LTB Mini Pocket 3
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| Micky | ||||||
(© Egmont Ehapa) | ||||||
| Erscheinungsdatum: | 7. Juli 2005 | |||||
| Chefredakteur: | ||||||
| Übersetzung: | Alexandra Ardelt, Gudrun Penndorf, Gerlinde Schurr | |||||
| Geschichtenanzahl: | 8 | |||||
| Seitenanzahl: | 308 | |||||
| Preis: | 4,50 € | |||||
| Weiterführendes | ||||||
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Das Lustige Taschenbuch Mini Pocket Nr. 3 beinhaltet auf 302 Seiten acht Geschichten. Der Gesamtband besteht aus 304 Seiten. Diese Ausgabe des LTB Mini Pockets ist Micky Maus gewidmet und enthält drei deutsche Erstveröffentlichungen.
Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Affenzirkus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: Monkey Business
- Story: Andreas Pihl
- Zeichnungen: José Antonio González
- Erstveröffentlichung: 29.07.2004
- Genre: Abenteuer, Absurdes
- Figuren: Micky Maus, Professor Mysterius, Leonardo
- Seiten: 36
- Deutsche Erstveröffentlichung
Der begeisterte Taucher Micky hat sich in die Tiefen des Meeres vorgewagt. Da sieht er ein kleines U-Boot pfeilschnell in gewagten Manövern durchs Wasser sausen. Doch plötzlich verliert der Pilot des Fahrzeuges offenkundig die Kontrolle. Micky schwimmt dem U-Boot nach und rettet den Piloten, dem der Sauerstoff ausgegangen ist. Er befördert das unglückselige Geschöpf an die Wasseroberfläche, wo sich herausstellt, dass es sich um einen Affen namens Leonardo handelt, der von einem verrückten Wissenschaftler trainiert wird. Professor Mysterius sieht überall nur Spione und hält auch Micky zunächst für einen, bis dieser ihm klarmacht, dass ein Spion wohl kaum den Affen gerettet hätte. Professor Mysterius ist zudem der fixen Überzeugung, dass der Affe aus den Tiefen des Meeres gekommen sei und von einer dort lebenden Spezies ausgesandt wurde, um die Menschen auszuspionieren und letztlich eine Invasion der Erdoberfläche vorzubereiten. Nun will der Professor Leonardo trainieren und zu einem eigenen Spion erziehen, um gegen die bedrohung aus der Tiefe vorgehen zu können. Micky, der am Geisteszustand des Professors zweifelt und diesem mit größten Mühen klarzumachen versucht, dass seine Theorie ein abstruses Hirngespinst ist, wird von diesem dennoch als Trainer des Affen eingestellt. Schnell stellt sich allerdings heraus, dass der aufgeweckte und freche Leonardo gar keinen Trainer benötigt.
Jedoch ist auch eine Gaunerbande hinter dem Affen her. Einen grobschlächtigen, tumben Ganoven, der in das geheime Labor des Professors eindringt, können Micky und Lenardo in Teamarbeit noch überwältigen. Der paranoide Professor Mysterius weigert sich allerdings, diesen der Polizei auszuliefern, denn er hält die Ordnungshüter für Komplizen der unterseeischen Streitmacht. Das soll er bereuen. Die Schurken kidnappen daraufhin den Professor und erpressen Micky damit, ihnen Leonardo und das U-Boot auszuliefern. Micky sieht keine andere Wahl, als darauf einzugehen, doch lassen die Ganoven sie deswegen trotzdem nicht laufen. Sie erweisen sich zudem als ausgesprochen dämlich, da sie Ballons aus Alufolie, die am Affen befestigt waren, für Stücke eines gewaltigen Silberschatzes halten und nun verlangen, der Affe möge den Rest holen. Letztlich gelingt es dem geistesgegenwärtigen, tollkühnen und abenteuerlustigen Micky, dafür zu sorgen, dass nicht der Professor und der Affe entkommen können, sondern auch das Schiff der Freibeuter versenkt wird.
