Classici di Walt Disney. Die Vorlage für das LTB 69 ist der Band Papershow I Classici di Walt Disney, Seconda Serie # 23 (Nov. 1978), der seinerseits eine Neuauflage des Bandes I Classici di Walt Disney, Prima Serie # 13 (Dez. 1963) war.
Im Laufe der Jahre wurden immer häufiger einzelne oder mehrere Geschichten für die deutschsprachige Ausgabe ausgetauscht, teils weil sie bereits in Deutschland veröffentlicht worden waren, teils weil Inhalte für das deutsche Publikum problematisch schienen (Thema Zensur). Auch andere Gründe mag es gelegentlich gegeben haben. Für LTB 69 wurde Der güldene Wasserfall gegen Geisterstunde auf Schloss Schreckenstein ausgetauscht.
Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Vor- und Rahmengeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: Prologo a "Papershow"
- Story: Gian Giacomo Dalmasso
- Zeichnungen: Giuseppe Perego
- Erstveröffentlichung: 01.12.1963
- Genre: Rahmengeschichte
- Figuren: Donald Duck, Onkel Dagobert, Primus von Quack, Tick, Trick und Track, Daisy Duck, Panzerknacker
- Seiten: 21
Primus von Quack ist zu Besuch nach Entenhausen gereist und wird von Donald und den Jungs am Flughafen abgeholt. Nach einem kleinen Auffahrunfall bezieht Primus sein Zimmer in Donalds Haus, während Donald bei Onkel Dagobert anruft und um einen Termin bittet. Der Universalgelehrte Primus von Quack hat nämlich die glorreiche Idee, Episoden aus Dagoberts Leben zu verfilmen und unter dem Titel „Millionär in 30 Tagen? – Der Duck-Report klärt alle Fragen!“ zu vermarkten. Angesichts der in aussicht gestellten Gewinne ist Onkel Dagobert ist Feuer und Flamme für die Idee. Die ärmsten (und dümmsten) Opfer des Werbekonzepts sind die Panzerknacker, die wahrhaftig glauben, die Reihe würde ihnen den Weg zum Reichtum ebnen. So suchen sie Professor Ticktack (aus dem Film „Der Südsee-Yeti“) auf, der sie aber abblitzen lässt. Danach wollen sie die Kinokasse von Daisy ausrauben, werden aber von Primus und der versammelten Presse überrascht und sodann vom schießwütigen Dagobert in die Flucht geschlagen. Am Ende scheitert auch noch der orientalische Seiltrick, den sich die Bande in der Episode „Der verlorene Ziegelstein“ abgeschaut hat…
Der Südsee-Yeti[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: Paperino e l'uomo di Ula-Ula
- Story & Zeichnungen: Romano Scarpa
- Tusche: Rodolfo Cimino
- Erstveröffentlichung: 10.08.1959
- Genre: Abenteuer
- Figuren: Onkel Dagobert, Donald Duck, Tick, Trick und Track, Panzerknacker, Herr Bauz
- Seiten: 37
- Nachgedruckt in: LTB Spezial 53
Die abenteuerlustige Familie Duck kommt auf einer abgelegenen Insel im Ozean an, allerdings nicht, um einen verlorenen Schatz zu suchen, sondern um einen verlorenen Freund wiederzufinden. Dazu müssen Onkel Dagobert, Donald und seine Neffen jedoch viele Gefahren überwinden, die die Insel zu bieten hat. Auf dem höchsten Gipfel der Insel angekommen, bereiten sich die Entenhausener auf die Nacht vor. Entschlossen, die ganze Nacht wach zu bleiben, beginnen Onkel Dagobert, Donald und die Jungs, sich gegenseitig die Ereignisse zu erzählen, die sie auf diese abgelegene Insel geführt haben.
Um den Überblick über die Bilanz seines weltumspannenden Finanzimperiums zu behalten, bedient sich Dagobert Duck gleich zweier Buchhaltungsabteilungen, sodass diese ihre Ergebnisse gegenseitig kontrollieren können. Eines Tages bemerkt Onkel Dagobert jedoch eine beinahe lächerliche Differenz, die ihn aber sogleich in Panik versetzt und er sein Geschäft bereits vor dem Konkurs sieht. Nachdem er seiner Verzweiflung Ausdruck verliehen hat, erfährt Dagobert jedoch aus einer alten Zeitung, dass ein gewisser Professor Ticktack im kleinen Tellvetien einen Supercomputer entwickelt hat, der jede ihm vorgelegte Berechnung schnell und mit äußerster Präzision ausführen kann. Sofort fliegt Onkel Dagobert nach Tellvetien, um dem Professor sein Elektronengehirn abzukaufen.
