Das verfluchte Piratenschiff

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Das verfluchte Piratenschiff
The Pirate Ghostship
Erstveröffentlichung: 17. April 1944 – 15. Juli 1944
Entstehungsdatum: 1944
Storycode: YM 062
Story: Bill Walsh
Zeichnungen: Floyd Gottfredson & Dick Moores
Seiten: 78 Tagesstrips, 26 Seiten in der FGL
Deutsche Übersetzung: Marc Moßbrugger
Weiterführendes
Liste der Fortsetzungsgeschichten von Floyd Gottfredson
Infos zu Das verfluchte Piratenschiff beim I.N.D.U.C.K.S.
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Das verfluchte Piratenschiff (engl. The Pirate Ghostship) ist eine Comicgeschichte von Floyd Gottfredson, Dick Moores und Bill Walsh aus dem Jahr 1944, die unmittelbar an die Geschichte Die Kriegswaisen anschließt.

Figuren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Micky Maus
  • Pluto
  • Kapitän der "Ruth R."
  • Matrosen
  • Piraten:
  • Prinzessin Weiße Göttin
  • Kannibalen
  • Tiere:
    • Vogel der Prinzessin
    • Königliches Krokodil
    • Pottwale
    • Haie
    • Großbarts Papagei
    • Gorilla
    • Monster von M‘hunga

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Micky begibt sich gemeinsam mit Pluto auf dem Fischerboot Ruth R. auf die Suche nach neuen Lebensmittelvorräten. Ein Wasserwirbel bringt sie jedoch vom Kurs ab und führt sie in ein von Monstern und Geistern bevölkertes Seegebiet. Dort werden sie ins 17. Jahrhundert versetzt und geraten in die Hände des blutrünstigen Piraten Kapitän Großbart, eines Vorfahren von Kater Karlo.

Nach ihrer Gefangennahme gelingt es Micky, unter den alternden und heruntergekommenen Piraten eine Meuterei anzuzetteln. Schließlich strandet das Schiff nahe der legendären Todesinsel, die von tödlichen Gasen, Seekannibalen und einer geheimnisvollen weißen Göttin beherrscht wird. Auf der Insel soll der Schatz des Kapitäns Skitt auf dem Grund eines Sees liegen, wird dort jedoch von gefährlichen Monstern bewacht. Es kommt zum Kampf, in dessen Verlauf Micky unerwartete Unterstützung von einem der Monster erhält. Dabei zerstören die Monster den Damm, der den See zurückhält, sodass das Wasser abfließen kann und die weiße Göttin, Micky, Pluto und Großbart den Schatz bergen können.

Doch Großbart denkt nicht daran, den Schatz mit den anderen zu teilen, und bedroht sie mit seiner Pistole. Währenddessen dringt das kalte Wasser des Sees in die Risse des Vulkans ein und löst unterirdische Explosionen aus. Eine gewaltige Walze aus Magma ergießt sich über die Insel und rollt auf die Helden zu. Großbart, der verzweifelt an seinem Schatz festhält, kommt dabei im Magma ums Leben.

Aus Dankbarkeit schenkt die Prinzessin Micky einen Anhänger. Kurz darauf befinden sich Micky und die Göttin in einem Ruderboot, als dichter Nebel aufzieht. Als Micky wieder zu sich kommt, werden er, Pluto und der Kapitän der Ruth R. von der Marine auf einem Floß entdeckt und gerettet.

Zunächst scheint es, als habe Micky durch die Strapazen den Verstand verloren und sich das gesamte Abenteuer nur eingebildet. Doch der Anhänger der weißen Göttin hängt noch immer um seinen Hals. Auch Pluto scheint durch sein Verhalten zu bestätigen, dass sich die unglaublichen Ereignisse tatsächlich zugetragen haben.

Hintergrund und Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jonathan H. Gray betont, dass sich der Micky Maus der Comics von Floyd Gottfredson in den 1940er-Jahren deutlich von der bekannten, freundlichen und stark vermarkteten Figur späterer Jahrzehnte unterscheide. Besonders die Zusammenarbeit Gottfredsons mit dem Autor Bill Walsh ab 1943 habe zu zunehmend düsteren, ungewöhnlichen und teilweise bizarren Geschichten geführt. Micky erscheine darin reifer und seine Abenteuer seien von bedrohlicheren Schauplätzen, Gegnern und Situationen geprägt. Gray hebt hervor, dass gerade diese düstere und erwachsenere Darstellung neue Leser überraschen und für die älteren Gottfredson-Comics begeistern könne. Gleichzeitig weist er kritisch auf ein problematisches koloniales Stereotyp in einer der Geschichten hin, das einen ansonsten beeindruckenden Nachdruck beeinträchtige. Insgesamt sieht Gray in dieser Phase eine entscheidende Entwicklung der Figur, durch die Micky Maus einen deutlich erwachseneren und härteren Charakter erhalten habe.[1] Die Geschichte hat eine außerordentlich gute Bewertung auf Inducks und belegt derzeit (Stand August 2026) den Platz 817.[2]

Deutsche Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ein anonymer Grafiker erweiterte das Panorama der ersten zwölf Strips der Geschichte (17. bis 29. April) und platzierte die Figuren dabei ungewöhnlich weit auseinander, um eine Veröffentlichung in Zeitungen mit größerem verfügbarem Platz zu ermöglichen. Die seltene, nicht-panoramische Fassung dieser zwölf Strips wurde kürzlich überraschend in der US-amerikanischen Reihe neu aufgelegt, die sämtliche Gottfredson-Comics veröffentlicht.[3]
  • Es ist eine der wenigen Geschichten, in der wirklich eine Figur stirbt.
  • Pluto kann durch einen Zauber kurz mit Micky sprechen. Zwei Jahre danach hat Gottfredson eine andere Geschichte über einen sprechenden Hund gezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ↑ Gray J. H. (2022). Klar Schiff. In F. Gottfredson, Floyd Gottfredson Library (A. Voigtmann, Übers., Bd. 8, S. 16). Berlin: Egmont Verlagsgesellschaften mbH.
  2. ↑ https://inducks.org/recommend.php?top100=1
  3. ↑ https://disneycomicguide.wordpress.com/topolino-nellisola-della-morte-%C2%BD-1944/