Der entführte Komet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: Topolino e la cometa Beta
- Story: Fabio Michelini
- Zeichnungen: Massimo De Vita
- Erstveröffentlichung: 30.08.1992
- Genre: Science-Fiction
- Figuren: Gamma, Micky Maus, Pluto, Beta, Mack und Muck
- Seiten: 54
- Besonderheit: Fortsetzung mit Kometenstreit im All (LTB 201); der singende Wal, den Gamma mit einer Pfeife herbeiruft, ist Willi der singende Wal aus dem Meisterwerk Make Mine Music
- Nachdruck aus: LTB 182
(© Egmont Ehapa)
Gamma taucht mal wieder bei Micky auf und ist todtraurig. Er erzählt Micky, dass er vor einiger Zeit mit seinem Raumschiff in einen Meteoritenschauer geriet, der ihm ordentliche Probleme bereitete und das Raumfahrzeug schwer beschädigte. Gamma konnte sich gerade noch in die Spiralwolke retten, wo eilfertige Techniker sein Raumschiff reparierten. Die Spiralwolke ist jedoch zugleich Geburtsstätte der Kometen. Gamma wurde an diesem interessanten Ort ein wenig herumgeführt und verliebte sich im Kometenkindergarten auf Anhieb in das kleine Kometenmädchen Beta, das nichts als Flausen im Kopf hat. Da Beta den anderen Kometen lästig war, adoptierte Gamma das fröhliche Geschöpf. Doch nun ist Beta beim Flug nahe der Erde verschwunden und er schafft es nicht, sie wiederzufinden. Zu Gammas Freude taucht Beta dann aber von selbst wieder auf. Der Alltag pendelt sich trotz Betas Scherzen ein undbald erkennen sowohl Micky als auch der vom Kometen zunächst in Mitleidenschaft gezogene Pluto, dass Beta das Herz am rechten Fleck hat. Zudem staunt Micky über Betas Begeisterung für Blumen, da diese ein Pulver besitzt, das jedwedes Grün zum Erblühen bringt.
Doch allzu lange währt die Freude nicht, denn Beta wird nachts von einer seltsamen Person, die Betas Kräfte ausnutzen will, entführt. Als Micky und Gamma am nächsten Morgen die ruchlose Tat bemerken, bringt Plutos Spürnase sie zum Glück auf den richtigen Weg. Zudem hat Beta ihnen mit Blumen Zeichen gegeben, in welche Richtung sie geschleppt wurde. So gelangen die drei schließlich zu einem merkwürdigen Gebäude am Stadtrand. Als Pluto in dieses eindringt, gerät er sofort in die Fänge einer bestialischen fleischfressenden Pflanze. Micky und Gamma werden hingegen von Betas Entführerin geschnappt. Die elegante Dame behauptet, Blumen abgöttisch zu lieben und Betas Sternenstaub zu benötigen, um eine seltene Pflanze zum Blühen zu bringen. Ihre Blumenliebe hindert sie allerdings nicht daran, Beta in einen Käfig zu sperren und Micky und Gamma in einen Brunnen zu werfen, damit sie dort ertrinken. Indem Gamma telepathisch Kontrolle über den Hilfsroboter der üblen Hexe gewinnt, gelingt es ihm gerade noch rechtzeitig, die beiden zu befreien. Es kommt zum Kampf mit ihrer gemeinen Widersacherin, bis sie schließlich durch Betas Sternenstaub, der Leute zum Schweben bringt, außer Gefecht gesetzt werden kann. Schließlich gelingt es ihnen auch noch, den armen Pluto zu befreien, als Gamma erkennt, dass das bösartige Gehölz auch nur ein Roboter ist und er ganz einfach die Kontrolle über diesen gewinnen kann.