Zurück in Entenhausen eröffnet der Magnat die Buchhaltungsabteilung C, die einzig aus dem Supercomputer besteht. Doch der schusselige Professor hat vergessen, Onkel Dagobert bescheid zu sagen, dass das Elektronenhirn so sensibel ist, dass er nur von einer Person richtig bedient werden kann, die ihm sympathisch ist. Ansonsten gibt der Computer nur pampig formulierte Antworten von sich. Nun sucht Onkel Dagobert also eine besonders liebenswürdige Person, die mit dem Computer kommunizieren kann. Hier kommt Donald ins Spiel, der gerade einen Ratgeber gelesen hat und sich einbildet, sehr einfach Sympathiepunkte sammeln zu können. Trotzdem beginnt Donald nach einem ersten erfolglosen Versuch mit Engagement eine lange Reihe von Tests, sich die Sympathie des Superhirns zu sichern.

Schließlich kontaktiert Onkel Dagobert telefonisch Professor Ticktack, der ihm den Rat gibt, dass sein früherer Gast Herr Bauz der Einzige ist, der das Elektronengehirn bedienen kann. Herr Bauz ist auch als „Südsee-Yeti“ bekannt und lebt auf einer winzigen Insel im Pazifik. Onkel Dagobert macht sich auf den Weg und kehrt schon bald mit Herrn Bauz, einem Mann mit dichtem Fell, der sich mit einfachen Kehlgeräuschen ausdrückt, nach Entenhausen zurück. Später besuchen Tick, Trick und Track den Geldspeicher, um Herrn Bauz kennenzulernen und mit eigenen Augen zu sehen, wie effizient die neue Buchhaltungsabteilung C arbeitet. Sie überzeugen sich davon, dass sich Onkel Dagobert rührend um Herrn Bauz kümmert, ihm jeglichen Komfort bietet und der Computer endlich richtig funktioniert.
Allerdings decken Tick, Trick und Track im Talerbad des Hauptgeldspeichers einen schrecklichen Betrug auf: Unter dem Geld befindet sich ein großes Netz, das mit einem System aus Flaschenzügen und Hebeln das Niveau von Onkel Dagoberts Barvermögen anhebt und so die regelmäßigen Diebstähle verbirgt. Onkel Dagobert reagiert wütend und beschuldigt den armen Herrn Bauz, ihn bestohlen zu haben. Daraufhin entlässt Onkel Dagobert den unschuldigen Herrn Bauz, aber seine Neffen, die an Bauz' Ehrlichkeit glauben, beschließen, eigene Nachforschungen anzustellen. Sie entdecken, dass eine bestimmte Rohrleitung, die aus Onkel Dagoberts Supercomputer herausführt, das gestohlene Geld tatsächlich zu einem großen Schiff transportiert, das im Hafen vor Anker liegt. Mit Hilfe der Polizei werden die Panzerknacker, die hinter der ganzen Aktion stecken, überführt und verhaftet. Zwar ist Onkel Dagobert froh darüber, dass er sein geliebtes Geld zurückhat, doch er fühlt sich schuldig, da er Herrn Bautz vorschnell verurteilt hat. Daher beschließt er, ihm ein ganz besonderes Geschenk zu überlassen.
→ Eine detailliertere Inhaltsangabe sowie weitere Informationen gibt es im Hauptartikel Der Südsee-Yeti.
Die Insel der betrübten Affen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: Paperino e l'isola delle scimmie afflitte
- Story: Guido Martina
- Zeichnungen: Giovan Battista Carpi
- Erstveröffentlichung: 10.07.1958
- Genre: Abenteuer
- Figuren: Donald Duck, Onkel Dagobert, Tick, Trick und Track
- Seiten: 58
Vor Jahren sind Donald und Dagobert mit ihrem Schiff auf der Suche nach einem Versteck für Dagoberts Geld auf einer Insel voller Affen gelandet. Da Donald den Affenkönig Bongo zum Lachen gebracht hat, folgen ihm die Tiere aufs Wort. Dagobert hatte sein Gold auf der Insel gelassen, welches von den Affen bewacht wird.