Der Berg des Lichts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: Topolino e la montagna di luce
- Story: Rudy Salvagnini
- Zeichnungen: Giuseppe Zironi
- Tusche: Gianni Gatti
- Erstveröffentlichung: 20.03.2001
- Genre: Abenteuer, Außerirdische
- Figuren: Micky Maus, Sandy Sanders, Paco, Horst Meier
- Seiten: 39
- Deutsche Erstveröffentlichung
- Nachgedruckt in: Donald Duck & Co 31, Donald Duck & Co 75
Micky erhält von seinem Freund, dem Archäologen Sandy Sanders, ein Päckchen mit einem rätselhaften dreieckigen Stein. Micky vermutet, dass es mit diesem Mineral etwas Besonderes auf sich hat. Da er dessen Geheinis nicht alleine entschlüsseln kann, beschließt er, Sandy selbst zu fragen. Rasch fährt er die Anden, wo sich der abenteuerlustige Archäologe momentan aufhält. Dort angekommen trifft er auf den aufgeweckten Jungen Paco, der von Sandy geschickt wurde, um Micky zu dessen Lager zu bringen. Doch als nach halbsbrecherischem Weg über Saumpfade und einsturzgefährdete Hängebrücken beim Lager ankommen, ist dieses verlassen. Auf der Suche nach ihm stoßen sie in eine Höhle vor, in der Sandy länger gearbeitet hat. Hinter einer bewegbaren Steinplatte finden sie ihn schließlich, jedoch gefesselt. Die Kreatur, die Sandy dort gefangenhält, ist aus blankem Metall, überaus aggressiv und verschießt Feuer. Micky und Paco gelingt es Sandy zu befreien und die drei flüchten vor dem Bio-Metalloiden, der schließlich den Eingang der Höhle versiegelt. Als sich es die drei Abenteurer nach vorläufig überstandener Gefahr beim Lagerfeuer gemütlich gemacht haben, erzählt Sandy seinen beiden Freunden, was er herausgefunden hat. Tief im Inneren dieses Berges steht ein Teletransporter eines außerirdischen Kriegervolkes, der Kalamanteken. Diese hatten vor Urzeiten bereits versucht, die Erde zu erobern, wurden jedoch von einem Wächter der Galaxis zurückgeschlagen. Nun hat Erosion dazu geführt, dass die Sonnenkollektoren, die den Teletransporter mit Energie versorgen, freigelegt wurden. Auch der Metalloide wurde bei diesem Vorgang aktiviert. Ergo steht der Erde eine neue Invasion ins Haus. Der einzige Weg für Micky und Sandy, dies zu verhindern, ist, den auf der Erde zurückgebliebenen Wächter der Galaxis aufzusuchen und um Hilfe zu bitten.
Einer Inschrift in der Höhle hat Sandy entnommen, dass der Wächter auf der kleinen Tropeninsel Ahua lebt. Ihn zu finden ist so gut wie unmöglich, deswegen dreht Sandy den Spieß um. Er verfasst eine Nachricht in der Sprache, die nur der Wächter lesen kann, damit dieser sie findet. Beide erwarten einen wahren Space-Helden, doch der Wächter, der sich als Horst Meier vorstellt, erweist sich nachgerade als Witz. Er ist schmächtig, gierig und auf eine Belohnung aus und schiebt galaktische Bürokratie vor, um sich vorm Erde-Retten zu drücken. Erst als Micky androht, sein aus Streichhölzern errichtetes Kolosseum einstürzen zu lassen, ist er zur Kooperation bereit. Nun tut sich aber eine neue Hürde auf, denn der Wächter ist ausgesprochen vergesslich und findet nur nach langer Suche seine passende Ausrüstung, die er dann erst nicht in Betrieb nehmen kann mangels Gebrauchsanweisung. Inzwischen drängt aber die Zeit, denn der Teletransporter ist einsatzbereit. Micky und Sandy lassen den verhaltensauffälligen Horst Meier links liegen und eilen zurück in die Anden, um die Invasion selber aufzuhalten. Als sie sich schon einer Übermacht gigantischer Alienkrieger gegenübersehen, kommt schlussendlich doch noch der Wächter der Galaxis zu ihrer Hilfe und erledigt die Invasoren mit seiner Wunderwaffe.
Ausgetrickst![Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltite: Pluto's Plungel
- Story: Per Hedman
- Zeichnungen: Miguel Fernandez Martinez
- Erstveröffentlichung: 1997
- Genre: Kurzgeschichte
- Figuren: Micky Maus, Pluto, Mack und Muck
- Seiten: 2
- Nachdruck aus: LTB 232
Die Brüder Mack und Muck haben Schwierigkeiten damit, Pluto zum Baden zu bewegen. In der folgenden Woche greift Micky daher zu einem Trick, um den Hund in den Badezuber zu bekommen.
Der weiße Elefant[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: Topolino e l'elefante bianco
- Story: Osvaldo Pavese
- Zeichnungen: Sandro Dossi
- Erstveröffentlichung: 02.06.1985
- Genre: Abenteuer, Reise
- Figuren: Micky Maus, Minni Maus, Bajani, Major Thompson, Maharadscha von Kangalor, Bajsang
- Seiten: 52
- Besonderheit: Bezugnahme auf die Romane um Sandokan von Emilio Salgari, die auch in mehreren Adaptionen (LTB 88, LTB 141, LTB 595) verarbeitet wurden
- Nachdruck aus: LTB 138
Bei einem Film seines Lieblingshelden Sandokan schläft Micky vor dem Fernseher ein und träumt sich in die Zeit des indischen Kolonialreiches, in dem die britische Krone vertreten durch ihr Militär, aber auch lokale Potentaten das Sagen haben. Dem Maharadscha von Kangalore ist sein weißer Elefant ausgerissen, der im Glauben des Volkes ihnen den ersehnten Regen bringt. Im knochentrockenen Land hat der Regent seinem Volk versprochen, abzudanken, sollte der schicksalshafte Elefant nicht wiedergefunden werden. Da von dem seltenen Dickhäuter jede Spur fehlt, bittet der Maharadscha Micky Maus um Hilfe, da laut einer Weissagung nur einem Fremden dies gelingen kann. Micky fängt an nachzuforschen, was der durchtriebene Vetter des Maharadschas und Thronfolger Bajsang gar nicht gern sieht. Als der kluge Detektiv und Abenteurer von einem älteren Mann erfährt, dass sich Thugs in der Nähe des Elefantenstalls herumgetrieben haben, glaubt er, eine Spur zu haben. Mit einem Pferd reitet er in die Berge. Doch der vormalige Elefantenwärter Bajani, der mit Bajsang unter einer Decke steckt, hat mitbekommen, was Micky vorhat. Er reitet voraus und alarmiert die Thugs, die Micky schnappen.
Im Unterschlupf der religiös verblendeten Thugs und ihrem Anführer, einem alten Tempel der Göttin Kali, findet Micky auch den entführten weißen Elefant, der hier gefangen gehalten wird. Der wahnhafte Anführer der grausamen Thugs meint, der Elefant als Tier der Kali stünde ihnen zu und Micky wolle das Tier stehlen. Darauf steht der Tod. Micky sowie ein britischer Major namens Thompson werden gefesselt zu einem Brunnen gebracht, wo sie von Krojkodilen gefressen werden sollen. Dank Mickys Mut und grenzenlosem Einfallsreichtum sowie der Unterstützung des britischen Majors Thompson können die beiden dem schrecklichen Schicksal entrinnen und fliehen. Mit seinen Soldaten kehrt Major Thompson dann zurück und knöpft sich die Thugs vor. Sies bringen den weißen Elefanten wohlbehalten zurück und enttarnen zugleich das finstere Spiel des Thronanwärters Bajsang.
Topolino e le storie incredibili: Duplikator[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: Duplicator
- Story: Rudy Salvagnini
- Zeichnungen: Marco Pavone
- Erstveröffentlichung: 27.05.2003
- Genre: Kurzgeschichte
- Figuren: Micky Maus
- Seiten: 7
- Anmerkung: im Band fälschlich als Nachdruck aus LTB 212 angegeben
- Deutsche Erstveröffentlichung
In einem Albtraum schleicht sich Micky in eine Villa eines verrückten Professors, der eine ganze Armee an Robot-Mickys erzeugt hat, mit denen er die Welt erobern will. Gerade, als sich die mechanischen Mäuseriche auf ihn stürzen wollen, wacht Micky auf. Sofort ist ihm klar, dass er seinen Albtraum Goofys neuer, gewöhnungsbedürftiger Innenausgestaltung verdankt.