Nun sind an Donald und Dagobert Briefe eingetroffen, dass die Insel im Meer versunken sei. Die beiden machen sich sofort auf, um das zu prüfen. Tick, Trick und Track reisen hinterher, denn ihnen ist etwas aufgefallen: die Affen können nicht schreiben und auf der Insel gibt es kein Postamt. Tatsächlich ist es eine Falle: die fünf Ducks werden nach ihrer Ankunft von einer Ganovenbande entführt, deren Anführer Dagoberts Schiffskoch von der ersten Reise ist, der damals gesehen hat, dass Dagobert heimlich Gold verschifft hat. Da die Affen, die das Gold immer noch bewachen, auf Donald und Dagobert hören, sollen sie die Tiere befehlen, sich zurückzuziehen, damit die Ganoven an das Gold können. Den Ducks gelingt die Flucht zu den Affen. Mit Waffen aus einer Höhle verjagen sie gemeinsam den Koch und seine Komplizen. Nachdem das Gold auf Dagoberts Schiff gebracht wurde, sieht sich Donald in der Höhle um in der Hoffnung, einen Piratenschatz zu finden. Er findet allerdings nur Truhen mit Schwarzpulver. Während die Affen, denen Bongo befohlen hatte, auf Donald aufzupassen, damit er ihn nicht wieder verlässt, das Schwarzpulver essen, rennen die Ducks zu ihrem Schiff. Die Affen springen ihnen nach, durch das Schwarzpulver in ihrem Bauch explodiert das Schiff und Dagoberts Gold versinkt diesmal wirklich. Donald flieht zurück auf die Insel, damit ihn die Affen vor Dagoberts Wut beschützen.
Eine Wette mit Konsequenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: Paperino e la disfida dei tromboni
- Story: Guido Martina
- Zeichnungen: Mario Sbattella
- Erstveröffentlichung: 10.08.1956
- Genre: Gagstory
- Figuren: Donald Duck, Onkel Dagobert, Tick, Trick und Track
- Seiten: 47
Zu Beginn der Sommerzeit ist Onkel Dagobert mal wieder mit den Nerven am Ende und zu allem bereit, daher kettet er sich kurzerhand an einen Blitzableiter und kann nur von Donald und Tick, Trick und Track gerettet werden. Grund des finanziellen Fiaskos ist, dass Onkel Dagobert über seine Zeitung bewusst die Falschmeldung verbreitet hat, dass ein Wirbelsturm über Entenhausen hinwegfegen würde. Dadurch haben die Leute zwar Regenschirme und Regenjacken gekauft, aber auch ihre Reservierungen für Onkel Dagoberts Hotels storniert, da sie aus Sorge das Haus nicht mehr verlassen. Nun sind Dagoberts teure Hotels noch vor Start der Sommerfrische allesamt leer. Daraufhin bieten Tick, Trick und Track zusammen mit Onkel Donald an, für Abhilfe zu schaffen und die Werbetrommel zu führen, damit sie selbst in den Genuss eines Urlaubs am Strand kommen. Onkel Dagobert willigt ein und lässt seine Neffen gewähren.
Donald und Tick, Trick und Track fahren nach einigen Irrungen und Wirrungen in den Küstenort Costa Nova, wo Onkel Dagobert einen riesigen Hotelkomplex betreibt. Der ursprüngliche Direktor zieht sich zum Angeln zurück, denn er will mit Donalds Schwindeleien nichts zutun haben. Donald hat nämlich das „Festival der ungeraden Tage“ ausgerufen und kräftig die Werbetrommel gerührt. Er behauptet, dass die Gäste an ungeraden Tagen eine kostenlose Mahlzeit im hoteleigenen Restaurant erhalten. Die Aktion zündet bei den Leuten, die zahlreich herbeiströmen und es sich schmecken lassen. Dadurch kommt aber kein Geld in die Kassen, denn die Hotelgäste fasten an geraden Tagen und zahlen keine überhöhten Preise.
Wenig später checkt zu allem Übel der stinkreiche Herr Tröterich im Hotel ein, der ein begnadeter Trompeter ist, gleichzeitig aber auch ein giftiger Misanthrop und Leuteschinder. Der Künstler legt sich mehrfach mit Donald an und auch die Neffen sind von dem arroganten Hotelgast genervt, der mit seinen Taten auch noch die anderen Hotelgäste verschreckt. Trotzdem will Donald sich Mühe geben, ihn nicht zu sehr zu verärgern, denn er fürchtet eine Schadensersatzforderung in höhe von 10.000 Talern. In der Folge kommt es zu ständigen Kapriolen, Streichen und böswilligen Attacken zwischen Donald und Herrn Tröterich. Nach zwei Tagen hat Herr Tröterich genug und checkt ebenfalls aus. Donald glaubt nun, endlich seine Ruhe zu haben, aber da taucht Onkel Dagobert wieder auf und vermeldet scharf, dass er eine besondere Wette mit Herrn Tröterich abgeschlossen hatte, die Donald unbedachterweise sabotiert hat. Nun ist Donald mal wieder der Schuldige und muss die Suppe auslöffeln.