Der Gedächtnislöscher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: Topolino e il caso del cancellatore
- Story: Carlo Panaro
- Zeichnungen: Corrado Mastantuono
- Erstveröffentlichung: 12.09.1993
- Genre: Kriminalgeschichte, Film
- Figuren: Micky Maus, Goofy, Pluto, Ted Telekast, Ron Reisser, Tim Teiming, Neithart Nettwörk
- Seiten: 47
- Nachdruck aus: LTB 195
Micky Maus und Goofy sind zu Gast in einer Rundfunkanstalt eines bekannten Fernsehsenders. Nebst dem Versuch, Autogramme ihrer Lieblingsstars zu erhaschen, sondern weil der Programmdirektor Ted Telekast sie bitten möchte, an einer seiner erfolgreichen Shows teilzunehmen. Micky soll dort vor laufender Kamera seine Abenteuergeschichten zum besten geben, da diese Telekast früher schon blewndend unterhalten haben. Telekast stellt auch die zwei wichtigsten Mitarbeiter seines Senders vor: den eigensinnigen Ron Reisser, der als Drehbuchautor alle Erfolgssendungen im Alleingang konzipiert hat, und den aufbrausenden Regisseur Tim Teiming, der eine eigentümliche Schwäche für Blumenkohlbonbons hat. Reisser und Teiming liegen im Dauerclinch, dennoch produzieren sie gemeinsam bislang erstklassige Leistungen, an denen besonders Goofy als fleißiger Zuseher des Kanals seine stille Freude hat. Ähnlich erfolgversprechend soll nach dem Willen des Programmdirektors auch die neue und bereits groß angekündigte Samstagabendsendung werden, an der Reisser bereits seit einem halben Jahr im Geheimen werkelt. Doch ist bald der Zeitpunkt gekommen, an dem er die Frucht seines Geistes, den zu erwartenden neuen Geniestreich, den anderen im Sender präsentieren wird.
Als Micky und Goffy Ron Reisser am nächsten Tag zuhause besuchen, um mit ihm weitere Details bezüglich des Fernsehauftritts der beiden zu besprechen, finden sie die Haustür offen vor und den Hausherrn in fürchterlicher Verfassung. Er ist desorientiert und beharrlich der Meinung, es sei noch Februar, obwohl man doch berets August schreibt. Ein eilig herbeigerufener Arzt kann nur noch Gedächtnisschwund diagnostizieren. Unvermittelt stürmen Ted Telekast und Tim Teiming herein. Telekast hat einen Brief erhalten, den ein ominöser „Gedächtnislöscher“ unterzeichnet hat und bereits den Gedächtnisschwund des umtriebigen Ideengebers und Autoren ankündigt. Reisser hat sein Gedächtnis für die letzten sechs Monate verloren und weiß damit auch nicht mehr, was er in Bezug auf die Samstagabendshow erarbeitet hat. Es sieht ganz danach aus, als wollte jemand partout verhindern, dass die neue Sendung ein Erfolg wird.
Telekast verdächtigt seinen Hauptkonkurrenten Neithart Nettwörk, hinter dem ruchlosen Anschlag zu stecken. Als er diesen jedoch zornentbrannt aufsucht, versichert Nettwörk, nichts Derartiges unternommen zu haben und die Konkurrenz für den Samstagabend ohnedies nicht zu fürchten. Micky ist skeptisch, hat jedoch auch an einem anderen Indiz am Tatort zu kauen, nämlich ein Blumenkohlbonbon Tim Teimings. Auch der Regisseur ist nämlich verdächtig, nicht nur wegen dessen Dauerfehde, sondern weil er sich selbst gerne als Drehbuchschreiber versuchen würde und das bislang nicht durfte. Bewegung kommt in den verzwickten Fall, als Reisser vom Fernsehen interviewt wird und dabei, getriezt vom frechen Interviewer, einen Satz erwähnt, den Goofy ihm zuvor gesagt hat. Das bedeutet also, dass sein Gedächtnis wiederkommt, auch wenn Reisser zunächst Micky und Goofy versichert, sich nur an dieses eine Ereignis erinnern zu können. In dieser Nacht schlägt der Gedächtnislöscher wieder zu. Micky und Goofy haben ihn zwar bereits erwartet, werden aber mit einer Wolke aus Juckpulver eingenebelt und können so den erneuten Anschlag auf Rons Gedächtnis nicht verhindern. Doch sind Micky in Folge dieses Ereignisses einige Ungereimtheiten aufgefallen, sodass er schließlich den überraschenden Schuldigen entlarven kann.
Ein Fall für Micky: Das Geheimnis des Grafen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: Never Give a Sucker an Even Break!
- Story: Spectrum Associates
- Zeichnungen: Miguel
- Erstveröffentlichung: 1994
- Genre: Kriminalgeschichte
- Figuren: Micky Maus, Kommissar Hunter
- Seiten: 60
- Nachdruck aus: Ein Fall für Micky 12
Meisterdetektiv Micky hätte eigentlich als begehrter und bewunderter Gastredner eine Vorlesung über Kriminologie halten sollen. Als er aber zum Museum eilt, wo die Veranstaltung stattfinden sollte, wird ihm mitgeteilt, dass diese ausfallen muss. Aus der ägyptischen Ausstellung ist ein wertvoller Papyrus verschwunden. Das ägyptische Artefakt ist überaus fragil und muss nach bestimmter Zeit mit einer speziellen Lösung behandelt werden, sonst löst es sich auf. Entsprechend besorgt ist der Direktor des Museums, der nach dem Diebstahl nun den unwiederbringlichen Verlust der Kostbarkeit fürchtet, wenn die Diebe die Schutzvorschriften nicht einhalten. Kommissar Hunter ist bereits vor Ort und inspiziert den Tatort. Eine Brille, die in einem der Ausstellungskästen gefunden wird, lässt den Verdacht aufkommen, der Kurator der Ausstellung stecke hinter dem Diebstahl. Als die Polizei diesen findet und durch die Ausstellung führt, schwört dieser, nichts von der Tat zu wissen. Kommissar Hunter glaubt ihm nicht, Micky meint jedoch, er könnte recht haben. Da erleidet der Kurator bei einem Blick auf die Ausstellungsstücke plötzlich einen Nervenzusammenbruch. Er wird ins Krankenhaus eingeliefert und ist nicht mehr ansprechbar.
Spät abends kommt eine düster gekleidete Frau in Mickys Büro und beauftragt ihn, ihren verschwundenen Ehemann zu finden, den Grafen Alucard aus Neinavlissnart, der nach Entenhausen gekommen ist, um einen Hautarzt aufzusuchen. Die Gräfin, die den Geruch von Knoblauch nicht aushält, befürchtet, dass ihrem Gatten etwas Schlimmes zugestoßen sein könnte. Sie versichert Micky, dass ihr Gatte das beträchtliche Honorar des Detektivs begleichen wird, und drückt ihm ein Buch in die Hand, auf dessen Umschlag Graf Alucard abgebildet ist, damit dieser weiß, wie der Verschwundene aussieht. Viel mehr Fragen kann Micky nicht stellen. Als die Gräfin die ersten Strahlen der Morgensonne sieht, eilt sie geschwind aus dem Domizil des Meisterdetektivs.
Nun hat Micky also zwei Fälle, denen er nachzugehen versucht. Einerseits muss er den Grafen finden, andererseits will er den Diebstahl des Papyrus aufklären, da er nach wie vor den Kurator für unschuldig hält. In beiden Fällen stößt er jedoch auf große Schwierigkeiten. Zwar kann er herausfinden, dass Graf Alucard nach Entenhausen gekommen ist und dass eine Holzkiste an ihn geliefert wurde. Doch kein Hautarzt in der Stadt sagt, dass der Graf ihn besucht hätte. Im Krankenhaus wiederum ist der Kurator nach wie vor unansprechbar. Dafür stößt Micky auf weitere rätselhafte Umstände. Ein Arzt des Spitals ist nicht zur Arbeit erschienen, des Weiteren fehlt massenweise Verbandsmaterial. Die Ärzte haben zudem seit Neuestem mit dem sogenannten Joggervirus zu kämpfen. Jogger brechen auf ihren abendlichen Runden einfach zusammen und erleiden einen Kollaps. Der Grund dafür ist den Medizinern nicht bekannt, in jedem Fall liegen nun alle betroffenen Personen im Krankenhaus. Weiters erkennt Micky beim Besuch eines der Hautärzte, wie viel Geld sich mit Schönheits- und Verjüngungskuren verdienen lässt und wie viele ältere Menschen sich diesem Prozedere unterziehen.