Geisterstunde auf Schloss Schreckenstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

- Originaltitel: Paperino e la paura fa 90... dollari
- Story: Jerry Siegel
- Zeichnungen: Giancarlo Gatti
- Erstveröffentlichung: 10.02.1974
- Genre: Horror
- Figuren: Donald Duck, Tick, Trick und Track, Onkel Dagobert
- Seiten: 35
- Nachgedruckt in: LTB Spezial 27
In einem Freizeitpark in Entenhausen wollen Tick, Trick und Track zusammen mit ihrem Onkel Donald unbedingt eine Geisterbahn besuchen. Das lässt sich Donald nicht zweimal sagen, der seine neunmalklugen Neffen für Angeber und Angsthasen gleichermaßen hält. Tatsächlich fürchten sich die Kinder vor Monsterattrappen, Piraten, einer Riesenspinne und einem Henker. Donald aber scheint der ganze Spuk nichts auszumachen, denn er hält alles für Hokuspokus und enttarnt jeden Trick der Geisterbahn. Einige Tage später fahren Donald und die Jungs zum Campen. In der Nacht werden sie jedoch unsanft geweckt und steigen aus dem Zelt, wo sich ein waschechter Ritter mit einer langen Lanze vor ihnen aufbaut. An der Spitze der Lanze ist ein Zettel mit einer Botschaft befestigt, die für Donald bestimmt ist.
Aus der schriftlichen Nachricht geht hervor, dass Donald Duck der glückliche Gewinner des Schloss Schreckenstein ist – ebenjener Burg, die seit Jahrhunderten verlassen daliegt. Donald ist begeistert und will sich seinen neuen Besitz schon am nächsten Tag ansehen. Am Schloss angekommen wartet schon der Notar Herr Kastellan auf die Ducks, denn Donalds Gewinn hat eine gewagte Nebenbedingung: Er und Tick, Trick und Track müssen drei Tage und drei Nächte auf Schloss Schreckenstein bleiben, um die Eigentumsrechte legal zu erhalten. Ohne zu Zögern nehmen Donald und die Neffen die Herausforderung an.
Doch schon in der ersten Nacht müssen die Ducks feststellen, dass in dem alten Gemäuer nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Lärm unbekannten Ursprungs, zwinkernde Gemälde und fliegende Stühle rauben Donald den Schlaf. Trotzdem bleiben die Entenhausener standhaft. In der zweiten Nacht treiben sogar Gespenster auf Schloss Schreckenstein ihr Unwesen und machen dem Namen des stolzen Anwesens alle Ehre. In der dritten Nacht aber überwinden Tick, Trick und Track ihre Furcht und wollen im Keller des Schlosses nach der Ursache der nächtlichen Ruhestörung suchen. Zum Glück kann Donald in letzter Sekunde eingreifen und seinen Neffen aus der Klemme helfen. Doch damit ist das Abenteuer noch nicht zu ende, denn auch der knickerige Onkel Dagobert hat seine Hände mal wieder im Spiel gehabt.
Zwischengeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: Prologo a "Paperino tutto bene"
- Story: Gian Giacomo Dalmasso
- Zeichnungen: Giuseppe Perego
- Erstveröffentlichung: 01.04.1979
- Genre: Rahmengeschichte
- Figuren: Donald Duck, Tick, Trick und Track, Oma Duck, Onkel Dagobert (hier nicht zu sehen sind Daisy Duck, Daniel Düsentrieb, Dussel Duck, Primus von Quack)
- Seiten: 5
Nach dem Abenteuer auf Schloss Schreckenstein kommen Tick, Trick und Track Zweifel daran, dass der hohle Baum, der ihnen die Geldscheine abgesaugt hat, tatsächlich ein Zauberwesen ist. Eine Überprüfung vor Ort bestätigt ihre Vermutung. Im Anschluss fahren Donald und die Jungs zu Oma Duck zum Essen. Dringende Angelegeheiten und ein Jobangebot von Onkel Dagobert rufen Donald jedoch zurück in die Stadt.
Der verlorene Ziegelstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: Paperino e il muro del riso
- Story: Guido Martina
- Zeichnungen: Giovan Battista Carpi
- Tusche: Giulio Chierchini
- Erstveröffentlichung: 10.08.1954
- Genre: Abenteuer, Reise
- Figuren: Donald Duck, Onkel Dagobert, Tick, Trick und Track, Gustav Gans
- Seiten: 47
- Anmerkung: Die Geschichte gehört zum Frühwerk von Giovan Battista Carpi, der später gemeinsam mit Romano Scarpa und Luciano Bottaro zu den bedeutendsten und einflussreichsten italienischen Disney-Comickünstlern werden sollte.
Eines Tages sind Donald Duck und Tick, Trick und Track wegen es Jobangebots im großen Ziegelsteinwerk von Onkel Dagobert. Der griesgrämige Fantastilliardär will Donald eine Stelle als menschlicher Ziegelsteinzähler schmackhaft machen, die Donald allerdings mit harschen Worten ablehnt. Während Onkel Dagobert im Büro des Ziegelsteinwerks verweilt, stiftet Donald inzwischen weiteres Unheil an: Er nimmt eine kleine Schachtel mit einer Wertsendung entgegen, quittiert den Empfang und lässt das Päckchen aus Ungeschicklichkeit in Rangelei mit seinen Neffen in die Ziegelmasse unter ihm plumpsen. Donald beschließt, sein Missgeschick für sich zu behalten, um Dagoberts Wut zu entgehen.

Dieser Plan geht jedoch nur eine Woche gut, denn Onkel Dagobert vermisst das an ihn adressierte Päckchen und hat die Quittung in der Hand, die von Donald Duck höchstpersönlich unterschrieben wurde. Onkel Dagobert erklärt, dass sich in dem Päckchen ein wertvoller Rubin im Wert von einer Million Taler befand, mit dem ein gewisser Mister Bambalore aus Indien seine Rechnung für erhaltene Ziegelsteine bei Onkel Dagobert bezahlen wollte. Zurück im Ziegelsteinwerk staunt Donald darüber, dass sein arroganter Vetter Gustav Gans offenbar die Stelle als Ziegelsteinzähler angenommen hat und guter Laune ist. Aus den Büchern der Fabrik geht hervor, dass am Tag des Unglücks sage und schreibe 999.853 Ziegelsteine gebrannt und vollständig an Herrn Bambalore geliefert worden sind. Daraufhin schickt Onkel Dagobert seine Neffen Donald sowie Tick, Trick und Track in das Land der Tiger, Schlangen, Tempel und Fakire – und nehmen die Ware, die Herr Bambalore bei Onkel Dagobert bestellt hat, in einer unhandlichen Holzkiste gleich mit.
Ein Ritt mit dem Elefantentaxi, eine Übernachtung im schwerelosen Zustand bei einem Fakir und Donalds verschwenderisches Verhalten sorgen in Indien für Chaos und Katastrophen am laufenden Band. Schließlich hat Donald genug von der strapaziösen Reise, wirft die Holzkiste in einen Fluss und will sich darauf bis zur Baustelle von Herrn Bambalore treiben lassen. Zu spät sehen die Neffen, dass auf der Kiste die Aufschrift „Vor Nässe schützen“ steht, nachdem sie auf dem Ganges Richtung Benares weitergereist sind. Bambalore ist jedoch gar nicht begeistert, als er die Kiste öffnet und den absolut unbrauchbaren Inhalt darin vorfindet. Donald wird eingesperrt, aber mithilfe eines freundlichen Fakirs von den Jungs befreit. Sie bringen in Erfahrung, dass die Ziegel nach China weiterverkauft wurden, überqueren deshalb den Himalaya und zerklopfen schlussendlich alle Ziegel mit Hammer und Handkraft. Die Ziegelsteine wurden für den Bau einer massiven Mauer verwendet, welche eine Reisfeldanlage in Yung-Fen abgrenzt, die ausgerechnet in Onkel Dagoberts Besitz ist.
Der Rubin ist in sämtlichen zerstörten Ziegelsteinen erstaunlicherweise nicht zu finden. Die Reste der Mauer bringt Donald mit zurück nach Entenhausen, auf dass die Ziegel in Dagoberts Werk wiederaufbereitet würden. Nun schuftet Donald zur Strafe also auch noch als Ziegelsteinbäcker. Ausgerechnet seinem vom Glück verwöhnter Vetter Gustav Gans fällt der teure Rubin am Ende direkt vor die Füße und er erhält eine fürstliche Belohnung von Onkel Dagobert.