Micky versucht nun, der einzigen Spur nachzugehen, die ihm in Bezug auf den Aufenthaltsort des Grafen Alucard geblieben ist: die mysteriöse Holzkiste gefüllt mit Erde, die an eine bestimmte Adresse in Entenhausen geliefert wurde. Als Micky dorthin geht, wird er von einer vermummten Gestalt attackiert, hinter der er den Grafen vermutet. Kurz darauf hört er einen Schrei und als er diesem nacheilt, sieht er einen in Ohnmacht gefallenen Jogger, der zudem am Hals zwei blutende Einstichstellen aufweist. Micky schlussfolgert nicht nur, dass der Graf der Verursacher des Joggervirus ist, das erst seit dessen Ankunft auftritt, sondern entschlüsselt auch, dass Alucard rückwärts gelesen Dracula ergibt und das Land Neinavlissnart sich als Transsilvanien lesen lässt.
Nun muss die Gräfin ihm aber einiges erklären. Micky ermittelt ihren momentanen Aufenthaltsort und sucht sie bewaffnet mit Knoblauch auf. Die Gräfin erzählt, dass sie und ihr Mann mitnichten Vampire sind. In Wahrheit stammen sie aus einer alten Familie von Wissenschaftlern. Einer ihrer Vorfahren fand heraus, dass sich am Hals bestimmte Drüsen befinden, die die Alterung des Körpers steuern. Bei seinen Untersuchungen erkrankte seine Frau an einem Erreger, der exakt diese Drüsen angreift. Wenn sie sich und ihre Haut nun dem Sonnenlicht aussetzte, alterte sie in Sekunden. Auf der Suche nach einem Heilmittel für seine geliebte Frau gelangte der damalige Graf schließlich nach Transsilvanien, da dort ein potenter Pilz wuchs, mit dessen Hilfe er schließlich seine Frau kurieren konnte. Inzwischen aber hatte der Erreger unglücklicherweise das benachbarte Dorf infiziert. Der Graf wollte allen Dorfbewohnern das Gegenmittel geben, sah sich aber mit Ablehnung konfrontiert und erledigte das Geschäft daher nachts während die Kranken schliefen. Um das Mittel besser in die Drüsen injizieren zu können, baute er in den Mund nehmbares Spritzwerkzeug. So entstand schließlich die Mär um den Vampir, der seine Opfer des Nachts beißen würde. Der jetzige Graf und die Gräfin waren sehr am Wirken ihres Vorfahren interessiert, infizierten sich dabei jedoch leider ebenfalls mit dem Virus. Nun dürfen sie sich nicht dem Tageslicht aussetzen, wenn sie nicht zu Greisen werden wollen, da auch der Pilz nicht mehr verfügbar ist.
Dank der Expertise der Gräfin kann Micky feststellen, dass tatsächlich alle Jogger genau dort am Hals Wunden haben, wo sich die wundersamen Drüsen befinden. Ihnen wurde aber kein kurierendes Mittel gespritzt, sondern im Gegenteil Lebensenergie entzogen, um sie an alte Leute zu verkaufen. Diese sind nun ebenfalls im Spital, da sie sich aufgrund jugendlichen Übermuts ihre Knochen gebrochen haben. Der Schuldige ist ganz klar der Hautarzt mit seinen Schönheitskuren. Als sie ihn dingfest machen, lässt sich in seinem Unterschlupf auch der gefangengehaltene Graf finden. Zu guter Letzt kommt der Meisterdetektiv auch noch dem Papyrusdieb auf die Spur, indem er die übrigen Seltsamkeiten im Spital sich durch den Kopf gehen lässt. Im Museum kommt es zum Showdown mit dem Dieb, der sich als Mumie verkleidet hat. Micky gelingt es in letzter Minute nicht nur den wertvollen Papyrus vor dem Zerfall zu retten, sondern durch Zufall auch noch eine alternative Behandlungsmethode für Graf und Gräfin Alucard zu finden.
